Der Doktor und sein Sponsor
Die Pharmaindustrie rühmt sich dafür, dass sie ihre Zahlungen an Ärzte und Spitäler veröffentlicht. Aber: Bei fast der Hälfte dieser Gelder bleibt intransparent, wer sie bekommt.
Die Pharmaindustrie rühmt sich dafür, dass sie ihre Zahlungen an Ärzte und Spitäler veröffentlicht. Aber: Bei fast der Hälfte dieser Gelder bleibt intransparent, wer sie bekommt.
Wie leben Menschen hinter Gittern? Wir haben acht Männer nach ihrem Alltag im Knast befragt. Wir begleiten sie bei der Aufnahme und spüren ihre Einsamkeit und ihr Ausgeliefertsein. Sie berichten von den Hierarchien unter Gefangenen, von Gangs, Gewalt, Drogen und der medizinische Versorgung. Täglich veröffentlichen wir eine neue Geschichte. In der ersten Folge: Ankommen im Strafvollzug. Das Beispiel Karl.
Alles in Haft ist klar geregelt. Nicht nur vom Staat, nicht nur von den Wärtern. Auch unter den Gefangenen. Es herrscht eine strenge Hierarchie und die perfekte Kontrolle. Es gibt die kleinen Diebe und die großen Verbrecher, und die einen haben das Sagen und die andern müssen sich fügen. Emil, der Russe, kennt sich aus im Gefüge. Er hat sechs Jahre gesessen.
Im Gefängnis sitzen die Häftlinge - aber auch Freunde und Familie sind miteingesperrt. Weil die Anstalten misstrauisch sind und Insassen ebenso wie ihre Angehörigen bis ins Intimste kontrolliert werden. Moritz hat Glück. Seine Eltern halten trotz allem zu ihm.
Auch in NRW verführt das Ehegattensplitting Frauen in Minijobs und macht sie finanziell abhängig von ihren Ehemännern. Zum Beispiel Susanne Rülfing aus Recklinghausen. Aber sie sagt, es sei gut so, sie sagt: „Ich kenne niemanden, der unglücklich mit seinem Minijob ist“
Minijobs sind ein Geschenk für Arbeitgeber: Sie führen dazu, dass sie stets auf ein flexibles Heer von Arbeitnehmern zurückgreifen können. Kein Wunder, dass Branchenvertreter dafür kämpfen, dass Minijobs weiterhin existieren. Wie zeigen die Branchen, in denen die meisten Minijobber arbeiten.
Mehr als 7,5 Millionen Menschen in Deutschland sind Mini-Jobber. CORRECTIV zeigt in einer interaktiven Karte, in welchen Regionen diese Jobs besonders verbreitet sind und wer diese Jobs ausübt. Auffallend viele Frauen in westdeutschen Kleinstädten sind darunter. Für die Betroffenen ist das oft ein Problem.
Überzogene Chefgehälter, absolute Machtbefugnisse: Das skandalumwitterte Diakoniewerk Bethel sollte bis 31. Juli Forderungen der Dachorganisation DWBO akzeptieren. Diese Frist ließ Bethel verstreichen. Jetzt will der Diakonische Rat beraten, ob Bethel ausgeschlossen wird.
Ein Dinner mit dem Präsidenten, dubiose Partner als Türöffner: Interne Unterlagen zeigen, wie der Rüstungskonzern Rheinmetall den Bau von Panzern in der Türkei einfädelte.
Italien will die Arbeit privater Helfer auf dem Mittelmeer strenger regulieren. Am Mittwoch haben die Behörden ein Schiff der deutschen Organisation „Jugend Rettet“ beschlagnahmt. Die Regierung in Rom will, dass die Seenotretter einen Verhaltenskodex unterschreiben. Doch die Helfer weigern sich. Der Kodex kriminalisiere ihre Arbeit, sagen mehrere von ihnen.
Marcus Pretzell, AfD-Vorsitzender in NRW, sitzt in zwei Parlamenten gleichzeitig, in Düsseldorf und in Brüssel. Gern verkauft er sich als Held der Arbeit: Er mache zwei Vollzeitjobs gleichzeitig, zum Lohn von einem. So stellte er es kürzlich auf einer Pressekonferenz dar. Doch so einfach ist das nicht.
Ein Rheinmetall-Joint-Venture in der Türkei soll Panzer entwickeln. Angeblich ist es nicht aktiv. Am Firmensitz wurde ein Fotoverbot verhängt.