Korruption

Die Ferrostaal-Tonbänder

Im Jahr 2009 kauft ein Staatsfond aus Abu Dhabi die deutsche Firma Ferrostaal. Kurz darauf wird der Schmiergeldskandal des Konzerns bekannt. Die neuen Eigentümer drängen auf Aufklärung, besprechen sich in endlosen Aufsichtsratssitzungen. Die Mitschnitte liegen CORRECTIV exklusiv vor. Sie zeigen, wie schwer sich die neuen Besitzer im Geflecht der Briefkastenfirmen zurecht fanden. Und was sie zunächst von der Arbeit der Justiz dachten. Zweiter Teil unserer Serie über „Die deutsche Schmierindustrie“.

Integration & Gesellschaft

Zweifel an Infektionsschutz in NRW

Bricht in NRW eine hochansteckende Krankheit aus, ist das Land laut Gesundheitsexperten nicht ausreichend vorbereitet. Um schnell und effektiv auf eine Pandemie reagieren zu können, fehlen die Strukturen. Dem NRW-Gesundheitsministerium liegt seit zwei Jahren ein Arbeitspapier zum Infektionsschutz vor. Getan hat sich nichts. Das belegen interne Dokumente.

Agrarindustrie

Gülle macht das Trinkwasser teurer

Eine Studie des Umweltbundesamtes belegt: Die hohe Nitratbelastung könnte die Kosten für Trinkwasser in den nächsten Jahren bis zu 45 Prozent erhöhen. Hauptverursacher ist die industrielle Tierhaltung. Durch sie bringen Landwirte massenhaft Gülle auf den Feldern aus - die Verbraucher zahlen die Zeche.

Artikel

66.000 Euro teures Brustkrebs-Medikament von Pfizer hat keinen Zusatznutzen

Seit November 2016 ist das Brustkrebsmedikament Ibrance in Deutschland erhältlich. 21 Tabletten kosten 5425,89 Euro. Aber: Wissenschaftler bezweifeln, dass es einen Vorteil für die Patientinnen hat. Möglicherweise verursacht es sogar mehr Schmerzen, Übelkeit und Durchfall als ältere Präparate. Für den Pharmakonzern Pfizer bahnt sich ein Debakel an: Wenn Deutschland das Präparat so schlecht bewertet, hat das Einfluss auf andere Länder. Dabei ist Ibrance enorm wichtig – für Pfizer.

Integration & Gesellschaft

Die Nullnummer: AfD-Stimmen für Migrantenpartei

Sind bei der NRW-Landtagswahl in einigen Stimmbezirken Zweitstimmen für die AfD nicht korrekt gezählt worden? CORRECTIV.RUHR hat Online-Meldungen der Stimmbezirke von knapp 75 Prozent der Städte und Gemeinden ausgewertet: In über 20 Stimmbezirken liegt die AfD demnach um die null Prozent. In derzeit 15 erhielt die AfD den Daten zu Folge zwar Erststimmen, aber keine Zweitstimme. Es geht derzeit um knapp 1000 Stimmen. Insgesamt sind in NRW nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis rund 13 Millionen Menschen wahlberechtigt. Ihre Stimme gaben über 8,5 Millionen Menschen ab. Die AfD erhielt laut Landeswahlleiter 624.552 Zweitstimmen.

Wenn das Konto leer ist. Ein sanktionierter Hartz-IV-Empfänger kämpft noch stärker um jeden Euro als zuvor.
Ungerechte Arbeit

So unterschiedlich kürzen Jobcenter den Hartz IV-Empfängern das Existenzminimum

Ständig werden mehr als 130.000 Hartz IV-Empfänger von ihren Jobcentern bestraft und bekommen weniger Geld als das Existenzminimum. Eigentlich gibt es für solche Sanktionen feste Regeln. Doch nach einer gemeinsamen Recherche von CORRECTIV und „BuzzFeed News" kürzen manche Jobcenter rund zehnmal so häufig wie andere. Politiker kritisieren die Sanktionen gegen Hartz IV-Empfänger deshalb als „willkürlich“. Die Opposition fordert, Sanktionen für Hartz IV-Empfänger abzuschaffen.