Säumige Helfer
Im September 2015 hat Außenminister Steinmeier in New York 1,8 Milliarden Dollar für Flüchtlingslager im Nahen Osten versprochen. Bis heute weiß niemand, wie viel davon tatsächlich gezahlt wurde. Der Fall ist typisch
Im September 2015 hat Außenminister Steinmeier in New York 1,8 Milliarden Dollar für Flüchtlingslager im Nahen Osten versprochen. Bis heute weiß niemand, wie viel davon tatsächlich gezahlt wurde. Der Fall ist typisch
Jeden Tag stehen Amadou und Oury in der Dortmunder Nordstadt. Sie kommen aus Guinea, haben kaum eine Chance auf Asyl und dürfen nicht arbeiten. Gefangen im Niemandsland der deutschen Flüchtlingsbürokratie landen sie im Drogengeschäft
VICE und CORRECTIV haben sich mehrere Wochen unter afrikanische Kleindealer in Dortmund gemischt. Wir wollten wissen, woher diese jungen Männer kommen, warum sie Drogen verkaufen und warum die Polizei meist nur zusieht. Es ist kein Film, der die Beteiligten nach gut und böse sortiert, sondern versucht, zu verstehen, warum sie so handeln. Denn auch die deutschen Gesetze sind mit Schuld, dass die jungen Afrikaner in die Illegalität gedrängt werden.
Schrottreife Kähne, überfüllt mit Flüchtlingen – jetzt haben Ermittler in Deutschland und der Türkei zu einem Schlag gegen die Schleuser ausgeholt. Correctiv.org recherchiert ausführlich zu diesem Thema. Und ist bereits auf ein kriminelles Netzwerk gestoßen, das Drogen, Waffen, Flüchtlinge transportiert
Wer keine gültigen Papiere hat, kann nicht so einfach Geld verdienen. Einige leihen sich eine Identität – und müssen den Lohn dann teilen
Seit über einem Jahr recherchiere ich, wie Menschen ohne Papiere in Deutschland leben. Ich habe mich oft gefragt: Was könnte der Staat besser machen? Vor allem eines: Hat jemand einen Job, sollte ihm der Staat eine Chance geben – und eine Aufenthaltsgenehmigung.
Die CORRECTIV-Autorinnen Julia Friedrichs und Bettina Malter haben ein halbes Jahr lang recherchiert, wo die Milliarden versickern, die die Kommunen für die Unterbringung der Flüchtlinge bekommen. Die Spannen sind enorm. Doch die meisten Kommunen verweigern die Auskunft. Gemeinsam mit dem ZDFzoom haben wir darüber diesen Film produziert.
Ahnungslose Städte und Landkreise sind ideale Geschäftspartner für die Betreiber von Flüchtlingsunterkünften. Manche Kommunen zahlen dreimal so viel für die Unterbringung wie andere – und viele Städte wissen gar nicht, wie hoch ihre Kosten sind. Was läuft falsch?
Die Stadt Düsseldorf zahlte 1500 Euro pro Monat, um Flüchtlinge in Turnhallen unterzubringen. Die Stadt Berlin 5200 Euro pro Monat für eine Dreizimmerwohnung. Welche Kommunen waren ähnlich unorganisiert? Welche machten es besser?
Berlin zahlt viel Geld, um Asylbewerbern Wohnungen zu vermitteln. Der Vertrag wurde ohne Ausschreibung vergeben, viel zu hohe Preise akzeptiert – das kritisiert der Landesrechnungshof Berlin-Brandenburg in einem internen Papier. Wir veröffentlichen das Dokument.
Das Militärregime im Sudan steht derzeit hoch im Kurs der internationalen Geber. Deren Ziel ist es, Europa vor Flüchtlingen aus Afrika abzuschotten. Zugleich lässt die Regierung des Sudan Bomben auf die Zivilbevölkerung abwerfen und zwingt damit Tausende in die Flucht. Die Organisation „Nuba Reports“ dokumentiert die Kämpfe in den Nuba-Bergen und hat diesen Bericht für CORRECTIV geschrieben.
Früher posierten die Gewalttäter des Assad-Regimes mit ihren Kalaschnikows auf Facebook. Heute lichten sie ihre Flüchtlingspässe ab und zeigen der Welt, wie sie durch deutsche Städte flanieren. Syrische Aktivisten enttarnen sie.