Rheinmetall duckt sich weg
Der türkische Präsident Erdoğan lässt einem befreundeten Unternehmer einen Auftrag zum Bau von 250 Panzer zukommen. Von dem Milliardengeschäft kann jetzt auch der deutsche Rüstungskonzern Rheinmtall profitieren.
Der türkische Präsident Erdoğan lässt einem befreundeten Unternehmer einen Auftrag zum Bau von 250 Panzer zukommen. Von dem Milliardengeschäft kann jetzt auch der deutsche Rüstungskonzern Rheinmtall profitieren.
Die Schweizer Justiz schlägt mit scharfem Schwert zurück: Nachdem ein deutsches Gericht die Schweizer Bank Sarasin wegen Steuerbetrugs in Millionenhöhe verurteilt hatte, verfolgt die Staatsanwaltschaft Zürich nun zwei deutsche Whistleblower und einen Rechtsanwalt aus Stuttgart wegen einer „politischen Straftat“.
Die Diakonie schließt den Wohlfahrtskonzern Bethel aus. Anlass ist eine Recherche von CORRECTIV. Welche Folgen die Entscheidung für die 13 Krankenhaus- und Pflegeeinrichtungen des Konzerns hat, ist noch unklar.
Schleswig-Holsteins Wirtschaft ist für die Fischereiflotte, Tourismus und Windräder bekannt. Doch von vielen unbemerkt ist das Bundesland eine Hochburg der Rüstungsindustrie: mit 29 Unternehmen ist sie einer der wichtigsten Wirtschaftszweige im Land. Die Journalistin Imke Schröder von den Kieler Nachrichten war bei uns zu Gast und gibt einen Überblick.
Ein arabischer Geschäftsmann mit Luxusimmobilien in Berlin sollte deutschen Rüstungsfirmen bei der Beschaffung von Aufträgen helfen. Zugleich unterhielt er enge Beziehungen zu mehreren SPD-Größen. Eine gemeinsame Recherche mit dem „stern“.
Der Diakonische Landesverband DWBO wollte den Wohlfahrtskonzern Diakoniewerk Bethel nach Verfehlungen im Unternehmen ausschließen. Jetzt hat der Verband die Entscheidung überraschend aufgeschoben: der Konzern hat einen nebulösen Prüfbericht in Aussicht gestellt.
Einer der größten Arbeitgeber in Potsdam ist der Verein Oberlinhaus. Wie so viele im Wohlfahrtssektor schweigt das Sozialunternehmen eisern zu seinen Finanzen. Auch die Mitarbeiter erfahren nur äußerst wenig. Bei der aktuellen Umstrukturierung geht der Vorstand wenig zimperlich vor.
Nach CORRECTIV-Recherchen sitzen mehrere Behördenmitarbeiter im Beirat eines Lobby-Vereins, der sich für den umstrittenen Abbau von Rohstoffen in der Tiefsee einsetzt. Das Umweltbundesamt vergab einen Auftrag an die private Firma des Geschäftsführers des Lobby-Vereins. Umweltschützer und Lobbycontrol kritisieren das.
Der Manager Karl Behle brachte das Diakoniewerk Bethel unter seine Kontrolle, weil niemand hinsah. Auch nicht der Aufsichtsrat des Gesundheitskonzerns: das Unternehmen lud sie einmal im Jahr zu luxuriösen Städtereisen ein. Zugleich arbeiten in einem Krankenhaus Mitarbeiter eine Stunde pro Woche umsonst. Im Konzern herrscht jetzt Unruhe.
München ist die teuerste Stadt Deutschlands. Aber nicht für alle: Spitzenverdiener der evangelisch-lutherischen Kirche Bayerns mieten Kirchenwohnungen für einen Spottpreis. Die entgangenen Einnahmen fehlen für soziale Dienste.
In der Türkei soll auch dank deutscher Beteiligung eine Panzerfabrik entstehen. Der Rüstungskonzern Rheinmetall tut so, als habe er nichts damit zu tun. Die Universität RWTH Aachen arbeitete an einer Machbarkeitsstudie für die Fabrik mit. Eine gemeinsame Recherche mit Özgürüz und dem Magazin „stern“.
Überzogene Chefgehälter, absolute Machtbefugnisse: Das skandalumwitterte Diakoniewerk Bethel sollte bis 31. Juli Forderungen der Dachorganisation DWBO akzeptieren. Diese Frist ließ Bethel verstreichen. Jetzt will der Diakonische Rat beraten, ob Bethel ausgeschlossen wird.