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Wie Staatsanwälte mit Konzernen um Bußgelder feilschen

Wirtschaftsskandale gibt es in Deutschland reichlich. Doch ihre Aufarbeitung durch die Justiz ist eingeschränkt, weil sie gegen Unternehmen nur Bußgelder verhängen kann. CORRECTIV liegen Unterlagen und geheime Tonbänder zu einem der größten deutschen Schmiergeldskandale vor, die zeigen, welche Blüten das treibt: Münchner Staatsanwälte ließen ein Unternehmen offenbar am Bußgeldentscheid mitwirken – auch um damit den Ruf des Konzerns zu schützen.

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Justiz in Niedersachsen

Rheinmetall wollte Kriegsschiff in Embargoland Eritrea aufrüsten

Der Rüstungskonzern Rheinmetall tätigte nach Recherchen von CORRECTIV und Stern fragwürdige Millionenzahlungen nach Abu Dhabi und plante, sich über ein Waffenembargo hinwegzusetzen. Die niedersächsische Justiz zeigt wenig Interesse an diesen Vorgängen. Sie ermittelt stattdessen gegen einen Lobbyisten, mit dem sich der Konzern überworfen hat.

Korruption

Dubiose U-Boot-Deals mit Tradition

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu steht unter Druck. Ermittler prüfen, ob sein Umfeld in mögliche Schmiergeldzahlungen beim Kauf deutscher U-Boote verwickelt war. Der Einsatz fragwürdiger Zahlungen in diesem Geschäft ist kein Einzelfall. Es gibt viele vergleichbare Bespiele in der Geschichte. Teil 3 unserer Serie über die deutsche Schmierindustrie.

Korruption

Die Ferrostaal-Tonbänder

Im Jahr 2009 kauft ein Staatsfond aus Abu Dhabi die deutsche Firma Ferrostaal. Kurz darauf wird der Schmiergeldskandal des Konzerns bekannt. Die neuen Eigentümer drängen auf Aufklärung, besprechen sich in endlosen Aufsichtsratssitzungen. Die Mitschnitte liegen CORRECTIV exklusiv vor. Sie zeigen, wie schwer sich die neuen Besitzer im Geflecht der Briefkastenfirmen zurecht fanden. Und was sie zunächst von der Arbeit der Justiz dachten. Zweiter Teil unserer Serie über „Die deutsche Schmierindustrie“.

System Putin

Beamte auf Raubzug

Die unheilvolle Allianz zwischen Geheimdienst und Generalstaatsanwaltschaft hat dazu geführt, dass Hunderttausende Unternehmer im Gefängnis sitzen. Auch deshalb ist Russlands Wirtschaft ruiniert.

System Putin

Sofas und Autobomben gegen Ermittler

Auch bei dem Korruptionsskandal um das Möbelhaus arbeiten Geheimdienst und Generalstaatsanwaltschaft Hand in Hand. Der Fall geht bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

System Putin

Putins frühe Jahre

Schon in seiner Zeit in Dresden, als einfacher KGB-Referatsleiter, zeigt Wladimir Putin jene Rücksichtslosigkeit und Härte, die ihn später in das Amt des russischen Präsidenten katapultieren. CORRECT!V hat in einer aufwändigen Recherche jene frühen Jahre rekonstruiert. Putin plant damals, einen Wissenschaftler mit pornografischem Material zu erpressen, er führt einen berüchtigten Neonazi unter seinen Informanten – und verzeiht jenen Kollegen alles, die ihm bedingungslos ergeben sind.

System Putin

Unter Spionen

Einer der Hauptverdächtigen im HP-Korruptionsskandal ist der Deutsche Hilmar L., der Ende 2009 in Untersuchungshaft kommt - und beharrlich schweigt.

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System Putin

Korruption in Russland

Der russische Oppositionelle Alexej Navalny hat einen Film über den Generalstaatsanwalt Juri Tschajka veröffentlicht. Nun bekommt Navalny die Macht der korrupten russischen Justiz zu spüren. Mit offenkundig gefälschten Dokumenten wird ihm vorgeworfen, ein CIA-Spion zu sein. Wir haben Navalnys Film ins Deutsche übersetzt, damit auch die Menschen hierzulande erkennen können, wie tief der Rechtsstaat unter Putin gesunken ist.