Team CORRECTIV

Über uns

Recherchen für die Gesellschaft

CORRECTIV ist das erste gemeinnützige Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum. Wir machen Journalismus für die Gesellschaft und mit der Gesellschaft.

CORRECTIV

Wer wir sind

CORRECTIV ist das erste gemeinnützige Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum. Wir unterhalten Büros in Essen und Berlin. Unser Ziel ist eine aufgeklärte Gesellschaft. Denn nur gut informierte Bürgerinnen und Bürger können auf demokratischem Weg Probleme lösen und Verbesserungen herbeiführen. Unser Reporterteam recherchiert zu Themen von hoher Relevanz, deckt Missstände auf und macht komplexe Zusammenhänge begreifbar.

Warum es uns braucht

Ohne unabhängigen, starken Journalismus funktioniert unsere Demokratie nicht. Gegenwärtig steht aber der Journalismus doppelt unter Druck: Erstens bringt die Digitalisierung die herkömmlichen Erlösmodelle der Medien ins Wanken. Zweitens versuchen Feinde der offenen Gesellschaft, Journalisten mithilfe von Desinformation zu diskreditieren.

CORRECTIV finanziert sich vor allem über Spenden und Stiftungsbeiträge. Dadurch sind wir unabhängig von Werbeeinnahmen, Verkaufszahlen und Quoten. Wir können uns auf zeitintensive Recherchen und hochwertige Inhalte konzentrieren. Wir fühlen uns ausschließlich der Wahrhaftigkeit und dem Gemeinwohl verpflichtet. Andere Medien sind für uns keine Konkurrenten, sondern Partner. Mit unserer Arbeit tragen wir zu Vielfalt und Qualität im Mediensystem bei.

Wie wir arbeiten und veröffentlichen

Wir initiieren Recherchen, die wir Kooperationspartnern zur Verfügung stellen oder recherchieren direkt gemeinsam mit unseren Partnern. So werden aufwändige Projekte möglich, die klassische Redaktionen allein kaum bewältigen könnten. Wir haben für unsere Arbeit ein Redaktionsstatut aufgestellt, welches frei verfügbar und öffentlich zugänglich ist.

Unsere Kooperationspartner veröffentlichen die gemeinsamen Rechercheergebnisse über ihr jeweiliges Medium – Print, TV, Radio oder online – und auf die Art, die zu ihren Marken passt. Darüberhinaus stellen wir Bloggern und Bürgern unsere Recherchen für ihre Bedürfnisse zur freien Verfügung.

Die zentrale Veröffentlichungsplattform von CORRECTIV ist die Webseite. Dazu kommen Newsletter,  Social Media Angebote, Podcasts und Bookzines. Um so viele Menschen zu erreichen wie möglich, sind die meisten unserer Inhalte kostenlos.

Wie wir Teilhabe ermöglichen, Medienkompetenz und Debattenkultur fördern

Wir machen Journalismus für die Gesellschaft – aber auch mit der Gesellschaft. Wir suchen aktiv das Gespräch und gewähren Einblick in unsere Arbeit. Für viele Recherche-Projekte rufen wir Bürgerinnen und Bürger auf, mit uns gemeinsam zu arbeiten. Wir erheben zum Beispiel gemeinsam Daten und Informationen über ihre Situation vor Ort, die wir für später auch für Geschichten von überregionaler Bedeutung nutzen.

Unsere Arbeit hört nicht mit der Veröffentlichung einer Geschichte auf. Auf Veranstaltungen wie dem Campfire Festival führen wir mit der breiten Öffentlichkeit Diskussionen zu aktuellen journalistischen und politischen Themen. Mit unseren Faktenchecks helfen wir den Menschen, zwischen verifizierten Fakten und bloßen Behauptungen zu unterscheiden. Mit der Reporterfabrik betreiben wir eine Medienakademie für alle und schulen Interessierte in Workshops. Indem wir möglichst viele mit den Mechanismen journalistischer Arbeit vertraut machen, fördern wir die Medienkompetenz und verbessern die Debattenkultur in der Gesellschaft. Unser Bildungsprogramm befähigt die Menschen, sich selbst Informationen zu beschaffen und Missstände aufzudecken. Für uns ist dieser Bildungsauftrag zentraler Kern unserer Aufgabe als CORRECTIV: Unser Journalismus ist kein Selbstzweck, er ist unser Mittel, die Bildung der Menschen zu verbessern und zur Aufklärung in der Gesellschaft beizutragen.

Wirkung

Wir wollen mit unserer Arbeit positive gesellschaftliche Veränderungen anstoßen. Veränderungen beginnen damit, dass ein Missstand ans Licht kommt und eine Debatte auslöst. Der größte Erfolg ist es, wenn ein Missstand daraufhin abgestellt wird. Wir haben aber auch dann schon etwas erreicht, wenn viele Menschen unsere Recherchen wahrgenommen haben, ob durch unsere eigenen Publikationen oder weil andere Medien das Thema aufgegriffen und weiter recherchiert haben: Sie sind aufgeklärter und besser für eine gesellschaftliche Debatte gerüstet.

An manchen Stellen hat unsere Arbeit unmittelbare Konsequenzen, etwa wenn Strafverfahren eröffnet oder Gesetze geändert werden, wenn Menschen aus Protest auf die Straße gehen oder Verantwortliche zurücktreten. Wenn unsere Faktenchecker Falschmeldungen als solche kennzeichnen, nimmt deren Reichweite in sozialen Netzwerken drastisch ab.

Andere Auswirkungen sind schwerer messbar, weil es sich um langfristige Prozesse wie die Erhöhung der Medienkompetenz oder die Verbesserung der Debattenkultur in der Gesellschaft handelt, und weil viele Akteure daran beteiligt sind.

An dieser Stelle stellen wir konkrete, sichtbare Auswirkungen einzelner Recherchen von CORRECTIV und unseren Kooperationspartnern dar.

2018
Thema: #metoo WDR
Datum: ab 4. April 2018
Impact: Erst nach unseren Veröffentlichungen hat der größte öffentlich-rechtliche Sender Deutschlands die Vorwürfe der Mitarbeiter über sexuelle Belästigung innerhalb des WDR ernst genommen. Der WDR hat nach unseren Recherchen einem langjährigen Reporter fristlos gekündigt und eine externe Prüferin mit einer flächendeckenden Aufarbeitung der Fälle von sexueller Belästigung und Machtmissbrauch beauftragt. Einen anderen Mitarbeiter, über den wir berichteten, hat der Sender ermahnt und seinen Arbeitsplatz so umstrukturiert, dass er seine Macht nicht länger missbrauchen kann. In einem dritten Fall wird die Betroffene nun gehört. Der Sender hat zwei Anwaltskanzleien als externe Ansprechpartner für Beschwerden eingerichtet, die von den Betroffenen auch genutzt werden. Intendant Tom Buhrow will die Empfehlungen der externen Prüferin umsetzen und Mitarbeiter in Führungspositionen stärker für das Thema sensibilisieren. Viele Frauen haben sich erst bei dem Sender mit ihren Beschwerden gemeldet, nachdem sie unsere Geschichten gelesen hatten. Link
Thema: Spendengerichte Teil 2
Datum: September 2018
Impact: Der Justizsenator des Landes Bremen änderte aufgrund unserer Recherche die Spendenpraxis von Staatsanwälten. Staatsanwälte dürfen Justizgelder an gemeinnützige Organisationen nur noch nach interner Kontrolle vergeben. Gegen einen Amtsanwalt läuft ein Disziplinarverfahren. Weitere Regeln zu einer transparenteren Zuweisungspraxis sind geplant. Link
Thema: Diakoniewerk Bethel
Datum: September 2018
Impact: Ein Diakonie-Landesverband hat als Reaktion auf eine CORRECTIV-Recherche beschlossen, den Gesundheitskonzern Bethel aus der Diakonie auszuschließen. CORRECTIV hatte enthüllt, wie der Geschäftsführer Karl Behle den Konzern unter seine Kontrolle brachte und sich selbst ein Jahresgehalt von über 700.000 Euro auszahlte. Behle kam seinem Ausschluss wenige Wochen vor der Entscheidung zuvor und trat eigenständig aus. Offen ist noch die Frage, ob das hohe Gehalt von Karl Behle dem Unternehmen die Gemeinnützigkeit kostet, wie Experten vermuten. Link
Thema: Marode Atomkraftwerke
Datum: September 2018
Impact: Nach unseren Recherchen über marode Brandschutzklappen in deutschen und Schweizer Atomkraftwerken wurde das Bundesumweltministerium aktiv: Es hat die Gesellschaft für Reaktorsicherheit und die vier zuständigen Landesumweltministerien beauftragt, sich mit dem Feuerschutz in Kernkraftwerken zu beschäftigen und den von uns interviewten Brandschutzexperten Matthias Dietrich zu kontaktieren. Die oberste Behörde will wissen, wie gefährlich die Brandschutzklappen wirklich sind. Die Schweizer Sozialdemokraten und die Grünen haben dem Berner Umweltministerium über den Nationalrat einen Fragenkatalog unter dem Titel “Brandgefährliche, veraltete Brandschutzklappen auch in Schweizer Atomkraftwerken” gestellt. Beide Fraktionen fordern nun erstmals die Stilllegung von Gösgen. So ist ein bislang unbeachtetes Thema der Atom-Sicherheit nach oben auf die Agenda der Atombehörden gerutscht.
Unsere Enthüllungen mit dem französischen Investigativ-Portal Mediapart über altersmüde Komponenten in französischen Atomkraftwerken hatten ebenso Folgen: Atomkritiker luden die Grüne Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl und weitere deutsche Experten zu einer Pressekonferenz in Fessenheim ein, dem grenznahen Kernkraftwerk. Französische Anti-Atom-Initiativen berufen sich bei ihren Demos auf unsere Berichte.
Thema: Erntehelferinnen
Datum: Juli 2018
Impact: Ausbeutung und sexueller Missbrauch von marokkanischen Erbeerpflückerinnen waren lange Zeit ein Tabu in Spanien. Nach Veröffentlichungen von CORRECTIV und BuzzFeed News im April eröffnete der nationale Gerichtshof in Madrid im August ein Ermittlungsverfahren gegen einen Erdbeerproduzenten in der Region Huelva. Die Ermittlungen gehen damit über die südspanische Anbauregion Huelva hinaus, in der die Opfer bei der Justiz bisher kaum Gehör gefunden haben. Link
Thema: Alte Apotheke
Datum: August 2018
Impact: Während unserer Recherchen zur Alten Apotheke in Bottrop, die in großem Stil und über einen langen Zeitraum Krebsmedikamente gepanscht hatte, bezogen wir für zwei Monate ein Ladenlokal in Bottrop. Von dort aus arbeiteten wir und lieferten Betroffenen erste Antworten in rechtlichen wie medizinischen Fragen, da die zuständigen Behörden dies nicht taten. Zudem konnten Krebspatienten ihre Fragen bei Informationsabenden mit Experten, die wir dorthin einluden, vertiefen. Über 300 Betroffene informierten wir zudem direkt. Die Veranstaltungen wurden live gestreamt und stehen weiterhin im Netz zur Verfügung. Viele Betroffene vernetzten sich über uns vor Ort sowie über eine von uns gegründete Facebookgruppe, die mittlerweile an die tausend Mitglieder umfasst. Es folgten Demonstrationen von Angehörigen und Betroffenen. CORRECTIV hat zudem eine Datenbank der Ärzte, die von der Alten Apotheke beliefert wurden, zur Verfügung gestellt, damit sich potentiell Betroffene deutschlandweit Gewissheit verschaffen können.Über Monate hatte CORRECTIV in der Berichterstattung die Möglichkeit einer Vergleichsstudie zum Nachweis der gesundheitlichen Auswirkungen der Medikamenten-Panscherei auf die Patienten thematisiert. Dies ist vor allem für die zivilrechtlichen Ansprüche von Betroffenen wichtig ist. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann leitete die Prüfung einer solchen Studie ein.Zudem wurden die 116 Zyto-Apotheken in Nordrhein-Westfalen unangekündigt auf ihre Sorgfalt und Herstellung von Krebsmedikamenten überprüft. Insgesamt wurden bei den Kontrollen 761 Dokumentationsmängel und 136 organisatorische Mängel festgestellt. Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe bewegte die Zyto-Apotheken in NRW zur Unterzeichnung einer Selbstverpflichtung, damit sich ein Fall wie der der Alten Apotheke nicht wiederholen kann.Die Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW) fordert von der Politik Aufarbeitung und Konsequenzen im Fall der Alten Apotheke. Angehörige klagen zudem in einer Sammelklage auf Schadenersatz. Link
Thema: Gehaltsaffäre Duisburger Behindertenwerkstatt
Zeitraum: August 2018
Impact: Die Chefin der Duisburger Werkstatt für behinderte Menschen zog sich von ihrem Posten zurück, nachdem CORRECTIV.Ruhr im Dezember die Höhe ihres Gehalts enthüllt hatte. Ein daraufhin vom Aufsichtsrat der Werkstätten bestelltes Gutachten befand das Gehalt von 376.000 Euro ebenfalls für deutlich zu hoch. Link
Thema: Wem Gehört Hamburg
Zeitraum: Mai 2018
Impact: Die Hamburger Genossenschaften veröffentlichten die Adressen von 130.000 Wohnungen. Diese Transparenz ist eine Reaktion auf eine Recherche von CORRECTIV und dem „Hamburger Abendblatt“. Zudem haben Mieter die Eigentümer von mehr als 10.000 Wohnungen mitgeteilt. Die gestiegene Transparenz im Immobilienmarkt ist eine Konsequenz aus der CORRECTIV-Bürgerrecherche „Wem gehört Hamburg?“ Link
2017
Thema: AFD Verfassungsschutz
Datum: Fortlaufend. Stand nach Wahl.
Impact: Die politische Diskussion, ob die AfD ein Fall für den Verfassungsschutz ist, haben die CORRECTIV-Recherchen mit angestoßen.
Thema: Der Klimaschmutzplan
Datum: September 2017
Impact: Unsere Berechnung, dass die Bundesregierung ihr Klimaschutzziel nicht halten kann, wird immer wieder in der Berichterstattung von anderen Medien und öffentlichen Akteuren aufgegriffen. Die Grünen-Chefin Katrin Göring-Eckhardt twitterte eine CORRECTIV-Grafik über klimaschädliche Subventionen und machte diese damit zum Gegenstand der Koalitionsverhandlungen. Link
Thema: Spenden an die AfD
Im Juli 2017 hat CORRECTIV erstmals berichtet, dass der AfD-Politiker Guido Reil in das Plakatgeschenk der Schweizer PR-Agentur Goal AG für dessen Wahlkampf aktiv eingebunden war und darüber nach eigenen Aussagen die Parteigremien in NRW informiert hatte. Von dort ausgehend haben wir nachgewiesen, dass AfD-Parteichef Jörg Meuthen nach dem selben Muster von der Schweizer Agentur Wahlwerbung erhalten hatte. Auf unsere Veröffentlichung zusammen mit Frontal 21 hin hat die Verwaltung des Bundestages die AfD am 01.09. offiziell aufgefordert, Stellung zu den Spenden zu beziehen. Die Spenden hätten „mit der Goal AG sowie ihrem Geschäftsführer und (so die AfD) Mehrheitseigner Alexander Segert zu tun,“ hieß es aus dem Bundestag. Während die Bundestagsverwaltung die Zuwendungen noch prüft, hat die AfD den Gegenwert der Wahlwerbung von der Goal AG für Meuthen (5.352,25 Euro) an die Verwaltung zurückgezahlt, diejenige für Reil (geschätzt 50.000 Euro) hingegen noch nicht. Link

Nach unserer Berichterstattung hat die Bundestagsverwaltung ein offizielles Stellungnahme-Verfahren gegen die AfD eingeleitet mit dem Verdacht auf illegale Parteispenden. Link

Thema: Türkei-Geschäfte von Rheinmetall
Datum: August 2017
Impact: Gemeinsam mit dem stern deckten wir auf, wie der Rüstungskonzern Rheinmetall den Panzerbau in der Türkei plante. Der Konzern versuchte, die Pläne herunterzuspielen.
Die Bürgerbewegung Campact startete auf unsere Recherchen hin eine Petition gegen die Pläne des Rüstungskonzern Rheinmetall, der in der Türkei eine Panzerfabrik plante. Campact demonstrierte mit einem Panzer vor dem Bundestag. Auch in Düsseldorf kam es zu Demonstrationen. Link

Thema: Steigende Meere
Datum: Juli 2017
Impact: Unser Team hat in mehr als einem Dutzend Ländern der Welt – von Island bis Argentinien, von Frankreich bis zu den Philippinen – recherchiert, wie sich die Pegelstände an Küsten und in Häfen über mehrere Jahrzehnte verändert haben. Die Ergebnisse wurden in fünf Sprachen veröffentlicht (deutsch, englisch, französisch, spanisch und koreanisch) und von zahlreichen Medien aufgegriffen.

Thema: Parallelhandel von Medikamenten
Datum: Juli 2017
Impact: Das Phänomen des Parallelhandels mit Medikamenten und dessen Auswirkung auf die Arzneimittelversorgung in der EU wurde auf die Agenda der EU-Gesundheitsminister im Europäischen Rat aufgenommen. CORRECTIV hatte die Folgen des EU-weiten Medikamentenhandels recherchiert und über die Lobbyisten berichtet. Link

Thema: Irrsinn der Agrarpolitik
Datum: Juni 17
Impact: Unsere Datenbank und die Recherche zur Blockadepolitik Deutschlands in der EU wurde von den Grünen im Wahlkampf zitiert, zum Beispiel auf der Seite der Bundestagsfraktion von Friedrich Ostendorff, dem agrarpolitischer Sprecher der Grünen. Link

Thema: Gisbert Klingenberg
Datum: Mai 2017
Impact: Unsere Berichterstattung warnte zahlreiche Opfer vor dem dubiosen Gauner aus dem Ruhrgebiet. Gisbert Klingenberg wurde 2011 vom Landgericht Dortmund wegen Betrug und Urkundenfälschung zu knapp fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Mehr als ein Dutzend Personen, die Bekanntschaft mit seinen Methoden gemacht haben, meldeten sich in der Redaktion. Link

Thema: Unterrichtsausfall (2. CrowdNewsroom-Projekt)
Datum: April 2017
Impact: Die Opposition in NRW stellte aufgrund der CORRECTIV-CrowdNewsroom-Rechereche zum Unterrichtsausfall an Dortmunder Schulen insgesamt 52 kleine Anfragen zum Lehrermangel in ganz NRW. Zudem wurde das Thema Bildung zum großen Wahlkampf-Thema bei der Landtagswahl in NRW. CORRECTIV hatte gemeinsam mit Bürgern bei einer CrowdNewsroom-Recherche aufgedeckt, dass der Unterrichtsausfall in NRW vermutlich doppelt zu hoch ist, wie von den Behörden der damaligen Landesregierung im Wahlkampf kommuniziert. Link

Thema: Die Mafia in Deutschland
Datum: März 2017
Impact: Die Mafia konnte in Deutschland nahezu ohne Grenzen ihre Aktivitäten entfalten. Die Mitgliedschaft in dieser kriminellen Vereinigung war nicht strafbar. Unsere kontinuierliche Berichterstattung hat dabei geholfen, diesen Zustand zu beenden. Im Juli 2017 wurde § 129 des Strafgesetzbuches geändert. Seither ist die Mitgliedschaft in der Mafia in Deutschland strafbar. Link

2016
Thema: TTIP
Datum: Dezember 2016
Impact: Wir berichteten über anderthalb Jahre regelmäßig über das Freihandelsabkommen TTIP und haben erreicht, dass die EU-Kommission transparenter über die Verhandlungsrunden informierte. Nachdem die Kommission ihre Berichte aufgrund unserer Veröffentlichung von Dokumenten zunächst eingeschränkt hatte, änderte sie ihre Praxis und informierte seitdem umfassender und detaillierter über die TTIP-Gespräche. Link Link
Thema: Pflege in Deutschland
Datum: Juni 2016
Impact: Eine Woche nach dem Start einer ausführlichen CORRECTIV-Berichterstattung über die Situation in der Pflege, berief die Politik einen Pflegegipfel ein. Die anschließende Verlautbarung: Pflegeheime sollen sich stärker öffnen und transparenter werden. Pflegekräfte sollen weniger dokumentieren und wieder mehr pflegen. Ein neuer Pflege-TÜV zur Bewertung von Pflegeheimen soll umgesetzt werden. Die Recherche sorgte über mehrere Wochen für Diskussionen. In verschiedenen Bundesländern standen die CORRECTIV-Ergebnisse auf der politischen Tagesordnung. Nicht nur rund zwei Dutzend vor allem regionale Kooperationspartner berichteten über die Ergebnisse, das Buch zur Recherche wurde auch in Medien wie dem ZDF-Mittagsmagazin, dem WDR, dem rbb oder dem MDR vorgestellt. Auf Lesungen beteiligten sich zahlreiche Pflegerinnen an der Diskussion, die Protagonisten des Buches trafen sich mit dem Bundesvorstand der für die Pflege zuständigen Gewerkschaft verdi. Ein ausführlich portraitierter Heimbesitzer hat nach der Veröffentlichung die Organisation „Pflege in Bewegung“ gegründet, die mittlerweile regelmäßig politische Lobbyarbeit für Pflegekräfte betreibt. Link
Thema: Klimaschädliche Geldanlagen der Bundesländer
Datum: Juli 2016
Impact: Rund 400 Millionen Euro haben die Pensionsfonds der Länder in Konzerne investiert, die die globale Erwärmung anheizen, deckte CORRECTIV im Sommer 2016 auf. Es war die erste Recherche dieser Art: Bis dahin wussten weder Bürgerinnen und Bürger noch die meisten Politiker, wie die Finanzministerien das Geld anlegen, mit dem die künftigen Pensionen der Beamten bezahlt werden. Die Recherche hatte Folgen: Sachsen-Anhalts Finanzminister André Schröder (CDU) musste in einer Sitzung des Finanzausschusses einräumen, sich über die Investitionen bislang wenig Gedanken gemacht zu haben: „Wir haben uns nicht bewusst für Anlagen in den Bereichen entschieden, die von Journalisten kritisiert worden sind.“ Kurz nach Veröffentlichung unserer Recherche beantragten die Grünen, das Thema im Finanzausschuss zu diskutieren. Auch in Baden-Württemberg wurden die Anlagen neu diskutiert. Beide Länder kündigten an, ihre Investitionen zu prüfen. Die damalige Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt und Naturschutz, Bärbel Höhn, forderte die grünen Landesparteien auf, umzudenken und aus den Investitionen in fossile Anlagen auszusteigen. “Wir müssen zur Devestment-Partei werden.” Die Organisation 350.org berief sich auf unsere Daten, um neue Devestment-Kampagnen zu planen.
Thema: Sparkassen
Datum: November 2016
Impact: Als Reaktion auf unsere Berichterstattung haben sich Dutzende Sparkassen entschieden, künftig transparenter zu werden. So entschieden sich 32 Sparkassen erstmals, die Listen ihrer verteilten Spenden mit den Namen der Begünstigten zu veröffentlichen. Andere Sparkassen veröffentlichen erstmals die Gehälter ihrer Vorstände. Verschiedene Wissenschaftler haben mit den Daten, die bei der Bürgerrecherche erfasst wurden, weitergearbeitet und dazu Ergebnisse veröffentlicht. So haben zwei Journalisten im „Journal of Politics” wissenschaftlich begründet, dass lokale Bürgermeister mit einem Sitz in einer Sparkasse eine höhere Wiederwahlchance genießen, als ihre Amtskollegen ohne einen solchen Sitz. Dies weist darauf hin, dass Politiker nicht nur die Kreditvergabe von Banken beeinflussen (nachgewiesen von Englmaier & Stowasser, 2017), sondern auch wahlpolitisch davon profitieren. Link
2015
Thema: Tierdiebe
Datum: Dezember 2015
Impact: Unsere Undercover-Reportage „Die Tierdiebe“ offenbarte, wie Wilderer die deutsche Natur plündern. Sie zeigte europaweite Netzwerke zum Legalisieren heimischer Wildtiere und sorgte dafür, dass ein einschlägig bekannter Vogelhändler erneut vor Gericht landete. Es wurden zudem Ermittlungen gegen Besitzer illegal gehandelter Reptilien und Amphibien eingeleitet. Auch wurden die Landesumweltämter angehalten, größere Sorgfalt bei den Kontrollen von Händlern heimischer Arten walten zu lassen. Link
Thema: Flugzeugabschuss MH17
Datum: Januar 2015
Impact: Die Recherchen von CORRECTIV zum Abschuss von MH17 wurden von den Ermittlern des Joint Investigation Team, JIT, genutzt. CORRECTIV hatte in einem Zusammenspiel von vor-Ort-Recherche, Quellenstudien und Datenauswertung das Motiv für den Abschuss des Passagierflugzeuges über der Ostukraine entschlüsselt. Link
2014

Thema: Spendengerichte Teil 1
Datum: September 2014
Impact: In mehreren Bundesländern begannen nach CORRECTIV-Veröffentlichungen Debatten über mehr Transparenz bei der Verteilung von Bußgelder aus eingestellten Strafverfahren durch Richter und Staatsanwälte. Baden-Württemberg kündigte als Reaktion auf CORRECTIV-Recherchen an in Zukunft zu erfassen. Die Landesrechnungshöfe von Sachsen und Baden-Württemberg forderten, das Geld muss transparenter verteilt werden, damit Korruption in der Justiz vorgebeugt wird. CORRECTIV hatte aufgedeckt, wie Richter hunderte Millionen Euro aus eingestellten Strafverfahren willkürlich und ohne Kontrolle vergeben – und in einer Datenbank fast 400 Millionen Euro transparent gemacht. Link

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Gremien

CORRECTIV wird in der rechtlichen Form einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) geführt. Gründer war David Schraven, der zunächst alle Anteile hielt. Im Oktober 2017 übergab er die Mehrheit der Anteile an weitere Gesellschafter, die Kuratoren.

Das Kuratorium leitet die strategische Entwicklung von CORRECTIV. Zu den Aufgaben gehört die Kontrolle der satzungsgemäßen Verwendung der verfügbaren Mittel. Sie stellen den Jahresabschluss fest, beschließen über die Verwendung des Ergebnisses und überwachen die Geschäftsführung.

Neben dem Kuratorium wacht ein Ethikrat über die ethisch saubere Arbeit von CORRECTIV.

Der Aufsichtsrat von CORRECTIV kontrolliert die wirtschaftliche Arbeit des Recherchezentrums.

Kuratorium

Es besteht aus Persönlichkeiten, die sich mit dem Mediengeschäft und dem Aufbau von gemeinnützigen Organisationen auskennen. Wer Kurator wird, entscheiden die übrigen Kuratoren durch Beschluss. Es sollen nur solche Menschen in das Kuratorium eingebunden werden, die den Erhalt der Gemeinnützigkeit und die Wahrung der Unabhängigkeit von CORRECTIV garantieren können. Jeder Kurator erhält Gesellschaftsanteile an CORRECTIV zu einem symbolischen Betrag. Die Kuratoren müssen sich allerdings bei Erwerb der Anteile verpflichten, im Fall ihres Austritts aus dem Kuratorium ihre Anteile ebenfalls zu einem symbolischen Preis an einen möglichen Nachfolger abzutreten, der von den übrigen Kuratoren benannt wird.

Lukas Beckmann (Vorsitzender des Aufsichtsrates)
Lukas Beckmann arbeitet freiberuflich als Projekteur und war bis Frühjahr 2017 Vorstand des GLS Treuhand e.V. und der GLS Bank Stiftung in Bochum. Derzeit ist er unter anderem im Vorstand vom Bündnis Bürgerenergie e.V. (BBEn), im Aufsichtsrat der Bürgerenergie Berlin eG, und Mitglied der Präsidialversammlung des Evangelischen Kirchentags. Er war 20 Jahre lang Geschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag. Lukas Beckmann hat den Verein Mehr Demokratie, die Ökobank, die Petra Kelly Stiftung, das Lew Kopelew Forum, die Bürgerenergie Berlin sowie weitere gemeinnützige Vereine und Genossenschaften in den Bereichen Demokratie, Menschenrechte, Energie, Landwirtschaft und Wohnen mitgegründet und -gestaltet.

Christian Humborg
Christian Humborg war bis November 2016 kaufmännischer Geschäftsführer von CORRECTIV. Jetzt ist er Leiter Finanzen und Zentrale Dienste und Permanenter Vertreter des Geschäftsführenden Vorstandes bei Wikimedia Deutschland. Christian Humborg war von 2007 bis 2014 Geschäftsführer der non-profit Organisation Transparency International Deutschland. Davor arbeitete er acht Jahre in der Wirtschaft. Christian hat in Konstanz und Leiden studiert und in Wirtschaftswissenschaften promoviert.

Simon Kretschmer
Simon Kretschmer hat in Kassel, London und Kapstadt Wirtschaftswissenschaften studiert und in Sydney und Seoul gearbeitet. Seine Karriere bei Gruner+Jahr führte ihn nach einem Traineeprogramm und verschiedenen Stationen innerhalb des Verlags in die Verlagsleitung des stern, wo er für unterschiedliche print und digitale Marken zuständig war. Im Oktober 2013 ging Simon Kretschmer für G+J nach Berlin und war zuletzt als Publisher und Geschäftsführer für Capital, Business Punk, 11Freunde und NoSports tätig.

Stefan Kruecken
Stefan Kruecken arbeitete als Polizeireporter für die Chicago Tribune und berichtete als Reporter weltweit für Magazine wie max, stern oder GQ. 2007 gründeten seine Frau Julia und er den Ankerherz Verlag, der sich um die Geschichten der Helden des Alltags kümmert. Kapitäne, Bergleute, Kriegsfotografen erzählen von ihrem Leben. Er studierte Politische Wissenschaften in Köln.

David Schraven
David Schraven ist Gründer und Publisher von CORRECTIV. Er war nach Stationen bei der tageszeitung und der Süddeutschen Zeitung als freier Journalist für die Welt-Gruppe im Wirtschaftsressort und im Ressort NRW tätig.  Er war zudem einer der Gründer des politischen Blogs Ruhrbarone. Von 2010 bis 2014 hat David das Ressort „Recherche“ am Content Desk der Funke-Mediengruppe (WAZ/NRZ/WR/WP) verantwortet.

Ethikrat

Die Arbeit von CORRECTIV wird von einem Ethikrat begleitet. Dieser Rat besteht aus zahlreichen angesehenen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Journalisten, Verlegern und Medienschaffenden. Die Mitglieder des Rates arbeiten für nationale und internationale Institutionen und kennen sich mit den Gepflogenheiten des Gewerbes aus. Sie achten darauf, dass CORRECTIV den hohen ethischen Grundsätzen des aufklärerischen Journalismus’ als wichtigen Beitrag für die demokratische Kultur genügt.

Monika Bäuerlein, CEO Mother Jones
Die Münchenerin Monika Bäuerlein ist CEO von „Mother Jones“ in San Francisco. Das US-Magazin wird seit 1976 von der gemeinnützigen Foundation for National Progress herausgegeben. Damit ist „Mother Jones“ eines der ältesten und mit einer Auflage von über 200.000 Exemplaren erfolgreichsten gemeinnütziges Print- und Online-Projekte der Welt.

Prof. Udo Branahl, Professor für Medienrecht Uni Dortmund
Udo Branahl studierte von 1965 bis 1973 Jura an der FU Berlin und an der Universität Hamburg, wo er beide juristische Staatsexamen ablegte und mit einer Arbeit über “Pressefreiheit und redaktionelle Mitbestimmung” promoviert wurde. Von 1979 bis 2011 war er Professor für Medienrecht an der Technischen Universität Dortmund, wo er auch das Amt des Datenschutzbeauftragten ausgeübt hat.

Nikolaus Brender, früherer Chefredakteur ZDF
Nikolaus Brender war von April 2000 bis März 2010 Chefredakteur des ZDF. Seine Karriere begann Brender 1978 zunächst beim Südwestfunk und später bei der Zeit, danach als Redakteur bei den Tagesthemen. Von 1984 bis 1989 war er ARD-Korrespondent für Südamerika mit Sitz in Buenos Aires, danach Auslandschef des WDR und Moderator des Weltspiegels. 1994 wurde er Politik-Chefredakteur beim WDR, 1997 Programmchef des Senders und schließlich Chefredakteur des ZDF.

Sheila Coronel, Dean of Academic Affairs Columbia University
Sheila Coronel ist Dean of Academic Affairs der Columbia University Graduate School of Journalism in New York City. Im Jahr 1989 gründete Sheila Coronel das Philippine Center for Investigative Journalism (PCIJ). Dieses Center wurde unter ihrer Führung mit Berichten über Korruption und soziale Ungerechtigkeit eine der wichtigsten Institutionen der Pressefreiheit auf den Philippinen und in ganz Asien. Ihre Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ramon Magsaysay Award, der als asiatischer Nobelpreis gilt. Seit 2006 leitet Sheila Coronel zudem als Gründungsdirektorin das Toni Stabile Center for Investigative Journalism an der Columbia University in New York.

Jörg Jung, Chefredakteur Böhme-Zeitung
Jörg Jung ist Chefredakteur der Böhme Zeitung in Soltau. Er setzt sich für investigative Recherchen auch in Lokalzeitungen ein. Jörg Jung hatte bei der “Nordsee-Zeitung” volontiert, wechselte dann als Nachrichtenredakteur zur “Kölnischen Rundschau”, und wurde in verschiedenen Führungspositionen bei der “Nordsee-Zeitung” in Bremerhaven eingesetzt und schließlich deren Chefredakteur. Die “Böhme-Zeitung” leitet Jung seit 2007.

Prof. Johannes Ludwig, Whistleblower Netzwerk
Prof. Johannes Ludwig unterrichtete bis 2014 in Hamburg Medienwirtschaft, Recherchetechniken und Journalistik. Er betreibt mit Studierenden zudem das Online-Dokumentationszentrum ansTageslicht.de. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Whistleblower Netzwerk, das sich für den Schutz und sensiblen Umgang mit Informanten einsetzt, ohne die Missstände in Unternehmen und Behörden kaum an das Licht der Öffentlichkeit kommen könnten.

Ulrich Reitz
Ulrich Reitz begann seine Laufbahn beim Bonner General-Anzeiger. Nach einem Volontariat bei der Tageszeitung Die Welt übernahm er dort schnell das Ressort Innenpolitik. 1992 wechselte er als erster Leiter des Bonner Redaktionsbüros zum Magazin Focus. Später übernahm Ulrich Reitz die Chefredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Von Juli 2005 bis Juni 2014 war er Chefredakteur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) in Essen. Bis Februar 2016 war Ulrich Reitz Chefredakteur des Focus.

Peter Schaar, ehemaliger Beauftragter der Bundesregierung für Datenschutz und Informationsfreiheit
Peter Schaar studierte Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin, der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Universität Hamburg. Anschließend war Peter Schaar in verschiedenen Funktionen in der Verwaltung der Freien Hansestadt Hamburg tätig. 1994 wurde er stellvertretender Hamburgischer Datenschutzbeauftragter. 2002 wechselte Schaar vorübergehend in die Privatwirtschaft und gründete die PrivCom Datenschutz GmbH mit Sitz in Hamburg. Von 2003 bis 2013 übte Peter Schaar das Amt des Bundesbeauftragten für den Datenschutz aus. Peter Schaar ist Preisträger des eco Internet AWARD. Die Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit (GDD) verlieh ihm als erstem Preisträger den GDD-Datenschutzpreis. Die US-Patientenrechte-Organisation Patient Privacy Rights zeichnete ihn mit dem Louis D. Brandeis Privacy Award aus.

Georg Schäff, Verleger Donaukurier
Georg Schäff ist Herausgeber und Verleger des bayerischen Donaukurier aus Ingolstadt. Nach seinem Internationalen Abitur studierte Georg Schäff Philosophie am Manchester College in Oxford, später Rechtswissenschaften an der London School of Economics and Political Sciences. Nach einem Volontariat beim Schwarzwälder Boten tratt Georg Schäff 1997 in den Donaukurier ein und wurde 1998 geschäftsführender Gesellschafter und Verleger. Seit 2005 ist er zudem Herausgeber. Georg Schäff setzt sich für den Schutz der Privatsphäre und die Freiheit des Einzelnen gegenüber dem Staat ein.

Hans Schöpflin, Schöpflin Stiftung
Die Schöpflin Stiftung ist eine unabhängige und gemeinnützige Stiftung, die sich in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Umwelt und Zivilgesellschaft engagiert. Einer der drei Köpfe hinter der Schöpflin Stiftung ist Hans Schöpflin. Der Unternehmer stammt aus einer bekannten Unternehmerfamilie in Süddeutschland. Die Familie Schöpflin betrieb bis in den 1960er Jahre einen der größten Versandhandel Deutschlands. Hans Schöpflin studierte in Frankreich und den USA und machte zunächst Karriere als Manager im Einzelhandel, dann als Risikokapitalgeber und investiert seither erfolgreich in Technologiefirmen wie Qualcomm. Er ist Inhaber der Schoepflin Investment Company. Privat engagiert sich Hans Schöpflin im not-for-profit Bereich. 2001 gründete er neben der Schöpflin Stiftung die Panta Rhea Foundation in den USA. Beide Stiftungen orientieren sich an der Philosophie des Heraklit: “All things flow. All things change.“

Jochen Wegner, Chefredakteur Zeit-Online
Jochen Wegner startete seine Karriere bei der Kölner Journalistenschule. Ab 1998 arbeitete Wegner als freier Journalist für etliche deutsche Medien. Er ist der Erfinder und einer der Gründer des Journalistennetzes Jonet.org. Nach Stationen beim Nachrichtenmagazin Focus wechselte er als Chefredakteur zu Focus Online und wurde gleichzeitig Mitglied der Geschäftsleitung der TOMORROW FOCUS AG, zu deren Geschäftsführung er ab April 2009 gehörte. Bis Ende 2011 war Wegner Geschäftsführer der mag10 Publishing GmbH. Als freier Unternehmensberater entwickelte Wegner ab Januar 2012 digitale Strategien für Verlage und Unternehmen. Seit 15. März 2013 ist Wegner Chefredakteur von Zeit-Online.

Stefan Willeke, Chefreporter Zeit
Stefan Willeke ist Chefreporter der „Zeit“. 2003 gewann er seinen ersten Kisch-Preis für eine Reportage über einen Konkursverwalter („Der Herr der Pleiten“), 2005 seinen zweiten Kisch-Preis für eine Reportage über den Umzug einer Dortmunder Kokerei nach China („Herr Mo holt die Fabrik“) In „Operation Lohndrücken“ beschrieb er gemeinsam mit Henning Sußebach die globale Produktion eines Rasierapparates, ein Lehrstück über die Globalisierung; sie bekamen dafür den Henri-Nannen-Preis.

Gründungs-Vorsitzender des Ethikrates: Bodo Hombach (2014-2016)
Bodo Hombach ist Präsident der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik. Von 2002 bis 2012 war er Geschäftsführer der in Essen ansässigen WAZ-Gruppe. Seit 2011 ist er Vorstand der Brost-Stiftung und verwaltet das Erbe von Anneliese Brost. Bodo Hombach war bis zu seinem Ausscheiden aus dem Gremium im Juni 2016 Gründungs-Vorsitzender des CORRECTIV-Ethikrates.

Bodo Hombach hat eine Vergangenheit sowohl in der Wirtschaft als auch in der Politik. Er war Geschäftsführer für Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und Landesgeschäftsführer der SPD in NRW. Als Geschäftsführer der Preussag Handels GmbH und der Preussag International GmbH war er viele Jahre im Außenhandel aktiv. Von 1990 bis 1999 saß er zudem als direkt gewählter Abgeordneter im Landtag NRW. Dort war er Vorsitzender des größten Untersuchungsausschusses und wirtschaftspolitischer Sprecher seiner Partei. Als Wahlkämpfer war Bodo Hombach für Johannes Rau tätig, beriet aber auch nach der Wende in Südafrika Nelson Mandela bei dessen erstem Wahlkampf um die Präsidentschaft. Bodo Hombach war Minister für Wirtschaft und Mittelstand, Technologie und Verkehr des Landes NRW sowie Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben unter Gerhard Schröder.

Aufsichtsrat

Die wirtschaftliche Arbeit von CORRECTIV wird von einem Aufsichtsrat überwacht. Dieser kontrolliert auch, dass wir Fördermittel nicht zweckentfremden.

Lukas Beckmann (Vorsitzender des Aufsichtsrates)
Lukas Beckmann arbeitet freiberuflich als Projekteur und war bis Frühjahr 2017 Vorstand des GLS Treuhand e.V. und der GLS Bank Stiftung in Bochum. Derzeit ist er unter anderem im Vorstand vom Bündnis Bürgerenergie e.V. (BBEn), im Aufsichtsrat der Bürgerenergie Berlin eG, und Mitglied der Präsidialversammlung des Evangelischen Kirchentags. Er war 20 Jahre lang Geschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag. Lukas Beckmann hat den Verein Mehr Demokratie, die Ökobank, die Petra Kelly Stiftung, das Lew Kopelew Forum, die Bürgerenergie Berlin sowie weitere gemeinnützige Vereine und Genossenschaften in den Bereichen Demokratie, Menschenrechte, Energie, Landwirtschaft und Wohnen mitgegründet und -gestaltet.

Dagmar Hovestädt (Stellvertreterin)
Dagmar Hovestädt ist seit 2011 Pressesprecherin des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) und leitet die Stabsstelle Presse und Online-Kommunikation. Sie war zuvor 20 Jahre lang Journalistin und ist Mitbegründerin von „netzwerk recherche“.

Andrew Murphy (Stellvertreter)
Andrew Murphy leitet die Murphy&Spitz Nachhaltige Vermögensverwaltung mit Sitz in Bonn. Gemeinsam mit Philipp Spitz ist er gewählter Geschäftsführer des Umwelt Aktiendepots Deutschland sowie Anlageausschussmitglied des Umwelt Aktiendepots Deutschland und Welt.

Finanzen & Förderer

CORRECTIV ist eine gemeinnützige GmbH. Sie darf keine Profite machen, sondern muss ihr ganzes Vermögen für den Aufbau der Organisation einsetzen. Unsere Arbeit wird vor allem von zwei Arten Unterstützern ermöglicht: Bürger, die uns langfristig fördern wollen, spenden uns regelmäßig als Fördermitglieder und große Förderer wie Stiftungen.

Ohne die Initialförderung mit drei Millionen Euro in den ersten vier Jahren durch die Brost-Stiftung wäre der Aufbau von CORRECTIV nicht möglich gewesen. Die Beiträge von mittlerweile mehreren tausend privaten Unterstützern wiederum tragen entscheidend zur langfristigen Planbarkeit bei. Dank der Kombination mehrerer Finanzquellen können wir Recherche- und Bildungsprojekte unabhängig von den Interessen politischer oder wirtschaftlicher Akteure vorantreiben.

Weitere bedeutende Förderer sind die Rudolf Augstein Stiftung, die Schöpflin Stiftung, die  Governance & Citizen Engagement Initiative des Omidyar Network, die Bundeszentrale für politische Bildung oder die Open Society Foundation.  Daneben gab es Unterstützung im Rahmen von Projekten wie z.B. durch die Google Digital News Initiative bei der Entwicklung der Software CrowdNewsroom.

Unsere Faktencheck-Redaktion überprüft Falschmeldungen unter anderem auf Facebook und kämpft gegen die Weiterverbreitung von Desinformationen. Für einen Teil dieser Arbeit erhalten wir eine Aufwandsentschädigung.

CORRECTIV arbeitet transparent und überprüfbar. Deshalb erscheinen auf unserer Webseite die Namen aller Geldgeber, die uns mehr als 1.000 Euro zukommen lassen sowie unsere jährlichen Geschäftsberichte, inklusive unserer Bilanzen.

anneliese-brost
Ilja Höpping / WAZ FotoPool

Die Essener Brost-Stiftung von Anneliese Brost ist unsere Initialstifterin. Sie unterstützte CORRECTIV in den ersten drei Jahren mit insgesamt drei Millionen Euro. Anneliese Brost gehört zu den bedeutendsten Verlegerpersönlichkeiten Deutschlands. Erich Brost gründete nach dem zweiten Weltkrieg die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ). Anneliese Brost – damals noch Brinkmann – war erste Mitarbeiterin der WAZ und übernahm nach dem Tod ihres Mannes die Leitung des Verlags. In ihrem Testament verfügte sie 2010 die Gründung einer gemeinnützigen Stiftung mit einem Auftrag jenseits jeder Parteipolitik. Sie fördert vornehmlich Projekte, die Brücken zwischen den Generationen bauen, das publizistische Erbe der Brost Familie aufrechterhalten und Unterprivilegierten mehr Rechte, Chancen und Anerkennung verschaffen.

Die Rudolf Augstein Stiftung unterstützt unser „Community Engagement Projekt“. In diesem Projekt sollen die Wissensbasis über Community Engagement verbreitert und Experimente gewagt werden sowie ein Wissenstransfer aus anderen Ländern wie USA und Frankreich nach Deutschland stattfinden. Wir wollen das Wissen, wie auch große Community-Recherchen durchgeführt werden können, systematisieren.

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) unterstützt verschiedene Workshops wie z.B. in der Vergangenheit „Auskunftsrechte für Alle”. Die Aufgabe der Bundeszentrale für politischen Bildung ist es, Verständnis für politische Sachverhalte zu fördern, das demokratische Bewusstsein zu festigen und die Bereitschaft zur politischen Mitarbeit zu stärken. Sie ist überparteilich und wissenschaftlich ausgewogen.

Die Schöpflin Stiftung unterstützt bei uns Recherchen im Bereich Wirtschaft mit 100.000 Euro. Die Schöpflin Stiftung wurde 2001 gegründet und engagiert sich in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Umwelt und Zivilgesellschaft. Sie entwickelt und fördert Projekte im Eigenprogramm und unterstützt Organisationen als Förderstiftung.

Zu unseren Förderern gehört die niederländische Adessium Foundation, die im Jahr 2005 durch die van Vliet Familie gegründet wurde.

Die Governance & Citizen Engagement Initiative des Omidyar Network fördert den Aufbau von CORRECTIV bis Ende 2019 mit 749.500 Dollar. Das Network wurde 2004 von eBay-Gründer Pierre Omidyar und seiner Frau Pam gegründet, um innovative Unternehmen und Non-Profit-Organisationen zu unterstützen.

Die Open Society Foundations unterstützen weltweit Initiativen und Einrichtungen, die sich für eine lebendige und tolerante Demokratie einsetzen. CORRECTIV erhielt seit 2016 von den Open Society Foundations verschiedene Förderungen für einzelne Programme. Zum Beispiel für ein Graphic Novell Fellowship oder den Einsatz gegen FakeNews.

NGOsource Equivalency Determination on File
CORRECTIV qualifies as equivalent to a U.S. public charity. The Equivalency Determination on File “badge” means that the organization was at one time determined by NGOsource to be equivalent to a U.S. public charity.

Geschäftsberichte

Jahresbericht 2017
Jahresbericht 2016
Jahresbericht 2015
Jahresbericht 2014

Zuwendungen über 1.000 Euro*

Wir legen alle Spenden, Zuwendungen und Förderbeiträge über 1.000 Euro offen*

2018

Omidyar Network Foundation: 640.051,24 Euro
Brost Stiftung: 225.000 Euro
Schöpflin Stiftung: 205.000 Euro
DNI: 100.000 Euro
Deutsche Telekom: 90.000 Euro
Open Society Foundations: 85.676,95 Euro
Adessium: 70.000 Euro
Robert Bosch Stiftung: 45.233 Euro
Rudolf Augstein Stiftung: 35.000 Euro
LfM Stiftung für Lokaljournalismus NRW: 33.750 Euro
Hamburger Stiftung für Kultur und Wissenschaft: 32.000 Euro
Hansestadt Hamburg: 29.950 Euro
Fleiss und Mut: 25.000 Euro
Bundeszentrale für politische Bildung: 20.390 Euro
Mercator Stiftung: 15.000 Euro
Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit: 10.000 Euro
Apothekerstiftung Westfalen-Lippe: 7.500 Euro
Infonetwork: 5.000 Euro
Reporter ohne Grenzen: 1.500 Euro
Erste Abwicklungsanstalt: 1.000 Euro
Becco Giallo: 1.000 Euro

2017

Brost Stiftung: 450.000 Euro
DNI: 270.000 Euro
Open Society Foundation: 159.022,93 Euro
Schöpflin Stiftung: 120.000 Euro
Cassiopeia Foundation: 100.000 Euro
Facebook: 105.000 Euro
Hamburger Stiftung für Kultur und Wissenschaft: 98.000 Euro
Bundeszentrale Politische Bildung: 89.460 Euro
Rudolf Augstein Stiftung: 54.111,13 Euro
Telekom: 45.000 Euro
First Draft (Eyewitness Media): 40.940 Euro
Adessium: 38.000 Euro
LfM Stiftung für Lokaljournalismus NRW: 34.400 Euro
Infonetwork: 24.672 Euro
AOK Baden-Württemberg: 23.364,49 Euro
Stiftung Mercator: 18.691,59 Euro
Freedom House: 17.322,70 Euro
Google News Fellowship: 6400 Euro
NDR: 6.400 Euro
Telekom-Stiftung: 5.000 Euro
Privater Spender*: 4.400 Euro
Journalismfund.eu: 1.667 Euro
European Journalism Center: 1.401,87 Euro
Dr. Stephan Geue: 1009,07 Euro
DJV: 1.000 Euro

2016

Brost-Stiftung 925.000 Euro
Stichting Adessium 114.000 Euro
Schöpflin Stiftung 103.900 Euro
Rudolf Augstein Stiftung 60.000 Euro
Stiftung Vielfalt und Partizipation gGmbH/Vor Ort NRW LfM-Stiftung für Lokaljournalismus 51.900 Euro
Open Society Foundations 26.884 Euro
Deutsche Bank AG 25.000 Euro
GLS Treuhand e.V. 23.500 Euro
Bundeszentrale für politische Bildung 19.350 Euro
RTL Television GmbH 12.014 Euro
Journalismfund.eu 10.000 Euro
Google Germany GmbH 9.758 Euro
Zweites Deutsches Fernsehen 5.000 Euro
Verband der PSD Banken e.V. 5.000 Euro
Deutsche Gesellschaft für Informationsfreiheit e.V. 4.760 Euro
Pro Rauchfrei e.V. 4.250 Euro
Konrad Adenauer Stiftung 6.000 Euro
Rotary Hilfe e.V. 3.000 Euro
Bastian Schlange 3.000 Euro
Stiftung Erneuerbare Freiheit 3.000 Euro
Heinrich Böll Stiftung Nordrhein-Westfalen 2.571 Euro
Zeitenspiegel Reportagen Reinhardt & Partner 2.000 Euro
Gruner + Jahr GmbH & Co KG 1.785 Euro
ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius 1.500 Euro
Helmut Adam 1.000 Euro

2015

Brost-Stiftung 1.447.090 Euro
Schöpflin Stiftung 106.100 Euro
Stichting Adessium 75.000 Euro
Rudolf Augstein Stiftung 35.000 Euro
Bundeszentrale für politische Bildung 26.344 Euro
GLS Treuhand e.V. 20.000 Euro
Investigate e.V. 15.000 Euro
Heinrich-Böll-Stifung 12.000 Euro
Bernhard Jungblut 7.902 Euro
Persgroep Nederland BV 5.000 Euro
Deutsche Bank AG 2.500 Euro
freeeye.tv GmbH 1.785 Euro

2014

Brost-Stiftung 675.000 Euro

*In begründeten Fällen werden die Zuwendungen privater Spender von uns anonymisiert veröffentlicht. Die Namen der Spender werden in diesen Fällen nur dem Ethikrat vorgelegt. Spenden privater Personen für Özgürüz werden nicht ausgewiesen

Offenlegung der Bruttogehälter der Geschäftsführung und Chefredaktion

Transparenz ist für jede demokratische Gesellschaft sehr wichtig und für uns ein Selbstverständnis. Daher legen wir auch die Gehälter unseres Führungsteams offen.

2017

David Schraven: 95.197 Euro
Markus Grill: 157.500 Euro

2016

David Schraven: 97.835 Euro
Dr. Christian Humborg: 64.540 Euro
Markus Grill: 137.793 Euro

2015

David Schraven: 111.038 Euro
Dr. Christian Humborg: 88.200 Euro
Markus Grill: 87.500

2014

David Schraven: 36.338 Euro
Dr. Christian Humborg: 14.167 Euro

Auszeichnungen

2018

Top 30 Nachwuchsjournalisten des Jahres 2018

 Unser Journalistinnen Tania Röttger, Cristina Helberg und Anna Mayr zählen in diesem Jahr zu den „Top 30 bis 30“ Nachwuchsjournalisten, die das „medium magazin“ jährlich auswählt.

Deutsch-Französischer Journalistenpreis 2018

 in der Kategorie „Multimedia“: „Das Projekt „Searise“ („Steigende Meere“) macht das globale Problem des Klimawandels auf lokaler und regionaler Ebene erfahrbar. Durch seine anschauliche Präsentationsform lädt „Searise“ die Nutzer dazu ein, sprichwörtlich tiefer in das Thema einzutauchen.“

Dr. Georg Schreiber Medienpreis 2018

  Die Autoren Eva Anna Achinger und Alexander Krützfeldt wurden für ihre Recherche „Ausnahmezustand in deutschen Gefängnissen“ in der Kategorie „Online“ ausgezeichnet. Die Veröffentlichung ist Teil unserer Crowdfunding-Recherche „Acht Häftlinge“, die wir gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk und der Süddeutschen Zeitung umgesetzt haben.

Journalistenpreis der Apothekerstiftung Westfalen Lippe 2018

 Für die Recherche „Die Alte Apotheke“ über gepanschte Krebsmedikamente aus einer Bottroper Apotheke wird CORRECTIV mit dem 1. Platz ausgezeichnet. „Machen Sie weiter und kämpfen Sie gerade in der heutigen Zeit weiter um das Vertrauen des Publikums“, appellierte Professor Achim Baum (Hochschule Osnabrück/Campus Lingen) in seiner Laudatio.

Journalistenpreis der Apothekerstiftung Westfalen Lippe 2018

 Unsere Reporterin Marta Orosz wurde für ihren Beitrag „Die Medikamente der Anderen“ mit dem 2. Platz ausgezeichnet. Die Recherche befasst sich mit Parallel-Importen von Arzneimitteln. Dieser Handel mit teils lebenswichtigen Medikamente führt dazu, dass diese in ärmeren Ländern nicht mehr in erforderlichem Umfang verfügbar sind. Laudatorin Andrea Benstein (Studioleiterin WDR Münster) begründete den Jury-Entscheid: „Das war eine großartige Recherche, die Licht in diesen toten Winkel gebracht hat.“

Nominierung zum Nannen Preis 2018

 In der Kategorie „Investigative Leistung“ wurde neben Recherchen der Zeit und des Spiegels auch unsere Recherche „Der Apotheker“ für den renommierten Preis nominiert. Wir erzählen die Geschichte über den Mann hinter dem Skandal um gepanschte Krebsmedikamente in Bottrop und stellen die gesamten Erkenntnisse aus unserem Rechercheschwerpunkt zur Alten Apotheke dar.

 

2017

ERM-Medienpreis für nachhaltige Entwicklung 2017

 Unsere Reporterin Annika Joeres wird mit Gastautor Fabian Löhe für eine Artikelserie über klimaschädliche Fonds der Bundesländer mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Der Preis wird von der Die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen vergeben. „Investigativer Journalismus at its best“, sagt die Jury des ERM-Medienpreises.

Top 30 Nachwuchsjournalisten des Jahres 2017

 Unser Datenjournalist Simon Wörpel zählt in diesem Jahr zu den „Top 30 bis 30“ Nachwuchsjournalisten, die das „medium magazin“ jährlich auswählt. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen eine umfangreiche Datenauswertung über Mini-Jobs in Deutschland sowie eine Recherche zu Unterrichtsausfall in Dortmund. Dieses Projekt stützte sich auf den Crowdnewsroom von CORRECTIV, den Simon mit entwickelt hat.

 

2016

Journalist des Jahres 2016

 der Branchenzeitschrift „medium magazin“ in der Kategorie „Team des Jahres“ und CORRECTIV-Reporter Hristio Boytchev auf Platz 3 in der Kategorie „Wissenschaftsjournalist des Jahres“: „Das Team von correctiv.org hat durch seine Arbeit die Recherche in Deutschland neu befruchtet. 2016 arbeitete das Recherchebüro mit rund 60 Medienpartnern an gesellschaftlich relevanten Themen zusammen, veröffentlichte mehrere Bücher und die ,Bibliothek der verborgenen Dokumente‘, inspirierte ein Theaterstück, gab Workshops zum Auskunftsrecht, gründete eine neue Lokalredaktion (correctiv.ruhr) und ein Fellowship-Programm für Datenjournalismus. Correctiv ist eine Bereicherung und nicht mehr wegzudenken.“

Deutscher Reporterpreis 2016

„In der Kategorie Innovation waren in diesem Jahr zwei Arbeiten nominiert (Rechercheserie zu Sparkassen und Pflege), beide von CORRECTIV. Die Jury nahm das zum Anlass, die Arbeit des ersten gemeinnützigen Recherchezentrums im deutschsprachigen Raum insgesamt zu würdigen. Sie lobte den Mut und das Engagement, mit dem das kleine Recherche-Team in jene Lücken stößt, die von den Verlagen heute ausgelassen werden; wie das Büro mit Formen und Formaten spielt und neueste Recherchetools nutzt, von datengestützter Recherche zu Ausstellungen, von Roboter-Journalismus bis hin zur Zusammenarbeit mit Comedians.“

Wirtschaftsjournalist des Jahres 2016

 in den Kategorien „Redaktion des Jahres“ und „Innovation des Jahres“. In den beiden Jurybegründungen heißt es: „Das Team recherchierte unermüdlich zu aktuellen und umstrittenen Themen wie TTIP, aber auch zu zeitloseren, oft unbeachteten Themen wie den Machenschaften der Sparkassen.“ und „In einer außergewöhnlichen Langzeit-Kooperation decken sie die Machenschaften der Sparkassen auf: faule Kredite, üppige Boni und Gehälter für Vorstände, Spendenwirtschaft in die eigene Tasche. Vorbildlicher Journalismus.“

Axel Springer Preis 2016 in der Kategorie „Investigative Recherche“

für die Undercover-Berichterstattung über Tierdiebe, wie skrupellose Wilderer die deutsche Natur plündern.

LeadAward 2016 „Independent des Jahres“

2015

Deutscher Reporterpreis 2015

 in der Kategorie „Innovation“ für die grafische Reportage „Weisse Wölfe“ – eine „knallharte Recherche, die im rechtsradikalen Milieu in Dortmund beginnt und von dort aus den militanten Neonazi-Strukturen durch halb Europa folgt – dramaturgisch perfekt erzählt und meisterhaft gezeichnet.“

LeadAward 2015

 Silber in der Kategorie „Independent des Jahres“

Ernst Schneider Preis 2015

 in der Kategorie „Print“ zusammen mit ZEIT und Funke-Mediengruppe für die Recherchen zu „Tödlichen Keimen“ in deutschen Krankenhäusern.

Grimme Online Award 2015

  in der Kategorie „Information“: „MH 17 – Die Suche nach der Wahrheit“ ist … das Ergebnis einer großartigen Rechercheleistung, perfekt aufbereitet. […] Die Jury würdigt dieses Projekt als herausragendes Beispiel für die Verbindung digitaler Erzählmethoden mit klassischen journalistischen Fähigkeiten. Und sie würdigt es als Beispiel für die zahlreichen Beiträge hoher publizistischer Qualität, die das gemeinnnützige Recherchebüro correctiv.org auszeichnen, und die es anderen Medien zur Verfügung stellt.“

Deutsch-Französischer Journalistenpreis 2015

 in der Kategorie „Multimedia“: „Durch aufwändige Recherchen ist es den Autoren gelungen, den mutmaßlichen Abschuss des Passagierflugzeugs MH17 zu rekonstruieren. Sie haben vorhandene Hinweise aus verschiedenen Quellen mit den Fakten vor Ort abgeglichen und verifiziert. Multimediale Elemente wurden sinnvoll eingesetzt, um eine interessante Geschichte plausibel zu erzählen.“

Axel Springer Preis 2015

  2. Preis in der Kategorie „Internet“ für „Spendengerichte“

 

2014

Journalist des Jahres 2014

  der Branchenzeitschrift „medium magazin“ in der Kategorie „Newcomer“: „CORRECTIV probiert neue Journalismus-Finanzierung und entfachte eine Debatte über die Gemeinnützigkeit journalistischen Tuns. Mit ihren Themen von bundesweiter Bedeutung, die lokal heruntergebrochen werden konnten, legte das Team einen vielversprechenden Start hin.“

LeadAward 2014

  Bronze in der Kategorie „Independent des Jahres“

Top 30 Nachwuchsjournalisten des Jahres 2014

  Unser Datenjournalist Stefan Wehrmeyer zählt in diesem Jahr zu den „Top 30 bis 30“ Nachwuchsjournalisten, die das „medium magazin“ jährlich auswählt. Er war Gründungsmitglied von CORRECTIV. Wenige Monate nach der Gründung war er an einer Recherchereihe zu bis dato geheimen Spendenentscheidungen der Justiz beteiligt. Dafür entwickelte er eine Datenbank, die Zuweisungen von Richtern und Staatsanwälte an Organisationen in ganz Deutschland offenlegte.

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