Correctiv
CORRECTIV unterstützen

Wir decken Missstände auf. Wir sind unabhängig und nicht gewinnorientiert.

Über CORRECTIV

Wir recherchieren für die Gesellschaft

Dafür stehen wir

Wir sind das erste gemeinnützige Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum. Wir recherchieren langfristig zu Themen, die andere Medien zu wenig beachten. Wir wollen jeder Bürgerin und jedem Bürger Informationen geben, damit man die Welt besser versteht. Das ist unser Ziel.

Correctiv.org finanziert sich vor allem durch Mitgliedsbeiträge von Bürgerinnen und Bürgern sowie durch Zuwendungen von Stiftungen. Seine Recherchen und Geschichten reicht correctiv.org in Kooperationen an Zeitungen und Zeitschriften, an Radio- und Fernsehsender weiter. 

Darüber hinaus gehen wir innovative Wege, wenn wir große Geschichten im Internet veröffentlichen. CORRECTIV hat keine Druck- oder Vertriebskosten, sondern konzentriert sich auf Inhalte. Der Großteil des Etats von correctiv.org fließt direkt in aufwändige und investigative Recherchen, die sich viele Medien heute kaum noch leisten wollen oder können.

Um Missstände aufzudecken und unsere Demokratie nachhaltig zu schützen, braucht es investigative Journalisten, die gründlich nachhaken, oft jahrelang an einem Thema arbeiten und regelmäßig dazu publizieren. Dazu braucht es aber auch interessierte sowie informierte Bürgerinnen und Bürger, die Aufklärung einfordern.

Außerdem initiiert correctiv.org ein Bildungsprogramm, um die Methoden des aufklärenden Journalismus weiterzugeben. Mit unserer Reporterfabrik wollen wir Bürger vor Ort dazu befähigen, sich selbst Informationen zu beschaffen und journalistisch aktiv zu werden.

Was sind die Themen, die ihr recherchiert?

Correctiv.org recherchiert langfristig zu Bedrohungen und Herausforderungen unserer Gesellschaft, zu Machtmissbrauch und Korruption in Politik, Ungerechtigkeiten in der Arbeitswelt, Polizei und Justiz, Wirtschaft, Sport und Kultur, zu Themen wie Umwelt, Bildung, Gesundheit und sozialer Gerechtigkeit oder Rechtsradikalismus. Gemeinsam ist allen Themen, denen sich correctiv.org annimmt, dass sie von überregionaler Bedeutung sind, aber auch erhebliche Auswirkungen vor Ort haben. Correctiv.org kümmert sich am liebsten um Themen, die möglichst viele Menschen direkt betreffen.

Wie wird entschieden, ob ein Thema zu Euch passt?

Unsere Themen sollten einen klaren Bezug zur Lebenswelt der Bürger besitzen. Sie sollen konkret sein, nicht abstrakt. Wir recherchieren in solchen Themenfeldern, in denen wir vermuten, dass etwas im Argen liegt und wir mit unseren Recherchen Veränderungen anstoßen können.

Gleichzeitig wollen wir uns um Aus- und Weiterbildung kümmern. Wir wollen nicht nur unsere Geschichten verschenken, sondern auch unser Wissen weitergeben, um der Debatte in ganz Deutschland zu dienen.

Ihr nennt euch CORRECTIV – was wollt ihr korrigieren?

Wir treten in drei unterschiedlichen Dimensionen als Korrektiv in Erscheinung:

  1. Durch unsere Recherchen wollen wir strukturelle Missstände und unethisches Verhalten öffentlich machen. Damit helfen wir der Gesellschaft, sich selbst zu helfen. Wir wollen den Menschen Informationen liefern, damit sie Veränderungen anstoßen und beispielsweise durch die Teilnahme an Wahlen Fehlentwicklungen korrigieren können.

  2. Wir bieten Redaktionen – großen wie kleinen – durch unseren unabhängigen und gemeinnützigen Ansatz Zugang zu Geschichten, die sie selbst nur schwer recherchieren könnten. Wir wollen so den investigativen Journalismus in Deutschland verbreiten und dabei helfen, Vielfalt und Qualität im Mediensystem zu bewahren.

  3. Wir wollen unsere Methoden und journalistische Handwerkstechnien an alle interessierten Bürger weitergeben und dabei helfen, Informationsrechte vor Ort durchzusetzen. Wir wollen Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützen, die Gesellschaft transparenter zu machen, um die Teilhabe aller zu vergrößern.

Wer steckt hinter CORRECTIV?

Hinter CORRECTIV stehen 16 fest angestellte Reporter und Reporterinnen sowie zusätzlich vier Verwaltungsmitarbeiter. Dazu kommen freie Journalisten und Journalistinnen, die auf pauschaler Basis einzelne Projekte betreuen. Geschäftsführer und Herausgeber von CORRECTIV ist David Schraven, über alle inhaltlichen Fragen entscheidet der Chefredakteur Markus Grill.

Correctiv.org wird von der gemeinnützigen GmbH „CORRECTIV – Recherchen für die Gesellschaft“ mit Sitz in Essen getragen. Die Redaktion hat ihren Hauptsitz in Essen und eine Betriebsstätte in Berlin. correctiv.org wird von einem Aufsichtsrat und einem Ethikrat kontrolliert, dem renommierte Journalisten angehören.

Was unterscheidet Euch von anderen Redaktionen?

Wir sind unabhängig: Wir müssen weder auf politische noch auf wirtschaftliche Interessen Rücksicht nehmen. Dadurch, dass wir keine Werbung veröffentlichen, müssen wir auch auf keine Anzeigenkunden Rücksicht nehmen.

Wir sind gemeinnützig: Wir sind nicht irgendwelchen Einzelnen gegenüber verpflichtet, sondern der Gesellschaft als Ganzes. Wir wollen mit unseren Recherchen Veränderungen anstoßen und unser Wissen weitergeben. Das soll allen Bürgern helfen.

Wir sind investigativ: Unsere finanziellen und personellen Ressourcen fließen in Recherchen und deren umfassende sowie kreative Aufbereitung. Wir wollen unsere Erkenntnisse einem möglichst großen Publikum zugänglich machen.

Was unterscheidet CORRECTIV von den Recherche-Abteilungen klassischer Medien?

Die Einrichtung von investigativen Ressorts in den vergangenen Jahren war ein Schritt in die richtige Richtung. Wir sehen auch weiter die Notwendigkeit, dass Medienhäuser Recherche-Ressorts unterhalten. Nur mit intensiver Recherche können Zeitungen, Radios und Fernsehsender exklusive Inhalte schaffen, die sie von Mitbewerbern unterscheiden. CORRECTIV dagegen will aufwändige Recherchen für möglichst viele Medien zugänglich machen. Das ist ein anderer Weg, hat aber das gleiche Ziel: Wir alle wollen die Demokratie stärken, indem wir aufklären, indem wir investigativ recherchieren, indem wir unser Wissen weitergeben.

Wie finanziert sich CORRECTIV?

Correctiv.org ist eine Non-Profit-Organisation. Das bedeutet, dass wir als gemeinnützige GmbH keine Profite machen dürfen und unser ganzes Vermögen für den Aufbau von correctiv.org einsetzen müssen. Wir werden vor allem finanziert durch Zuwendungen gemeinnütziger Stiftungen sowie durch monatliche Beiträge von mehreren tausend Fördermitgliedern. Correctiv.org ist somit nicht von Verkaufs- und Anzeigenerlösen abhängig.

Initialstifterin ist die Brost-Stiftung in Essen, die uns in den ersten drei Jahren mit insgesamt drei Millionen Euro unterstützt hat. Die Brost-Stiftung geht auf Anneliese Brost und ihren Mann Erich Brost zurück; den Gründer der WAZ-Mediengruppe in Essen. Weitere bedeutende Förderer sind die Rudolf Augstein Stiftung, die Schöpflin-Stiftung, sowie die Bundeszentrale für politische Bildung. Wir wollen weiterhin zusätzliche finanzstarke Geldgeber überzeugen, uns und unsere Arbeit zu unterstützen.

Zusätzlich sollen möglichst viele Menschen unsere Arbeit mit regelmäßigen Mitgliedsbeiträgen und Spenden unterstützen. Diese Unterstützung sichert unsere Unabhängigkeit langfristig ab.

Mehr Informationen findet ihr im Bereich Förderer und Finanzen.

Ein Großteil Eurer Finanzierung wird von Stiftungen getragen. Warum benötigt Ihr zusätzlich noch Mitgliedsbeiträge?

Erst die Finanzierung durch unsere Fördermitglieder bietet uns langfristig die Unabhängigkeit, die wir für unsere Arbeit benötigen. Die Finanzierungszusagen durch Stiftungen sind meist projektgebunden und daher zeitlich begrenzt. Gelder von Stiftungen sind daher immer mit gewissen Unsicherheit verbunden. Aus diesem Grund ist es unser Ziel möglichst viele Fördermitglieder zu gewinnen. Wir haben uns als Zwischenziel eine Marke von 5.000 Unterstützern gesetzt. Wenn uns 5.000 Menschen mit einer monatlichen Spende dauerhaft unterstützen, ist aus unserer Sicht CORRECTIV fest in der Medienlandschaft verankert.

Ihr gebt vor, unabhängig zu sein. Finanziell seid Ihr aber an die „Brost-Stiftung“ und anderen Stiftungen gebunden. Ist das ein Problem?

Wir akzeptieren kein Geld von Leuten, die uns vorschreiben wollen, wie wir zu arbeiten haben. Niemand wird Einfluss auf unsere redaktionelle Arbeit ausüben. Wir haben vertragliche Finanzierungszusagen von verschiedenen Stiftungen und Organisationen. Diese Zusagen geben uns Sicherheit und garantieren uns journalistische Unabhängigkeit von Politik und Wirtschaft. Die Namen aller Geldgeber, die uns mehr als 1.000 Euro zukommen lassen, erscheinen auf unserer Webseite. So wollen wir die nötige Transparenz bieten, um die Unabhängigkeit unserer Arbeit überprüfbar zu machen.

Woran bemesst Ihr den Erfolg Eures Projektes, wenn es weder Leserzahlen noch Umsätze sind?

Wir möchten die Strukturen von Missständen offen legen und auf diese Weise Diskussionen anstoßen. Diskussionen, die der Gesellschaft dabei helfen, lebenswerter und gerechter zu werden. Wenn uns dies mit unseren Recherchen regelmäßig gelingt, dann hat unser Projekt Erfolg. Unser Erfolg sind die Debatten über Missstände. Seien sie nun klein oder groß. Und der größte Erfolg ist es, wenn ein Missstand abgestellt wird.

In welchem Kanal die Menschen mit unseren Recherchen in Berührung kommen, spielt für diesen Erfolg keinerlei Rolle: Ob in gedruckter Form unter dem Label eines unserer Medienpartner, ob auf unserer eigenen Website, ob in einem sozialen Netzwerk oder auch vom Hörensagen auf der Straße. Was zählt, ist, die Menschen mit unseren Recherchen zu erreichen, sie zu informieren, und nicht, in welchem Medium die Menschen davon erfahren.

Wichtige Nachrichten und Informationen werden mittlerweile ohnehin so schnell und auf so vielen Wegen verbreitet, dass es im Nachhinein teilweise schwer möglich ist, den originären Urheber einer Recherche zu identifizieren.

Wir freuen uns, wenn viele Menschen unser Bildungsangebot wahrnehmen. Wenn mehr und mehr Menschen dabei helfen, unsere Gesellschaft transparent zu machen, dann ist das der nachhaltigste Erfolg, den man sich als Journalist nur vorstellen kann.

Nehmt Ihr angestellten oder freien Journalisten Aufträge weg, wenn Ihr Eure Geschichten kostenlos abgebt?

Nein, das tun wir nicht. Denn wir machen Geschichten, die vom Aufwand her von klassischen Redaktionen kaum zu leisten sind. Wir machen ein zusätzliches Angebot, das kaum in Konkurrenz zu den Angeboten anderer Journalisten oder Redaktionen steht. Im Gegenteil, wir arbeiten auch mit freien Journalisten zusammen und helfen ihnen dabei, Geld zu verdienen.

10 Euro für unabhängigen Journalismus