Wie wir arbeiten

Häufig gestellte Fragen

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Was ist der Unterschied zwischen „Fake News“, Desinformation und Misinformation?

„Fake News“ bedeutet „gefälschte Nachrichten“. Es handelt sich dabei nicht um Texte, die Fehler enthalten, sondern um bewusste Täuschungen. „Fake News“ imitieren die Form der Nachrichten, die man in etablierten Medien findet, um die Menschen und die Öffentlichkeit absichtlich in die Irre zu führen. Die Motive der Urheber können finanzieller oder politischer Art sein. Neutraler ist der Begriff „Misinformation“. Er bezeichnet einfach Falschinformationen, die auch aus Unwissenheit oder einem Missverständnis heraus entstanden sein können. 

Da der Begriff „Fake News“ inzwischen stark politisiert ist und häufig falsch verwendet wird, verwenden wir ihn nicht. Stattdessen sprechen wir von „Desinformation“, wenn eine falsche Information gezielt verbreitet wird.

Kann ich Informationen bei euch zur Überprüfung einreichen?

Ja. Wir freuen uns, wenn möglichst viele Menschen uns Behauptungen, Aussagen oder Gerüchte zusenden. Das geht über unser Online-Formular CrowdNewsroom oder per Whatsapp (Download der Kontaktdaten hier). Bitte schicken Sie uns dabei wenn möglich einen Link zu dem Originalinhalt, zum Beispiel einem Video auf Youtube, einem Artikel auf einer Webseite oder einem Facebook-Beitrag. Wir gehen eingereichten Zuschriften und Hinweisen nach.

Wie wählt ihr die Themen aus, die ihr überprüft?

Zahlreiche Falschmeldungen tauchen täglich auf, daher treffen wir eine Auswahl der relevantesten Themen. Folgende Kriterien sind dabei wichtig:

  • Aktualität (wie aktuell ist die mögliche Falschbehauptung?)
  • Reichweite (wie viele Menschen werden erreicht?)
  • Potenzieller Schaden (gefährdet die Falschinformation Menschen oder schürt Hass gegen bestimmte Gruppen?)

Welche Art von Beiträgen überprüft ihr?

Alle Informationen, die öffentlich verfügbar sind, können von uns geprüft werden – sei es auf Webseiten, Blogs, in Videos (zum Beispiel auf Youtube) oder verschiedenen Sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Instagram oder auch Telegram. Auf Whatsapp-Nachrichten hat niemand Zugriff, aber wenn wir Hinweise von Lesenden dazu bekommen, recherchieren wir auch dazu. 

Allerdings lassen sich nur bei Tatsachenbehauptungen die Fakten überprüfen. Nicht geeignet für Faktenchecks sind deshalb reine Meinungsäußerungen, Zukunftsprognosen oder Versprechen. Wichtig: Oft wird etwas als Meinung bezeichnet, obwohl es sich um eine Tatsachenbehauptung handelt. In so einem Fall ist ein Faktencheck möglich. Wenn wir feststellen, dass es sich bei einem Beitrag um Satire handelt, prüfen wir in der Regel nicht – es sei denn, die Satire ist nicht erkennbar und führt zu Missverständnissen (mehr dazu in unserer Satire-Richtlinie).

Überprüft ihr auch Aussagen von Politikerinnen und Politikern?

Ja, auch das ist möglich, wenn es sich um Tatsachenbehauptungen handelt und unsere Relevanzkriterien erfüllt sind. 

Überprüft ihr auch, was andere Medien oder Zeitungen veröffentlichen?

Grundsätzlich können wir alle Berichte überprüfen, die sich auf öffentlich zugängliche Informationen stützen. Allerdings liegt unser Hauptaugenmerk nicht auf etablierten Medien. Der Grund dafür ist, dass in den Redaktionen nach journalistischen Standards gearbeitet wird und viele Regulierungen und Qualitätskontrollen fest verankert sind. Es gibt interne und externe Überwachungsmechanismen; es gibt oft Ombudsleute, Leserredaktionen und kritische Berichterstattungen. Fehler werden in der Regel schnell korrigiert – anders als bei Beiträgen in Sozialen Netzwerken oder bewusster Desinformation. Zudem gibt es den Presserat in Deutschland, der die Einhaltung der Standards und der Sorgfaltspflicht bei den Medien extern überwacht und an den sich jeder Mensch mit seinen Beschwerden wenden kann. Und wenn das alles nicht hilft, sind etablierte Medien in einen in vielen Jahrzehnten entwickelten Rechtsrahmen eingebunden. Sie können auf Unterlassung und Richtigstellung verklagt werden.     

Wie überprüft ihr die Fakten?

Wir verwenden für unsere Recherchen wenn möglich nur Primärquellen – das können Dokumente, Statistiken, Studien, Angaben von Augenzeugen, Betroffenen und Behörden sowie Einordnungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sein. Medienberichte sind für uns Sekundärquellen. Den Rechercheweg dokumentieren wir in unseren Artikeln und legen unsere Quellen offen. Das machen wir, damit die Lesenden genau nachvollziehen können, wie wir zu unseren Schlussfolgerungen gelangt sind. 

Wie bewertet CORRECTIV.Faktencheck?

Wir bewerten mit elf Kategorien. Nicht immer ist etwas ausschließlich richtig oder falsch, es gibt dazwischen Abstufungen. Unsere Skala reicht von „richtig“ über „unbelegt“ bis zu „frei erfunden“. Es gibt auch Bewertungen wie „fehlender Kontext“ oder „manipuliert“ für Fotos oder Videos, die irreführend bearbeitet wurden. Eine ausführliche Beschreibung unserer Kategorien finden Sie hier.

Wie erkennt man Falschinformationen? 

Folgende Fragen kann man sich stellen, um die Glaubwürdigkeit einer Information einzuschätzen:

  • Wer ist der Absender? Oft hilft ein Blick auf das Impressum oder den Social-Media-Account – was wird dort sonst noch veröffentlicht, und wie viele Follower hat der Kanal? 
  • Ist die Information oder Meldung überhaupt aktuell?
  • Passt die Überschrift zum Inhalt, oder ist sie übertrieben zugespitzt, so dass sie mit den Fakten nicht mehr übereinstimmt?
  • Welche Quellen verwendet der Beitrag, um seine These zu belegen? Sind die Angaben nachprüfbar?
  • Gibt es andere Berichte über dasselbe Thema – und wie stellen sie es dar? Fehlt in dem Beitrag wesentlicher Kontext?
  • Bei Fotos: Was zeigen sie? Sind sie wirklich aktuell? Oft hilft eine Bilder-Rückwärtssuche zum Beispiel mit Google. Anhand dieser und anderer Tools kann man den Ursprung eines Bildes überprüfen. Auch bei Videos gehen wir ähnlich vor.

Mehr Tipps dazu haben wir hier und hier aufgeschrieben.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Facebook?

Wir empfinden es als sehr wichtig, Falschmeldungen dort zu begegnen, wo sie sich verbreiten. Falschinformationen können sich auch deshalb so rasant verbreiten, weil es große Internetplattformen wie Facebook oder Youtube gibt. Eine Datenanalyse von CORRECTIV.Faktencheck zeigte, dass Menschen fragwürdige Informationen zum Coronavirus zu einem großen Teil über Whatsapp und Facebook verbreiteten. Die Konzerne tragen somit eine große Verantwortung in der Bewältigung von Desinformationskampagnen.

Facebook möchte etwas gegen die Verbreitung von Falschinformationen auf seinen Plattformen tun. Deshalb geht das Unternehmen seit 2016 Kooperationen mit unabhängigen Faktencheck-Organisationen ein. Neben uns sind in Deutschland auch die Agenturen DPA und AFP Teil dieses Programms. Das bedeutet: Unsere Faktenchecks werden auf Facebook und Instagram direkt mit den Beiträgen verknüpft, die die falsche Information enthalten. Menschen, die diese Beiträge teilen möchten, bekommen einen Warnhinweis, der sie auf unseren Faktencheck verweist. Facebook reduziert außerdem nach eigenen Angaben die Reichweite solcher Beiträge. 

Die Facebook-Beiträge werden nicht aufgrund unserer Faktenchecks gelöscht, sondern bleiben weiterhin sichtbar. (Mehr über unsere Kooperation mit Facebook lesen Sie hier).

Zusätzlich stellt Facebook uns die WhatsApp Business API zur Verfügung, die uns ermöglicht, einen Chatbot über den Messengerdienst zu betreiben. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Betreibt CORRECTIV.Faktencheck Zensur?

Nein. Zensur geht von staatlichen Stellen aus. Wenn wir im Rahmen unserer Arbeit einen Artikel oder eine Information als ungenau oder falsch kennzeichnen, können diese nach wie vor verbreitet werden. Das gilt auch für Beiträge auf Facebook, die wegen eines unserer Faktenchecks mit einem Warnhinweis versehen wurden. Wir sind der Meinung, dass jede Person in der Lage sein sollte, sich ein eigenes Bild zu machen: auf Basis von gesicherten Informationen und nicht auf Basis von Gerüchten, Halbwahrheiten oder Lügen. Dazu wollen wir mit unseren Faktenchecks beitragen.

Warum nehmt ihr Geld von Facebook?

Die Zusammenarbeit mit Facebook funktioniert gut. Uns ist wichtig, dass wir unabhängig und wirkungsvoll für die Gesellschaft arbeiten können. Facebook unterstützt unsere Arbeit in technischer Hinsicht, nimmt jedoch keinen Einfluss. Das ist für uns die Grundlagen einer Zusammenarbeit. Da Facebook von unseren Recherchen profitiert, ist es selbstverständlich, dass unsere Arbeit auch finanziell vergütet wird.

Mehr über die Finanzierung von CORRECTIV lesen Sie hier

Verfolgt CORRECTIV.Faktencheck eine politische Richtung?

Nein. Wir sind unparteiisch in unserer Haltung und fair in unserer Beurteilung. Wir haben uns zur Neutralität verpflichtet. Das bedeutet unter anderem: Wir überprüfen Tatsachenbehauptungen nach denselben Kriterien, unabhängig von der politischen Richtung, aus der sie stammen. Wir arbeiten dabei nach den Standards des Code of Principles des International Fact-Checking Network (IFCN). CORRECTIV.Faktencheck ist darüber hinaus an das Redaktionsstatut von CORRECTIV gebunden. 

Was ist das International Fact-Checking Network?

Das IFCN ist ein Verband, der beim Poynter Institute, einem der renommiertesten Journalistenzentren der USA, in St. Petersburg (Florida) angesiedelt ist, einer unabhängigen, gemeinnützigen Akademie für Journalistinnen und Journalisten. Der Code of Principles wurden inzwischen weltweit von Faktencheck-Organisationen unterzeichnet. Wer aktuell dazu zählt, kann man hier einsehen.

Dafür, dass man die gemeinsamen Faktencheck-Standards einhält, vergibt das IFCN ein Zertifikat, das jährlich erneuert werden muss. Es wird also regelmäßig von einer externen Stelle überprüft, ob wir uns daran halten. Die Standards beinhalten: 

  • Verpflichtung zur Unparteilichkeit und Fairness
  • Verpflichtung zur Offenlegung unserer Quellen
  • Verpflichtung zur Offenlegung unserer Unterstützer und unserer Organisation
  • Verpflichtung zur Transparenz der Arbeitsweise
  • Verpflichtung zur offenen und ehrlichen Korrektur

Mehr zu unseren Standards lesen Sie hier

Was ist, wenn ich einen Fehler bei euch entdeckt habe?

Wir freuen uns über Feedback und Hinweise, wenn wir einen Fehler gemacht haben. Hierzu haben wir folgende Korrekturregeln festgelegt:

  • Wir ermutigen Menschen, uns per E-Mail an faktencheck@correctiv.org auf mögliche Fehler in unseren Texten oder Teilen von ihnen hinzuweisen – wir gehen konkreten Hinweisen auf faktische Fehler nach und überprüfen unsere Texte auf Korrektheit. Dabei wenden wir das Vier-Augen-Prinzip an.
  • Wenn unsere Texte oder Teile von ihnen trotz aller Sorgfalt und Vorsicht fehlerhaft sein sollten, dann räumen wir dies öffentlich und selbstkritisch ein und korrigieren die Fehler.
  • Wir geben bei einer Fehlerkorrektur in einem Update zum korrigierten Text bekannt, dass und wann der Text geändert wurde – und geben an, was im Detail geändert wurde. Wir ändern in der Folge gegebenenfalls unsere Bewertung des Faktenchecks. Wir machen auch das transparent.
  • Wenn unsere Texte oder Teile von ihnen – anders als in einem Hinweis von einem Leser behauptet – keine faktischen Fehler enthalten, korrigieren wir die entsprechenden Texte nicht und machen auch nicht transparent, dass Leser behauptet haben, dass in den Texten Fehler sein sollten.
  • Wir informieren Leser über Korrekturen auf ihre Hinweise hin, ebenso wie wir sie darüber hinweisen, wenn wir entgegen ihrer Hinweise keine Fehler in unseren Stücke oder Teile von ihnen entdecken konnten. Von dieser Regel weichen wir nur ab, wenn die entsprechenden Leserzuschriften beleidigende Inhalte aufweisen oder alleine aus Polemiken oder Generalkritik bestehen.

Wer arbeitet im Faktencheck-Team?

Alice Echtermann leitet das Faktencheck-Team. Sie studierte Medien- und Kommunikationswissenschaft und Politikwissenschaft in Bremen, absolvierte ein Volontariat beim Weser-Kurier und arbeitete dort zwei Jahre als Onlineredakteurin. Schon früh setzte sie ihre Schwerpunkte auf die Themen Digitales, Extremismus und Desinformation. Seit Mai 2019 arbeitet sie für CORRECTIV. Als Teil des Teams für die Recherche „Kein Filter für Rechts“ wurde sie mit dem Deutschen Reporterpreis 2021 für Datenjournalismus ausgezeichnet.

Uschi Jonas ist die stellvertretende Leiterin des Teams. Sie hat als Redakteurin und Reporterin bei der deutschen Ausgabe der HuffPost und bei FOCUS Online vor allem zu Klima, Umweltschutz und Nachhaltigkeit recherchiert und geschrieben sowie seit 2018 konstruktiven, lösungsorientierter Journalismus für breite Themenfelder vorangetrieben. Seit ihrem Masterabschluss in Sozialwissenschaften 2015 hat sie im Rahmen ihres Volontariats und anschließend bei ihrer Arbeit als Online-Redakteurin viele Seiten des Online-Journalismus kennengelernt. Seit Juni 2020 ist sie bei CORRECTIV. Parallel dazu studiert sie seit Juni 2021 Umweltwissenschaften an der Fernuniversität Hagen.

Matthias Bau hat in Duisburg-Essen Philosophie und Germanistik studiert. Neben dem Studium arbeitete er als freier Mitarbeiter für die Borbecker Nachrichten und berichtete vor allem über soziale Einrichtungen für Kinder und Jugendliche. Bei CORRECTIV machte er Anfang 2020 ein Praktikum in der Klimaredaktion, moderierte Veranstaltungen und recherchierte zur Verkehrswende in NRW. Seit April 2020 arbeitet er im Faktencheck-Team.

Sarah Thust hat Journalistik und Psychologie an der Universität Leipzig studiert. Danach arbeitete sie drei Jahre als freie Reporterin in Kambodscha, für Auftraggeber wie die Nachrichtenagentur DPA oder die englischsprachige Tageszeitung Phnom Penh Post. Ende 2013 ist sie nach Deutschland zurückgekehrt. Sie spezialisierte sich als freie Journalistin auf Faktenchecks und die arabischen Länder, unter anderem für T-Online und die DPA. Seit Juli 2020 arbeitet sie für CORRECTIV.Faktencheck.

Steffen Kutzner hat Germanistik und Politik in Leipzig und Bonn studiert. Zwischendurch hat er bei einem Online-Stadtmagazin in Köln volontiert. Seit 2013 war er freier Journalist in den Bereichen Kultur und Lokales und seit 2019 als Faktenchecker bei CORRECTIV tätig – zunächst für das Projekt „Checkjetzt“, danach als Freier Mitarbeiter und seit November 2020 in Vollzeit.

Sophie Timmermann hat Internationale Beziehungen und Journalismus studiert. Zwischen 2017 und 2019 war sie in Genf für die Vereinten Nationen und das Internationalen Komitee vom Roten Kreuz tätig. Später hospitierte sie beim Bayerischen Rundfunk, recherchierte für Bellingcat zu Luftangriffen der US-geführten Koalition in Syrien, und forschte zu dem Anstieg von alternativen Medien in Großbritannien. Seit November 2021 arbeitet sie im Faktencheck-Team.

Viktor Marinov ist in Bulgarien geboren und aufgewachsen. Er studierte Publizistik in Berlin und Journalistik in Hamburg. Danach arbeitete er für verschiedene Lokalzeitungen, war Volontär und anschließend Reporter bei der Rheinischen Post in Düsseldorf und machte eine Hospitanz im Politikressort der Zeit. Seit Februar 2022 ist er Teil des CORRECTIV.Faktencheck-Teams.

Caroline Lindekamp hat als Journalistin unter anderem Artikel für HandelsblattZeit OnlineT3N und Journalist geschrieben, als Medienanalystin bei NewsGuard gearbeitet sowie an Hochschulen unterrichtet und geforscht. In ihrer Arbeit bei CORRECTIV kommen diese Bereiche zusammen: Sie leitet seit März 2022 das interdisziplinäre Forschungsprojekt noFake.

Marc Steinau hat in Stuttgart Crossmedia-Redaktion und Public Relations studiert. Nach seinem Bachelorabschluss 2017 arbeitete er im Online-Journalismus, unter anderem für Business Insider, den SWR sowie Politico Europe. In den Jahren 2020 und 2021 war er Performance Manager eines zivilgesellschaftlichen Projekts gegen religiös begründeten Extremismus. Seit Februar 2022 arbeitet er bei CORRECTIV im Faktencheck-Forschungsprojekt noFake als Community Manager.

Florian Löffler begleiten zwei unterschiedliche Leidenschaften bereits seit vielen Jahren: Kommunikationsdesign und Politik. So hat er Politikwissenschaften mit einem Fokus auf Populismus und Extremismus in Rostock, Göteborg und Potsdam studiert. Danach ist er in die Agenturwelt eingetaucht und hat als Head of Creation bei Polisphere in den letzten Jahren unterschiedliche Digitalprojekte verantwortet – darunter für die Alfred Herrhausen Gesellschaft, die Heinrich-Böll-Stiftung und die Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft. Seit 2022 unterstützt er bei CORRECTIV das Projekt „European Fact-Checking Standards Network” – eine EU-geförderte Initiative zur Schaffung eines europaweiten Kodex’ für die professionelle Integrität von Faktencheck-Organisationen.

Paulina Thom hat Kulturwissenschaft und Geschichte in Potsdam und Berlin studiert. Neben dem Studium hat sie als Lektorin gearbeitet und in der Redaktion Zeitgeschichte-online am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung hospitiert. Seit Mai 2022 ist sie Volontärin im Faktencheck-Team.

(zuletzt aktualisiert am 31. Mai 2022)

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CORRECTIV.Faktencheck ist eine eigenständige Redaktion des gemeinnützigen Recherchezentrums CORRECTIV. Wir setzen uns ein gegen Desinformation im Netz und klären Menschen auf, wie sie sich selbst vor Falschmeldungen schützen können.

Um Falschmeldungen weitgehend einzudämmen, arbeiten wir mit anerkannten Partnern zusammen. CORRECTIV.Faktencheck ist Teil eines internationalen Netzwerks von Faktenprüfern, dem IFCN des US-amerikanischen Poynter Instituts. Der Allianz gehören über 90 Organisationen an, darunter die Washington Post, Reuters, Le Monde und die Deutsche Presseagentur (dpa).

Wir überprüfen Gerüchte und potenzielle Falschinformationen, die sich im Internet, auf Blogs, in Videos oder in anderer Form in Sozialen Netzwerken verbreiten. Wir suchen selbst aktiv nach solchen Beiträgen, berücksichtigen aber auch Zuschriften von Lesenden. Geeignet für einen Faktencheck sind nur Tatsachenbehauptungen, keine Meinungen oder Zukunftsprognosen. Wir überprüfen vor allem Beiträge, die sich bereits viral verbreiten, also schon potenziell viele Menschen erreicht haben und großen Schaden anrichten können.

Für unsere Faktenchecks machen wir uns auf die Suche nach Belegen für oder gegen eine Behauptung. Wir verwenden dabei soweit möglich nur Primärquellen: Dokumente, Statistiken, Studien, Angaben von Augenzeugen, Betroffenen und Behörden sowie Einordnungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Den Rechercheweg dokumentieren wir in unseren Artikeln und legen unsere Quellen offen. Am Ende stufen wir die Behauptung, die wir überprüft haben, auf einer Skala von „Richtig“ über „Teilweise falsch“ bis „Frei erfunden“ ein. (Mehr zu der Bewertungsskala hier.)

Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik Wie wir arbeiten.

Facebook geht seit 2016 Kooperationen mit unabhängigen Faktencheck-Organisationen ein. Neben uns sind in Deutschland auch die Agenturen DPA und AFP Teil dieses Programms. Das bedeutet: Unsere Faktenchecks werden auf Facebook direkt mit den Beiträgen verknüpft, die die falsche Information enthalten. Menschen, die diese Beiträge teilen möchten, bekommen einen Warnhinweis, der sie auf unseren Faktencheck verweist. Die Facebook-Beiträge werden nicht aufgrund unserer Faktenchecks gelöscht, sondern bleiben weiterhin sichtbar. Dafür, dass Facebook unsere Recherchen auf diese Art verwenden darf, werden wir von dem Unternehmen vergütet. (Mehr über die Kooperation lesen Sie hier).

CORRECTIV.Faktencheck arbeitet nach den Prinzipien des International Fact-Checking-Network (IFCN). Das ist ein Verband, der Faktencheck-Organisationen weltweit zertifiziert. Die Standards beinhalten:

  • Verpflichtung zur Überparteilichkeit und Fairness
  • Verpflichtung zur Offenlegung unserer Quellen
  • Verpflichtung zur Offenlegung unserer Unterstützer und unserer Organisation
  • Verpflichtung zur Transparenz der Arbeitsweise
  • Verpflichtung zur offenen und ehrlichen Korrektur

Unsere Standards im Detail

CORRECTIV.Faktencheck ist darüber hinaus an das Redaktionsstatut von CORRECTIV gebunden.

Gegen eine Flut irreführender Behauptungen und gezielter Desinformation hilft nur Aufklärung. Faktenchecks und Hintergrundberichte helfen den Dialog zu ermöglichen. Das ist nicht immer leicht – Hassnachrichten, Beleidigungen und Drohungen gehören zum Alltag unseres Faktencheck-Teams. Aber die Arbeit wirkt: Falschmeldungen werden deutlich weniger geteilt. Leisten Sie einen Beitrag und unterstützen Sie CORRECTIV mit einer Spende.

Helfen Sie mit, Falschmeldungen einzudämmen.  Das geht online über unseren CrowdNewsroom oder über unseren Whatsapp-Chatbot. Bitte schicken Sie uns dabei wenn möglich einen Link zu dem Originalinhalt, zum Beispiel einem Video auf Youtube, einem Artikel auf einer Webseite oder einem Facebook-Beitrag. Wir gehen eingereichten Zuschriften und Hinweisen nach.