In eigener Sache

Neue Doku: Einblicke in die investigativen Recherchen von CORRECTIV

Es ist der erste Dokumentarfilm, der unsere investigativen Journalistinnen und Journalisten bei ihrer Arbeit begleitet. Die Regisseurinnen Susanne Binninger und Britt Beyer haben für Arte unser vielfach ausgezeichnetes Investigativ-Team über Monate begleitet.

Chefredaktion

Der Dokumentarfilm „Auf der Spur des Geldes“ zeigt, wie Reporterinnen und Reporter in langwierigen Recherchen illegalen Machenschaften, verborgenen Netzwerken und dem Einfluss von anonymen Geldgebern nachspüren. Der Film, der am 09. November um 23:25 Uhr bei Arte ausgestrahlt wird, zeichnet die Wege von zwei unserer Recherchen nach, die in letzter Zeit für Aufmerksamkeit sorgten: Die internationalen Enthüllungen rund um den Cum-Ex-Steuerraub und der AfD-Spendenskandal, der ein immer größeres Ausmaß annimmt. 

Wenn Behörden versagen oder untätig sind, bleibt unsere Redaktion weiter dran. Dafür nutzen wir moderne Recherchetechniken, wie die journalistische Datenanalyse oder die Crowd-Recherche im Netz, bei denen wir Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe bitten. Bei allen Recherchen stehen kollaboratives Arbeiten mit internationalen und nationalen Medienpartnern und die Stärke des Teams im Fokus. 

Investigativ, vernetzt, bürgernah – anhand zweier Recherchen zeigt der Dokumentarfilm, was die Arbeit von CORRECTIV ausmacht

Die Veröffentlichung der CumEx Files trug 2018 maßgeblich zur Enthüllung des größten Steuerraubs in der europäischen Geschichte bei. Jetzt wirft „Auf der Spur des Geldes“ einen Blick hinter die Kulissen der Recherchen zu den CumEx Files 2.0. Gemeinsam mit 30 Journalistinnen und Journalisten aus fünf Kontinenten konnten wir das weltweite Ausmaß des Schadens von 150 Milliarden Euro zeigen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer begleiten das Recherche-Team unter anderem nach Dubai, wo wir mit einem der wichtigsten Player des globalen Finanzbetrugs sprechen. 

Es braucht tiefe Recherchen, um Klimawandel, Corona und unsere Spaltung anzugehen. Wo andere Medien an der Oberfläche berichten, gehen wir einen Schritt weiter. Gehen Sie mit.

Der Film zeigt eindrücklich, wie investigativer Journalismus funktioniert und wie wichtig er für unsere Gesellschaft ist. Wir gehen dafür über Jahre einer Sache auf den Grund und beziehen Bürgerinnen und Bürger in ihre Recherchen ein. So auch im Fall der AfD-Spendenaffäre. Mit den Veröffentlichungen von CORRECTIV hat sie eine neue Dimension erreicht, erste Strafzahlungen aufgrund von Enthüllungen durch CORRECTIV und ZDF Frontal wurden bereits verhängt. Doch anonyme Geldgeber haben die AfD mit weit größeren Summen in Millionenhöhe für eigene Wahlkampagnen stark gemacht. Ein zweites Rechercheteam folgt den Hinweisen zu den mutmaßlich illegalen Spenden. Mit Geduld tasten sich die Reporterinnen und Reporter über Jahre an ihre Quellen ran und nutzen auch die offene Recherche, mit der schließlich ein wichtiger Durchbruch gelingt. 

Das Filmteam hat unsere Redaktion seit Ende 2020 begleitet. Wir laden Zuschauerinnen und Zuschauer ein, unsere Arbeit besser kennenzulernen. Bei CORRECTIV recherchieren wir über lange Zeiträume, tiefgründig und bürgernah. Es freut uns sehr, dass wir nun bei zwei typischen Recherchen über ein Jahr begleitet wurden. 

Der von CORSO Film produzierte Dokumentarfilm „Auf der Spur des Geldes“ läuft am Dienstag, den 9. November 2021 um 23:25 Uhr auf Arte. Der Film ist zudem für 90 Tage in der Arte-Mediathek abrufbar.

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Erste Reaktionen:

„Ich hab den Film gesehen und war überrascht, wie offen Sie dann waren.“ Radioeins „Das Medienmagazin“ Interview mit CORRECTIV-Chefredakteur Justus von Daniels & Regisseurin Susanne Binninger

„Auf der Spur des Geldes fährt ein straffes Programm: Der Film klärt Missstände auf, macht journalistische Arbeit transparent, beschwört die Kraft investigativer Recherchen und ist Arbeitsnachweis eines umtriebigen Recherchekollektivs.“ – Journalistenfilme