Verschmutztes Wasser: Kohlekonzern zahlt Schweigegeld
Der Kohleabbau gefährdet das Wasser Berlins und Brandenburgs. Laut Recherchen von CORRECTIV erkauft sich die Leag das Schweigen der Region.
Der Kohleabbau gefährdet das Wasser Berlins und Brandenburgs. Laut Recherchen von CORRECTIV erkauft sich die Leag das Schweigen der Region.
Wassermangel in Deutschland: Kreise und Städte sind bisher kaum vorbereitet. Doch die Großindustrie muss sich wenig sorgen: Sie hat sich ihre Wassermengen für Jahrzehnte vertraglich geschützt. Nach langem Mauern von zwei Bundesländern zeigen wir nun, welche Unternehmen am meisten Wasser nutzen.
Am Mittwoch will das Bundeskabinett über eine Strategie beraten, die Deutschland auf erwartbare Dürren vorbereiten soll. Auf Konzerne und Landwirtschaft könnten dabei die größten Veränderungen zukommen. CORRECTIV liegt der Entwurf vorab vor.
Nachdem CORRECTIV Anfang Februar vor Gericht geklagt hatte, veröffentlicht das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt nun die Namen der zehn größten industriellen Wassernutzer im Bundesland. Damit wendet die Behörde ein Urteil ab.
Im Sommer wurde in vielen Regionen Wasser rationiert. Aber kaum in der Landwirtschaft. Sie brauche nur sehr wenig, heißt es. Doch CORRECTIV-Recherchen zeigen, dass die bisherigen Zahlen dazu nicht verlässlich sind.
In einer interaktiven Karte liefert CORRECTIV erstmals einen Überblick, wie sich das Grundwasser Deutschlands seit 1990 entwickelt hat. Viele Regionen verzeichnen einen dramatischen Verlust.
Wo sich das Grundwasser besonders stark verändert: Lokal- und Regionalmedien haben den Grundwasser-Atlas von CORRECTIV aufgenommen und recherchiert, wie sich die Lage des Grundwassers vor Ort auswirkt. Mit einer interaktiven Karte macht CORRECTIV erstmals sichtbar, wie sich Deutschlands Grundwasser in über drei Jahrzehnten entwickelt hat.
Wegen der Klimakrise wird auch in Deutschland das Wasser knapp. Während sich Konflikte zuspitzen, bleibt die Politik untätig. Die Folgen für die Menschen sind schon spürbar.
Die Klimakrise lässt Wasser knapp werden. Trotzdem muss die Industrie bislang nicht sparen. CORRECTIV veröffentlicht erstmals in einer Übersicht die größten Wassernutzer in Deutschland.
Eine Behörde des Landes Sachsen-Anhalt will auf eine Auskunftsanfrage nicht mitteilen, welche Unternehmen im Land am meisten Wasser verbrauchen. Andere Bundesländer hatten umstandslos geantwortet. CORRECTIV zieht nun vor Gericht.
Deutschland geht das Wasser aus. Bundesregierung und Länder ziehen jedoch kaum Konsequenzen, wie eine gemeinsame Recherche von CORRECTIV und dem SWR zeigt. Davon profitiert vor allem die Industrie.
Die deutsche Großindustrie verbraucht Billionen Liter Wasser jährlich – vielfach mehr als die privaten Haushalte. Trotzdem werden laut CORRECTIV-Recherchen künftig vor allem Bürgerinnen und Bürger sparen müssen: Jahrzehntelange Verträge sichern den Konsum von Industrie und Großverbrauchern.