Spendengerichte

40.000 Euro Spenden an fragwürdige Vereine

Richter und Staatsanwälte haben drei Vereinen Geld überwiesen, vor denen öffentlich gewarnt wird. Das Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) rät davon ab, diesen Vereinen Geld zu spenden oder hält sie für „nicht förderungswürdig“. Die Justiz hat das offenbar nicht interessiert. Insgesamt flossen mehr als 40.000 Euro in diese Vereine, wie aus unserer Datenbank hervorgeht.

Spendengerichte

Richter bezahlen Chefs

Der Verein "Humana People to People Deutschland" ist seit langem umstritten. Gründer Amdi Petersen wurde wegen Subventionsbetrug angeklagt. Dennoch erhielt der Verein Geld von Gerichten aus eingestellten Verfahren. Genauso bekam die "Treberhilfe Berlin" Geld. Just in dem Jahr, als deren Chef wegen seines ausschweifendem Lebensstil in die Kritik geriet. Es gibt weitere Beispiele für mangelhafte Kontrolle bei der Mittelvergabe.

Flucht & Migration

Wir danken Euch

Seit Dezember haben wir bei CORRECT!V eine Crowdfunding-Plattform. Die Recherche über die Unsichtbaren ist die erste Veröffentlichung, die Ihr dort finanziert habt. Dafür danken wir Euch herzlich. Jetzt beginnen wir mit dem zweiten Teil unserer Recherche: Wir wollen die Unsichtbaren nicht als Einzelschicksale begreifen, sondern ihre Probleme über möglichst viele Kontakte verstehen.

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Auskunftsrechte

Fünf Millionen Euro für die Champions League

Weit mehr als fünf Millionen Euro bezahlen die Berliner Steuerzahler, damit das Finale der Champions League in diesem Jahr in die Hauptstadt kommt. Berlin muss damit deutlich mehr bezahlen als München für das Finale vor drei Jahren. Die UEFA hat massive Forderungen an die Gastgeber. Allein die Celebration Party, ein Buffet für Promis und Funktionäre aus aller Welt, kostet den Steuerzahler mehr als 150.000 Euro.

Artikel

Die EU und das Massaker von Andischan

Auch zehn Jahre nach dem Massaker mit hunderten Toten im usbekischen Andischan verzichtet die Europäische Union auf eine weitere Aufklärung des Verbrechens. Zunächst hatte sie noch Sanktionen verhängt, um Usbekistan zu zwingen, die Verantwortlichen zu benennen. Das gemeinnützige Recherchebüro CORRECT!V zeichnet nun den Weg nach, wie die Diplomaten der EU bereits ein Jahr nach dem Massaker unbemerkt von der Öffentlichkeit den Weg bereiteten, die Sanktionen gegen Usbekistan auszuhebeln.

Stories

10 Jahre Massaker von Andischan

Auch zehn Jahre nach dem Massaker im usbekischen Andischan verzichtet die Europäische Union auf eine weitere Aufklärung des Verbrechens. Zunächst hatte sie noch Sanktionen verhängt, um Usbekistan zu zwingen, die Verantwortlichen zu benennen. Mehrere hundert Menschen waren von usbekischen Sicherheitskräften in der Provinzstadt getötet worden. Doch nach Informationen des gemeinnützigen Recherchebüros CORRECT!V hatten Diplomaten der EU bereits ein Jahr nach dem Massaker unbemerkt von der Öffentlichkeit den Weg bereitet, die Sanktionen gegen Usbekistan auszuhebeln.

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Stories

Teurer Kampf, billige Drogen

Kommende Woche diskutiert ganz Deutschland über Drogen. Am Donnerstag veröffentlicht die Bundesregierung ihren jährlichen Drogenbericht. Wieder ist der Konsum illegaler Drogen gestiegen. Wieder soll hartes Durchgreifen das Problem lösen. Dabei hat die deutsche Drogenpolitik in den vergangenen Jahren wenig geholfen. Und: Sie ist derzeit nicht überprüfbar. Nach Recherchen von CORRECT!V weiß niemand, wie viel Geld in welche Bereiche der Drogenpolitik fließt – und was die Maßnahmen nützen.