Türkei

Der lange Marsch auf Istanbul

Derzeit marschieren tausende Menschen in der Türkei 400 Kilometer von Ankara nach Istanbul. Es ist eine der größten Demonstrationen der türkischen Geschichte. Am Wochenende wird der Demonstrationszug an der Stadtgrenze der türkischen Metropole erwartet – just zu dem Zeitpunkt, an dem Präsident Erdoğan auf dem G20-Gipfel in Hamburg auftritt. Eine Analyse.

Integration & Gesellschaft

Voller Laden, leere Wohnungen

In Nordrhein-Westfalen fehlen laut Deutschem Mieterbund eine Viertelmillion Wohnungen. Um den begehrten Wohnraum für Bürger zu schützen, haben einige Städte sogar spezielle Satzungen erlassen. Trotzdem stehen in vielen Innenstädten Wohnungen über Geschäften und großen Filialunternehmen leer. Unter Schwarz-Gelb wird sich das nicht bessern.

Artikel

Wie der Anti-Korruptions-Fonds von Siemens beste Bedingungen für Vetternwirtschaft schafft

Der Korruptionsskandal kostete Siemens Milliarden. Eine der Auflagen: Sich künftig zu beteiligen am weltweiten Kampf gegen die Bestechlichkeit. Unter anderem finanziert Siemens darum die IACA, eine Anti-Korruptions-Akademie in Österreich. Doch die will sich möglichst wenig in die Finanzen schauen lassen. Neben Siemens fühlen sich an der Akademie vor allem eine österreichische Seilschaft und die Vertreter korrupter Regime wohl. Eine gemeinsame Recherche von CORRECTIV und dem österreichischen Nachrichtenmagazin „News“.

Wirtschaft

Panzer für den Emir

Der Rüstungskonzern Rheinmetall verlagert seine Produktion ins Ausland. Der Panzerbauer will weniger abhängig von deutschen Exportgenehmigungen sein. Der aktuelle Konflikt zwischen den arabischen Golfstaaten zeigt jetzt erstmals die Risiken dieser Strategie: Rheinmetall ist mit einem Tochterunternehmen mitten in die Streitereien geraten. Eine gemeinsame Recherche mit dem „stern“.

Recherche

Die Bank, die keiner kennt

Eine der wichtigsten Banken für den afrikanischen Kontinent sitzt nicht in Afrika, sondern in Luxemburg: die Europäische Investment-Bank (EIB). Weitgehend ohne Kontrolle finanziert sie Infrastrukturprojekte – mit teilweise verheerenden ökologischen und sozialen Folgen. Bei einem Viertel der Projekte, die die EIB finanziert hat, wurde ein Teil der lokalen Bevölkerung umgesiedelt.