Pflege

Sklavinnen, die uns pflegen

Rund um die Uhr, unterbezahlt und unversichert. „Pflegesklavinnen“ nennen manche diese Menschen, oft aus Osteuropa, die teilweise weniger als 800 Euro im Monat verdienen – für einen Job, für den es eigentlich drei Pflegekräfte bräuchte. Die Frauen, selten Männer, arbeiten als 24-Stunden-Kräfte, auch „Live-Ins“ genannt, in Privathaushalten. Dort versorgen sie Menschen Tag und Nacht, gehen einkaufen, kochen, geben Tabletten und sind Gesprächspartner. Und weil sie keine Rechte haben, werden sie oft mit Füßen getreten.

Auskunftsrechte

Wie zwei Reporter sich nach zehn Monaten gegen das Landratsamt Pirna durchsetzten

Müssen Landratsämter über Demonstrationen Auskunft geben? Über Anmelder, Teilnehmerzahl, Motto, Ort, Zeit und Dauer? Ja, das müssen sie. Seit März 2015 berichten die Journalisten Alexej Hock und Johannes Filous über fremdenfeindliche Kundgebungen in Sachsen. Das Landratsamt Pirna wollte lange keine Auskünfte über Demos in Freital, Heidenau oder Pirna geben. Mit Hilfe eines Anwaltes und der Journalistengewerkschaft dju haben sich die beiden freien nun gegen die Behörde durchgesetzt.

Mafia

Der Drogenhändler der Mafia

Niemand weiß, wie viel Kokain Nicola Assisi schon nach Europa verschifft hat. Es dürften Tonnen sein. Assisi ist der wichtigste Drogeneinkäufer der italienischen Mafia. Seit zwei Jahrzehnten spielt er Katz und Maus mit den Ermittlern. Dies ist seine Geschichte – dank einer monatelangen Recherche von CORRECTIV und dem Investigative Reporting Project Italy zum ersten Mal vollständig erzählt.

Neue Rechte

Heimatgefühle, angetrunken

Unser Reporter Raphael Thelen reist durch MeckPomm vor der Landtagswahl. Rund um Anklam hat sich die Einwohnerzahl seit der Wende halbiert. Die NPD bekommt bei den Wahlen zehn Prozent. Auf dem Hansefest fragen wir junge Menschen, warum sie trotzdem in Anklam bleiben wollen. Und unser Fotograf wird von Nazis gejagt.

Flucht & Migration

Helfer unter Beschuss

Ein Einsatzschiff von Ärzte ohne Grenzen wurde vor Libyen überfallen. An Bord der Sea-Watch 2 trifft sich die Crew zur Krisensitzung: Was müssen sie ändern? Wie können sie sich vor Piraten schützen? Unser Reporter ist diese Woche vor Ort im Mittelmeer.

Flucht & Migration

Schakale an der Zwölf-Meilen-Grenze

Unser Reporter Bastian Schlange ist diese Woche im Mittelmeer. Von Malta aus begleitet er die Aufklärungsflüge von Sea-Watch, einer Hilfsorganisation rund um den jungen Deutschen Ruben Neugebauer. Die Lage vor Ort wird immer extremer: Die Schleuser der Flüchtlinge lauern inzwischen an der Zwölf-Meilen-Grenze, um den Flüchtlingsbooten die Motoren abzunehmen.

Neue Rechte

Das Leben der Fischer

Unser Reporter Raphael Thelen und der Fotograf Hannes Jung reisen durch MeckPomm vor der Landtagswahl. Die Fischereiflotte war einst der Stolz des Landes. Zu DDR-Zeiten lagen 1800 Kutter in den Häfen. Heute sind es keine 200 mehr. Eine Nacht auf See mit Klaus und Uwe Pinkis – die frei von der Leber erzählen.

Auskunftsrechte

Erfolg: Prosoz muss antworten

Die städtische Firma Prosoz Herten will nun doch nicht in Revision vor den Bundesgerichtshof gehen. Das bedeutet: Das Unternehmen ist nach unserer Auskunftsklage zur Antwort verpflichtet und muss jetzt reden. Antwortet Prosoz auf unsere Fragen nicht, könnten wir den Gerichtsvollzieher schicken.

Flucht & Migration

Schweißarbeiten, frische Farbe

Eine Woche lang begleitet unser Reporter auf Malta die Arbeit der Rettungsorganisation Sea-Wach. Am vergangenen Mittwoch enterten Bewaffnete ein Schiff von Ärzte ohne Grenzen. Daraufhin zogen sich viele Helferteams von der libyschen Küste zurück. Sea-Watch will jetzt so schnell wie möglich dorthin zurückkehren.