Der Bundestagsabgeordnete Marco Wanderwitz (CDU), der derzeit im Bundestag für ein AfD-Verbotsverfahren wirbt, sagte als Reaktion auf die CORRECTIV-Recherche zu einem Geheimtreffen, es sei „hohe Zeit für ein Verbotsverfahren“. „Die AfD und ihre Spießgesellen, darunter verbuche ich ausdrücklich auch die Unternehmer, die sie unterstützen, verfolgen leider konsequent ihre verfassungsfeindlichen Ziele“, sagt Wanderwitz, der ehemalige Ostbeauftragte der Bundesregierung.

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Wer deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger aus dem Land treiben wolle, sei ein Verfassungsfeind, so Wanderwitz. „Wer Menschen kategorisiert und ein rassisch-völkisches Grundkonzept verfolgt, ist hart rechtsradikal und greift die freiheitlich demokratische Grundordnung unseres Grundgesetzes in ihren Kernfesten an.“
Eine ausführliche CORRECTIV-Recherche zeigt, wie AfD-Politiker, Neonazis und Unternehmer im November 2023 zu einem Vernetzungstreffen zusammenkamen und gemeinsam über einen „Masterplan“ berieten. Dieser beinhaltet laut dem Neonazi Martin Sellner, der den Plan vorstellte, wie sich auch deutsche Staatsbürger mit Zuwanderungsgeschichte aus Deutschland vertreiben lassen könnten.
CORRECTIV berichtet live über weitere Reaktionen und Entwicklungen seit Veröffentlichung der Recherche.
Vielleicht kennen Sie das. Die AfD scheint schier unaufhaltsam. Genauso wie der Rechtsruck in ganz Europa. Dazu kommt: Die Situation zuletzt in Ceuta, Krieg im Iran, Frieden ist in der Ukraine noch lange nicht in Sicht und gerade erst haben wir einen Sommer mit einem Rekord an Hitzetoten in Deutschland hinter uns. Von den unfassbaren Waldbränden in Europa will ich gar nicht erst anfangen.
Manchmal möchte man da schon den Kopf in den Sand stecken. Noch eine Krise. Noch eine schlechte Nachricht. Noch eine Debatte, bei der man sich fragt: Wo soll das alles hinführen? Ich glaube, ich spreche für viele, wenn ich sage: An vielen Tagen hat man einfach keinen Bock mehr. Vielleicht kennen auch Sie das Gefühl. Damit sind Sie nicht allein!
Wir von CORRECTIV wollen uns diesem Gefühl nicht länger hingeben. Denn so kann es nicht weitergehen. Deshalb haben wir uns eine neue Aktion ausgedacht und wir glauben, es ist genau das, was wir jetzt brauchen: Gemeinsam mit Ihnen wollen wir 42.000 Mutmeter gehen.
Mutmeter bedeuten für uns: aktiv zu werden und gemeinsam etwas zu schaffen, auf das wir stolz sein können. Gemeinsam setzen wir ein demokratisches Ausrufezeichen in einer extremen Zeit. Wie bei einem Marathon geht es nicht darum, wer am schnellsten ist. Es geht darum, überhaupt loszugehen. Meter für Meter. Schritt für Schritt.
