Wie wir arbeiten

CORRECTIV.Faktencheck

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CORRECTIV.Faktencheck ist eine eigene Redaktion innerhalb des Recherchezentrums CORRECTIV und arbeitet gezielt gegen Desinformation im Internet.

Wahrheit, so könnte man angesichts vieler politischer Debatten meinen, ist eine Glaubensfrage. Das stimmt nicht. Es gibt objektive, nachvollziehbare und messbare Unterschiede zwischen Informationen, ihren Quellen und ihren Absichten. Wir beobachten Kräfte in unserer Gesellschaft, die nicht informieren, sondern gezielt desinformieren. Denen nicht einfach nur hin und wieder Fehler unterlaufen, sondern die Ereignisse schlicht erfinden, um politische oder wirtschaftliche Ziele zu verfolgen.

Wir verwenden bei CORRECTIV.Faktencheck bewusst nicht den Begriff „Fake News“, da er selbst längst zu einem politischen Instrument geworden und zudem diffus und damit irreführend ist. Populistische Politiker benutzen ihn zum Beispiel, um Medien zu diskreditieren, deren Inhalte ihnen nicht passen.

Unser Ziel sind aufgeklärte Bürgerinnen und Bürger, die sich auf Basis von verlässlichen Informationen eine politische Meinung bilden und so am politischen Diskurs teilnehmen können.

Wie wir arbeiten

Wir arbeiten unabhängig, überparteilich, transparent und überprüfbar. Das Instrument von CORRECTIV.Faktencheck ist der transparente Rechercheprozess. Wir suchen aus eigenem Antrieb nach irreführenden Informationen in den sozialen Medien und greifen Hinweise von Lesern auf. Dabei orientieren wir uns an ihrer Relevanz für gesellschaftliche Debatten. Dann machen wir uns auf die Suche nach Belegen: Dokumente, Angaben von Augenzeugen, Betroffenen und Behörden sowie Einordnungen von Wissenschaftlern.  

Den Rechercheweg dokumentieren wir in unseren Artikeln und legen unsere Quellen offen. CORRECTIV.Faktencheck ist Mitglied im International Fact-Checking Network (IFCN) und bekennt sich zu dessen Code of Principles. Mehr zu diesen Standards lesen Sie hier

Damit unsere Faktenchecks besser gefunden werden können, haben wir das sogenannte Claim Review integriert: ein System, mit dem die großen Suchmaschinen wie Google Faktenchecks als solche in den Suchergebnissen hervorheben können.

Wir sind außerdem Teil des Faktencheck-Projekts von Meta. Das heißt zum einen, dass uns die Plattform automatisch eine Liste verdächtiger Inhalte auf Facebook und Instagram schickt, die wir dann für eine Überprüfung in Betracht ziehen. Unsere Faktenchecks verlinken wir mit den von uns überprüften Originalartikeln auf der Plattform. Für diese Arbeit vergütet Meta uns. In der Konsequenz verringert ein Algorithmus laut Meta die Reichweite dieser Artikel in den Newsfeeds der Nutzerinnen und Nutzer. Zudem kooperieren wir im Whatsapp-Faktencheck-Programm von Meta; dies ermöglicht uns, über einen Chatbot direkt Hinweise von Leserinnen und Lesern anzunehmen und ihnen unsere Faktenchecks bei Whatsapp zu schicken.