foto-2-1
Mafia

Staatspräsident Napolitano im Zeugenstand

Der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano muss morgen vor Gericht: Er ist Zeuge im wichtigsten italienischen Mafia-Prozess. Es geht um die "Trattativa stato-mafia", einem Geheimpakt, den der italienische Staat in den Neunzigern mit der Cosa Nostra geschlossen haben soll, und um die Frage, was Napolitano davon wusste. Doch neben den geplanten Befragungen durch die Staatsanwälte, darf nun auch die Mafia Fragen an Napolitano richten.

expo_2015_-_milan_-_castello_sforzesco
Mafia

‚Ndrangheta unterwandert Expo 2015

Während in Mailand die Expo 2015 vorbereitet wird, hat die italienische Polizei am Dienstag 13 Mafiosi der 'Ndrangheta festgenommen. Sie sollen sich zwei Ausschreibungen der Expo gesichert und damit 450 Millionen Euro verdient haben.

gomorra
Mafia

Gomorrah — Die beste TV-Serie über die Mafia

Der italienische Journalist Roberto Saviano hat einen Hit gelandet. Er hat die Camorra, die Mafia aus Neapel von innen heraus durchleuchtet. Er hat aus seiner Geschichte über die Verbrecherbanden ein Buch gemacht und aus dem Buch einen Film und aus dem Film eine TV-Serie: Gomorrah.

imgres-1
Mafia

Kampanien: Großeinsatz gegen den pizzo

Die italienische Polizei ist heute morgen mit einer großen Razzia gegen Schutzgelderpressungen in Kampanien vorgegangen. Seit 2006 erpresst die Camorra durchgehend die Baufirmen der Provinz Caserta. 34 Personen des Belforte-Clans konnten nun festgenommen werden.

bildschirmfoto-2014-11-07-um-213803-1
Mafia

Die reduzierte Emanzipation der Mafia

Lange galt die Mafia als rein männerdominierte Parallelgesellschaft. Doch im letzten Jahrzehnt tauchen auch immer mehr Frauen an den Spitzen der Clans auf. Mathilde Schwabeneder, Korrespondentin des ORF in Rom, hat sich ihrer Biografien angenommen. Ihr Buch "Die Stunde der Patinnen" ist diesen Monat erschienen. Ein Gespräch über Emanzipation in der Mafia, Kronzeuginnen und moralische Verantwortung.

images
Mafia

Sacra Corona Unita plante Drogengeschäft in Deutschland

Die italienischen Carabinieri haben diese Woche zu einem Schlag gegen die Sacra Corona Unita angesetzt. 26 Menschen, darunter Mafiosi des Clans Pellegrino sowie lokale Politiker, wurden in Squinzano wegen Mitgliedschaft in der Mafia, Erpressung und internationalem Drogenhandel verhaftet. Durch die Razzia wurden Pläne des Clans bekannt, ihr Drogengeschäft unter anderem nach Deutschland auszuweiten, teilte die Staatsanwaltschaft von Lecce mit.

Stories

Ein Sumpf vor Brasiliens Küste

Jahrelang überwies der niederländische Ölmulti SBM Offshore zur Geschäftsanbahnung in Brasilien Gelder an dubiose Firmen in Steuerparadiesen. Dass dabei sogar Geld an brasilianische Regierungsbeamte floss, will niemand gemerkt haben.

imgres-11
Mafia

Der Schatzmeister der Cosa Nostra redet

Er ist keinen Deal mit den italienischen Behörden eingegangen, auch sieht er sich nicht als "pentito", trotzdem füllen die Aussagen von Vito Roberto P., wie nun bekannt wurde, seit Wochen die Akten der Staatsanwaltschaft von Palermo. Durch ihn könnte viel Mafiageschichte aufgeklärt werden: Vito Roberto P. galt unter Oberboss Bernardo Provenzano als Schatzmeister der Cosa Nostra. 

bildschirmfoto-2014-11-19-um-190607
Mafia

Polizei filmt erstmals Aufnahmeritual der ‚Ndrangheta

Erstmals gelang es der italienischen Polizei die Aufnahme von Kollaborateuren in die 'Ndrangheta zu filmen. Das Video ist das Herzstück der Operation "Insubria", für die Polizisten der Spezialeinheit ROS unter der Leitung der Mailänder Staatsanwältin Ilda Boccassini drei Jahre ermittelten. 35 Mafiosi wurden nun in der Region Mailand, in Verona und in Caltanissetta auf Sizilien verhaftet, drei weitere unter Hausarrest gestellt.

Gefährliche Keime

Tödliche Keime

Jedes Jahr sterben in Deutschland tausende Menschen an Infektionen mit multiresistenten Erregern. Die Gründe: Zu viele Antibiotika, mangelnde Hygiene, politisches Zögern. Und die Zahlen steigen. Wissenschaftler warnen vor einem Tsunami, vor einer Katastrophe „größer als der Klimawandel“. Trotzdem schieben sich die Beteiligten die Verantwortung gegenseitig zu, kaum jemand geht voran und bekämpft die Keime mit voller Kraft. Wir zeigen, dass es schon jetzt viel mehr Fälle gibt, als offiziell verlautbart. Und gehen dieses Problem langfristig an, mit internationalen Recherchen. Dafür brauchen wir auch Eure Hilfe.