Hintergrund

Coronavirus-Faktenchecks: Diese Behauptungen hat CORRECTIV geprüft 

Rund um das neuartige Coronavirus und die damit verbundene Pandemie werden seit Wochen zahlreiche Falschinformationen und Halbwahrheiten verbreitet – vor allem in den Sozialen Netzwerken. Hier sind alle Faktenchecks im Überblick.

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Über das neuartige Coronavirus kursieren zahlreiche Behauptungen. Das Faktencheck-Team von CORRECTIV veröffentlicht seit Wochen Faktenchecks dazu. (Symbolbild: Ivo Mayr/Correctiv)

Seit Anfang 2020 beherrscht das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 die Berichterstattung. Auch Desinformationen rund um das Virus und die Lungenkrankheit Covid-19 sind an der Tagesordnung. Die Behauptungen verbreiten sich vor allem über die Sozialen Netzwerke, zum Beispiel Facebook oder Whatsapp. 

Diese Behauptungen hat das Team von CORRECTIV.Faktencheck seit Januar 2020 überprüft.

(Achtung: Alle Informationen in den Faktenchecks geben den jeweiligen Stand der Dinge zu dem Zeitpunkt wieder, an dem sie veröffentlicht wurden. Und ein Tipp: Durchsuchen Sie den Artikel mit der Tastenkombination STRG+F oder CMD+F nach Stichworten.


Behauptung: Der Sprecher der Goethe-Universität habe eine „Falschaussage“ eingeräumt. Damit fehle der „endgültige Beleg für die fristgemäße Abgabe der Dissertation“ von Christian Drosten

Bewertung: Teilweise falsch

In einem Blog wird dem Sprecher der Goethe-Universität Frankfurt eine „Falschaussage“ zum Vorhandensein eines Revisionsscheins unterstellt. Es wird suggeriert, dies stelle den ordnungsgemäßen Ablauf der Promotion infrage. Das stimmt jedoch nicht. Zwar hatte der Sprecher einem Bürger dazu tatsächlich eine falsche Information gegeben – der Revisionsschein existiert nicht. Der Schein war aber auch keine Voraussetzung für die Promotion. Faktencheck vom 4. Dezember 2020.

Behauptung: Ein Diagramm zeige, dass in den vergangenen Grippesaisons stets mehr Menschen an Influenza starben als dieses Jahr an Covid-19

Bewertung: Größtenteils falsch

„Wo ist diese Pandemie?“, fragt ein Nutzer auf Facebook. Dazu veröffentlicht er eine Grafik, die Influenza- und Coronavirus-Sterbefälle im Verhältnis zeigen soll. Doch die Grafik ist irreführend, sie stellt die Daten selektiv dar und lässt alle Grippesaisons aus, in denen es so gut wie keine Todesfälle gab. Zudem vergleicht sie Zahlen aus unterschiedlichen Statistiken, die völlig unterschiedlich erhoben wurden und daher nicht direkt vergleichbar sind. Faktencheck vom 4. Dezember 2020.

Behauptung: Eine Statistik aus dem DIVI-Intensivregister zeige, dass seit dem 24. Juli „nonstop“ Intensivbetten abgebaut wurden

Bewertung: Größtenteils falsch

Werden in der Pandemie Intensivbetten abgebaut, damit Knappheit herrscht? Das wird in einigen Beiträgen in Sozialen Netzwerken unterstellt, als Beleg dient eine Grafik des umstrittenen Arztes Bodo Schiffmann. Doch die Grafik ist irreführend und die Behauptung größtenteils falsch. Faktencheck vom 3. Dezember 2020.

Behauptung: Eine Statistik der WHO zeige, dass das Influenza-Virus seit April „auf wundersame Weise vom Erdboden verschwunden“ sei

Bewertung: Größtenteils falsch

Eine Statistik, die auf Facebook verbreitet wird, erweckt den Eindruck, die Weltgesundheitsorganisation habe seit Beginn der Corona-Pandemie weltweit keine Grippefälle mehr verzeichnet. Das stimmt nicht, es werden weiterhin Grippefälle registriert. Dass es im Sommer und Herbst kaum Fälle gibt, ist normal. Laut RKI und WHO wirken sich zudem mutmaßlich die Eindämmungsmaßnahmen gegen das Coronavirus auch auf das Influenzavirus aus. Faktencheck vom 3. Dezember 2020.

Behauptung: Video einer leeren Covid-Station im Krankenhaus Ludwigsburg belege, dass die Pandemie „Betrug“ sei

Bewertung: Falscher Kontext

Die Pandemie sei ein Betrug – das belege ein Video einer leeren Covid-Station eines Ludwigsburger Krankenhauses, . Das im November auf Facebook verbreitete Video stammt allerdings vom Spätsommer, als es insgesamt weniger Corona-Fälle in Deutschland gab. Zudem kann von der Situation auf einer Intensivstation kein Rückschluss auf die Existenz einer Pandemie gezogen werden. Faktencheck vom 3. Dezember 2020.

Behauptung: In Madrid habe die Polizei eine Frau mit einem Taser (Elektroschock-Pistole) angegriffen, nur weil sie keine Maske trug

Bewertung: Falscher Kontext

Ein Video zeigt, wie ein Polizist eine Elektroschock-Pistole gegen eine Frau einsetzt. In Sozialen Netzwerken wird behauptet, es stamme aus Madrid und der Grund für den Einsatz sei gewesen, dass die Frau keine Maske getragen habe. Damit wird die Szene jedoch in einen falschen Kontext gesetzt: Das Video stammt aus Katalonien, und die Frau randalierte in einem Behandlungszentrum. Faktencheck vom 2. Dezember 2020.

Behauptung: Das Dritte Bevölkerungsschutzgesetz enthalte eine „versteckte Impfpflicht“ für Reisende, die nach Deutschland zurückkehren wollen

Bewertung: Unbelegt

Wer künftig ins Ausland reisen wolle, müsse sich spätestens vor der Rückreise nach Deutschland impfen lassen, behauptet ein Beitrag auf Telegram. Als Grundlage dient ein Abschnitt im Dritten Bevölkerungsschutzgesetz, der jedoch irreführend interpretiert wird. Das Bundesgesundheitsministerium hat mehrfach versichert, dass es keine verpflichtenden Impfungen gegen SARS-CoV-2 geben werde. Faktencheck vom 2. Dezember 2020.

Behauptung: Ein Vergleich der Daten zu Intensivbehandlungen 2018 und 2020 zeige, dass die aktuelle Lage ungefährlich sei und Covid-19-Patienten kaum zur Bettenbelegung beitragen

Bewertung: Falscher Kontext

Zwei Diagramme, die im Telegram-Kanal von Bodo Schiffmann verbreitet werden, zeigen einen Vergleich von „Intensivbehandlungen“ in den Jahren 2018 und 2020. Es wirkt, als habe sich die Anzahl der Behandlungen kaum verändert oder als sei der Anteil von Covid-19-Patienten in Intensivbetten sehr gering. Die Grafiken sind jedoch irreführend und teilweise manipulativ dargestellt. Die Daten aus den beiden Jahren lassen sich nicht sinnvoll vergleichen, weil sie völlig unterschiedlich erhoben wurden. Faktenchecks vom 1. und 2. Dezember: Hier und hier.

Behauptung: Der Berliner Senat habe bestätigt, dass PCR-Tests „Betrug“ seien und keine Infektion im Sinne des Infektionsschutzgesetzes nachweisen könnten

Bewertung: Größtenteils falsch

Ein auf Facebook vielfach verbreiteter Artikel von Anonymous News konstruiert aus einer Erklärung des Berliner Senats, dass PCR-Tests „Betrug“ seien: Angeblich könnten sie keine Infektion mit dem Coronavirus nachweisen. Das stimmt so nicht. Die Antworten des Senats auf eine Anfrage des Berliner Abgeordneten Marcel Luthe werden irreführend interpretiert. PCR-Test können Infektionen im Sinne des Infektionsschutzgesetzes nachweisen. Hier geht’s zum vollständigen Faktencheck vom 30. November 2020.

Behauptung: Das Bundesgesundheitsministerium werbe auf Plakaten für Alltagsmaßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie mit einer Kampagne namens „ANAL“.

Bewertung: Frei erfunden

Das Bundesgesundheitsministerium werbe mit der Abkürzung „ANAL“ dafür, sich an die Alltagsmaßnahmen im Kampf gegen Corona zu halten. Das wird in Sozialen Netzwerken behauptet. Als Beleg soll ein Foto eines Plakats der vermeintlichen Kampagne gelten. Es handelt sich jedoch um eine Fälschung. Faktencheck vom 27. November 2020. 

Behauptung: Das Coronavirus sei nie isoliert und die Tests nicht validiert worden.

Bewertung: Falsch

Das Coronavirus sei „noch nirgends isoliert“ und die Tests für den Nachweis von Viren nicht validiert worden, wird auf Facebook behauptet. Das stimmt nicht. Tatsächlich wurde das Virus schon mehrfach isoliert und auch PCR-Tests werden validiert, da man sie sonst nicht zulassen kann. Faktencheck vom 27. November 2020. 

Behauptung: Es gebe mehr Corona-Fälle, weil mehr getestet werde.

Bewertung: Fehlender Kontext

Angeblich gebe es nur mehr Corona-Fälle, weil mehr getestet werde. Das wird im Internet behauptet, stimmt so pauschal jedoch nicht. In manchen Wochen gibt es sogar mehr laborbestätigte Fälle, obwohl weniger getestet wurde. Faktencheck vom 27. November 2020. 

Behauptung: Im Schnitt würden pro Tag mehr Menschen durch Fehlbehandlungen, Krankenhauskeime und Medikamentennebenwirkungen sterben als an Covid-19.

Bewertung: Unbelegt

Angeblich würden im Schnitt mehr Menschen durch Krankenhauskeime, „Ärztepfusch“ und Nebenwirkungen von Medikamenten sterben als durch Covid-19. Die Zahlen, die das belegen sollen, lassen sich jedoch nicht sinnvoll vergleichen. Faktencheck vom 25. November 2020. 

Behauptung: Eine Studie zu Übersterblichkeit belege, dass 45 Prozent der zusätzlichen Todesfälle auf den „Lockdown“ zurückzuführen seien

Bewertung: Unbelegt

Eine Studie zu Übersterblichkeit in einer Region in Baden-Württemberg beweise, dass 45 Prozent der zusätzlichen Verstorbenen wegen des „Lockdowns“ im Frühjahr gestorben seien, heißt es in einem Artikel von RT Deutsch. Das stimmt nicht. Die Studie wurde irreführend interpretiert und lässt solche Schlüsse nicht zu. Faktencheck vom 25. November 2020. 

Behauptung: Die IHK Köln habe im November einen Empfang für 250 Gäste mit Jens Spahn veranstaltet

Bewertung: Falscher Kontext

Ein Zeitungsartikel über einen Empfang der Industrie- und Handelskammer Köln wird auf Facebook verbreitet. Es entsteht der Eindruck, er handele von einer Veranstaltung im November 2020 mit 250 Gästen – ohne Abstand oder Masken. Doch das stimmt nicht: Die Zeitung bezog sich auf den geplanten Neujahrsempfang der IHK 2021, der „unter Vorbehalt“ im Januar stattfinden sollte. Faktencheck vom 24. November.

Behauptung: Video von Jens Spahn zeige, dass 25.000 Euro Strafe drohen würden, wenn man einer verpflichtenden Impfung nicht nachkomme

Bewertung: Manipuliert

Ein Video von Jens Spahn verbreitet sich im Netz. Es wird suggeriert, er habe Geldstrafen von 25.000 Euro angekündigt für Menschen, die einer verpflichtenden Impfung nicht nachkommen. Doch das Video wurde irreführend geschnitten – es ging darin nicht um eine Impfpflicht, sondern um eine Testpflicht für Reiserückkehrer. Faktencheck vom 23. November.

Behauptung: Christian Drosten habe 2014 gesagt, dass er PCR-Tests für „untauglich“ halte

Bewertung: Fehlender Kontext

Ein altes Interview mit dem Virologen Christian Drosten wird in einem Internet-Blog irreführend interpretiert. Es wird behauptet, Drosten habe erklärt, dass der PCR-Test für Massentestungen nicht geeignet sei. Hier fehlt wesentlicher Kontext. Tatsächlich äußerte Drosten 2014 Kritik am Umgang mit dem MERS-Virus, das er als wesentlich weniger ansteckend einschätzte. Faktencheck vom 23. November.

Behauptung: Georg Nüßlein habe in einem Video aus Versehen bestätigt, dass das Dritte Bevölkerungsschutzgesetz der Einführung einer Impfpflicht dienen sollte

Bewertung: Manipuliert

Auf dem Youtube-Kanal der „Anwälte für Aufklärung“ ist ein Video zu sehen, in dem der Politiker Georg Nüßlein anscheinend bestätigt, dass eine Impfpflicht eingeführt werden soll. Das stimmt nicht. Nüßlein hat sich lediglich versprochen und den Fehler sofort korrigiert – dieser Teil des Videos wurde jedoch weggeschnitten. Faktencheck vom 20. November.

Behauptung: Die Bundestagskantine ist offen, Restaurants seien geschlossen

Bewertung: Fehlender Kontext

Trotz der Corona-Pandemie sind die Kantinen im Bundestag geöffnet. In einigen Facebook-Beiträgen wird suggeriert, es handele sich dabei um eine Ausnahme. Doch das stimmt nicht, Kantinen von Arbeitsstätten dürfen weiterhin geöffnet sein. Faktencheck vom 20. November.

Behauptung:Sanitäter berichtet von 40 Verletzten und 7 Schwerverletzten bei Corona-Protest in Berlin

Bewertung: Teilweise falsch

In einem Video spricht ein Mann, der wie ein Sanitäter gekleidet ist, von 40 Verletzten und sieben Schwerverletzten bei der Demonstration am 18. November in Berlin. Er sagt, er sei von der Polizei weggeschickt worden. Das Video erweckt einen falschen Eindruck: Der Mann war nicht für einen Rettungsdienst im Einsatz. Die Feuerwehr kann seine Angaben nicht bestätigen. Faktencheck vom 19. November.

Behauptung: Die Infektionssterblichkeitsrate in Deutschland liege bei 0,014 Prozent

Bewertung: Teilweise falsch

In einem tausendfach geteilten Facebook-Beitrag werden aktuelle Corona-Zahlen, unter anderem zu Patienten auf Intensivstationen, geteilt. Es wird behauptet, die „Infektionstodesrate“ liege bei 0,014 Prozent. Das stimmt nicht. Faktencheck vom 19. November.

Behauptung: Bis zum Sommer 2020 habe es kein einziges Exemplar der Dissertation von Christian Drosten gegeben

Im Netz kursieren mehrere Behauptungen zur Dissertation des Virologen Christian Drosten. Diese sei etwa „17 Jahre lang nicht auffindbar“ gewesen. Suggeriert wird außerdem, die Arbeit sei nicht ordnungsgemäß veröffentlicht worden. Die Frankfurter Goethe-Universität, wo Drosten promovierte, widerspricht. Hintergrundartikel vom 19. November.

Behauptung: Ein Video zeige, wie Polizisten in Genua bei einer „Corona-Demo“ ihre Helme abnehmen

Bewertung: Falscher Kontext

Im Netz kursiert derzeit ein Video von Demonstranten, die vor einer Gruppe Polizisten stehen. Die Polizisten nehmen ihre Helme ab. Es wird behauptet, die Aufnahme zeige eine „Corona-Demo“ im italienischen Genua – doch das ist falsch. Faktencheck vom 18. November.

Behauptung: Ein Schreiben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung erkläre, dass jeder, der das Tragen einer Maske anordnet, dafür persönlich hafte

Bewertung: Falsch

Im Internet kursiert die Behauptung, Schulen und Arbeitgeber könnten für etwaige Folgen des Tragens einer Mund-Nasen-Bedeckung haftbar gemacht werden. Als angeblicher Beleg dient ein Dokument der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, aus dem diese Informationen jedoch nicht hervorgehen. Die Unfallversicherung widerspricht selbst der Behauptung. Faktencheck vom 17. November. 

Behauptung: Das Dritte Bevölkerungsschutzgesetz sei vergleichbar mit dem Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten

Auf Sozialen Netzwerken wird behauptet, mit der Veränderung des Infektionsschutzgesetzes würden Grundrechte außer Kraft gesetzt. Man könne bald ohne Impfnachweis keine Lebensmittel mehr kaufen, Familien würden zur Zwangsimpfung „aus ihren Wohnungen geholt“ und wer sich nicht impfen lasse, würde „in die Psychiatrie gesteckt“. Beweis dafür soll ein Auszug aus einem falsch interpretierten Gesetzesentwurf sein. Hintergrundbericht vom 17. November.

Behauptung: Die WHO habe am 1. September 2020 „zugegeben“, dass ein von Bill Gates finanzierter Impfstoff einen Ausbruch von Kinderlähmung in Afrika verursacht habe

Bewertung: Fehlender Kontext

Die Webseite „Corona-Transition“ schreibt, es habe kürzlich einen Polio-Ausbruch in Afrika gegeben, der auf Impfstoffe von Bill Gates zurückzuführen sei. Medien würden diesen „Gesundheitsskandal“ angeblich verschweigen. Das ist irreführend. Dem Artikel fehlt zudem relevanter Kontext über den Polio-Ausbruch – zum Beispiel die Anzahl der Fälle, um die es geht. Faktencheck vom 13. November 2020.

Behauptung: Ein Video zeige, wie „verloren gegangene“ Stimmzettel am Straßenrand gefunden werden

Bewertung: Falsch

Ein Video zeigt, wie zwei Sheriffs Plastiksäcke am Straßenrand einsammeln. Auf Youtube, Telegram und Facebook wird behauptet, die Säcke enthielten „verloren gegangene“ Stimmzettel von der US-Wahl. Das stimmt laut Polizei nicht. Es handelte sich wohl um geöffnete Amazon-Pakete. Faktencheck vom 13. November 2020.

Behauptung: Fotos zeigen denselben Mann mal als Arzt, mal als Patient – also sei die Pandemie „inszeniert“

Bewertung: Falscher Kontext

Weil ein und derselbe Mann auf mehreren Fotos mit Bezug zur Coronavirus-Pandemie auftaucht, suggerieren einige Facebook-Nutzer, dass die Pandemie inszeniert sei. Der Behauptung fehlt jede Grundlage: Es handelt sich lediglich um Fotos einer Bildagentur. Faktencheck vom 12. November 2020.

Behauptung: Teste man Gesunde, seien ein Prozent der PCR-Test falsch-positiv.

Bewertung: Unbelegt. 

In einem Beitrag des österreichischen Senders „Servus-TV“ auf Facebook wird behauptet, das Testen von Gesunden auf das Coronavirus führe in etwa einem Prozent der Fälle zu falsch-positiven PCR-Testergebnissen. Dafür gibt es jedoch keine Belege. Daten, wie viele Tests in der Praxis in Deutschland oder Österreich falsch-positiv (oder falsch-negativ) sind, gibt es nicht. Experten halten solche Fehler für nahezu ausgeschlossen, da die Labore Qualitätskontrollen durchführen. Faktencheck  vom 11. November 2020. 

Behauptung: Das Robert-Koch-Institut habe zugegeben, dass das Coronavirus genauso gefährlich sei wie die saisonale Grippe

Bewertung: Falsch

Auf einer Webseite wird behauptet, das Robert-Koch-Institut (RKI) habe bestätigt, dass die Grippe und das Coronavirus gleich gefährlich seien. Das stimmt nicht – eine solche Aussage vom RKI gibt es nicht. Faktencheck vom 9. November 2020.

Behauptung: Daten der Helios-Kliniken zeigten, dass so gut wie keine Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt seien, die Pandemie sei also nicht gefährlich

Bewertung: Fehlender Kontext

In den Sozialen Netzwerken kursieren Belegungszahlen der Helios-Krankenhäuser, die angeblich zeigen, dass in Deutschland kaum Corona-Patienten auf den Intensivstationen liegen. Die Daten werden jedoch irreführend verbreitet – und geben keinen Überblick über die gesamte Lage in Deutschland. Faktencheck vom 6. November 2020.

Behauptung: Ein Video zeige ein bewusstloses Mädchen, das von der Berliner Polizei gewaltsam festgenommen wurde

Bewertung: Falscher Kontext

Zwei Polizisten ziehen eine Person über die Straße. Ein Video dieser Szene von einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen verbreitet sich aktuell in Sozialen Netzwerken – mit der Behauptung, es handele sich um ein bewusstloses Mädchen. Die Berliner Polizei widerspricht: Die Frau sei 47 Jahre alt. Dafür, dass sie bewusstlos gewesen ist, gibt es ebenfalls keine Belege. Faktencheck vom 5. November 2020.

Behauptung: Ein virales Video zeige die französische Polizei, die Handschellen auf den Boden werfe und sich damit Macrons „Corona-Diktatur“ widersetze

Bewertung: Falscher Kontext

Ein virales Video zeigt diversen Facebook-Nutzern zufolge, wie französische Polizisten in Paris gegen eine angebliche „Corona-Diktatur“ in Frankreich demonstrieren. Das stimmt nicht – sie demonstrierten gegen Reformpläne des damaligen Innenministers Christophe Castaner. Faktencheck vom 5. November 2020.

Behauptung: Das neuartige Coronavirus sei nie isoliert worden und der PCR-Test basiere nur auf einem Computermodell

Bewertung: Größtenteils falsch

In einem Video, das tausendfach auf Facebook geteilt wird, sagt die Youtuberin Naomi Seibt unter anderem, das neuartige Coronavirus sei bisher nicht isoliert worden. Und der PCR-Test basiere nur auf einem Computermodell des Virus-Genoms, sei also unzuverlässig. Ein Faktencheck zeigt: Ihre Behauptungen sind falsch oder unbelegt. Faktencheck vom 5. November 2020.

Behauptung: Hendrik Streeck habe aktuell gesagt: „Wir tun gerade alles, um unserem Immunsystem zu schaden.“

Bewertung: Fehlender Kontext

Auf Facebook kursiert ein Zitat des Virologen Hendrik Streeck, mit dem der Eindruck erweckt wird, er habe die derzeitigen Corona-Maßnahmen in Deutschland als schädlich für das Immunsystem bezeichnet. Tatsächlich stammt das Zitat jedoch von März und Streeck bezog sich auf eine hypothetische Ausgangssperre.  Faktencheck vom 4. November 2020.

Behauptung: Die US-Gesundheitsbehörde habe die Behauptung zurückgenommen, Covid-19 sei über die Luft übertragbar und „zugegeben“, die Öffentlichkeit „getäuscht“ zu haben

Bewertung: Falsch

Die US-Gesundheitsbehörde CDC habe „zugegeben“, die Öffentlichkeit mit der Information, Covid-19 sei über die Luft übertragbar, „getäuscht“ zu haben, behauptet eine Youtuberin. Das stimmt nicht – die Behörde hat lediglich einen Text zum Thema kurzzeitig zurückgezogen, um ihn zu überarbeiten, und das auch öffentlich erklärt. Faktencheck vom 3. November 2020.

Behauptung: Die Ehefrau von Markus Söder, Karin Baumüller-Söder, habe einen Umsatz von 242 Millionen Euro gemacht, indem ihr Familienunternehmen Masken herstelle und verkaufe

Bewertung: Falsch

Die Ehefrau von Markus Söder, Karin Baumüller-Söder, profitiere finanziell von der Maskenpflicht, wird im Netz vielfach behauptet. 242 Millionen Euro Umsatz habe sie angeblich mit der Produktion von Masken erwirtschaftet. Das stimmt nicht. Faktencheck vom 2. November 2020.

Behauptung: Polizisten würden aktuell Netzmasken als Mund-Nasen-Bedeckung tragen, um besser atmen zu können

Bewertung: Falscher Kontext

Auf Facebook wurde eine Aufnahme verbreitet, die eine Gruppe Polizisten zeigt. Als Mund-Nasen-Bedeckung tragen sie Rundschals. Es wird behauptet, es handele sich um „Netzmasken“ und die Polizei trage sie nun, weil man damit besser atmen könne. Das stimmt nicht. Faktencheck vom 30. Oktober 2020.

Behauptung: Ein Foto zeige Angela Merkel bei einem Treffen mit europäischen Regierungschefs in Brüssel, bei dem nicht auf die Corona-Regeln geachtet wurde

Bewertung: Falscher Kontext

Auf Facebook kursiert ein Bild, das Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere europäische Regierungschefs beim Bier in einer Kneipe zeigt. Abstand, Mundschutz oder andere Vorsichtsmaßnahmen? Fehlanzeige. Das war aber auch gar nicht nötig, als das Bild aufgenommen wurde – denn es stammt aus dem Jahr 2018. Faktencheck vom 30. Oktober 2020.

Behauptung: In Schweden gebe es keine Maskenpflicht und keine Einschränkungen und trotzdem null Todesfälle

Bewertung: Fehlender Kontext

Immer wieder wird der Sonderweg Schwedens in der Corona-Pandemie gelobt oder kritisiert. Dort gebe es „kaum Einschränkungen“ und trotzdem „null Todesfälle“ argumentieren derzeit Nutzer auf Facebook. Sie lassen jedoch sämtlichen Kontext aus. Auch in Schweden gibt es Einschränkungen des öffentlichen Lebens – und es sind zahlreiche Menschen gestorben. Faktencheck vom 29. Oktober. 

Behauptung: Die Medien würden weltweite Proteste gegen die Corona-Maßnahmen verschweigen

Bewertung: Größtenteils falsch

Mit einer auf Facebook geteilten Bild-Collage wird behauptet, in acht Ländern würde gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert werden, die Medien verschwiegen dies. Das stimmt so nicht. Über alle Demonstrationen wurde berichtet, zudem hatten mehrere Proteste nicht explizit etwas mit der Pandemie zu tun. Faktencheck vom 28. Oktober. 

Behauptung: Da die Corona-Zahlen immer auf 100.000 Einwohner berechnet würden, würden für kleinere Gemeinden viel höhere Fallzahlen angegeben als tatsächlich existieren

Bewertung: Fehlender Kontext

In einem Fernsehbeitrag aus Österreich entsteht der Eindruck, durch die Berechnung der Fallzahlen auf 100.000 Einwohner würden für kleinere Bezirke zu hohe Corona-Fallzahlen kommuniziert. In Sozialen Netzwerken ist von „Statistikmanipulation“ die Rede. Das stimmt nicht: Die 7-Tage-Inzidenz und die absoluten Fallzahlen sind zwei verschiedene Werte. Faktencheck vom 27. Oktober.

Behauptung: Die Statistiken für Corona-Tote würden in der EU gefälscht

Bewertung: Größtenteils falsch

In der EU werden Corona-Tote angeblich auf Anweisung der „europäischen Seuchenbehörde“ falsch gezählt, unterstellt ein Blogautor im Internet. Das stimmt so nicht: Die Länder entscheiden selbst, welche Daten sie an das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) übermitteln. Faktencheck vom 27. Oktober.

Behauptung: Das Patent für einen Covid-19-Test sei bereits im Jahr 2015 von Rothschild angemeldet worden

Bewertung: Falsch

In den Sozialen Netzwerken heißt es, schon 2015 sei ein Patent für einen Covid-19-Test angemeldet worden, eingereicht von Richard Rothschild. Das ist falsch, das entsprechende Patent wurde im Mai 2020 angemeldet. Faktencheck vom 27. Oktober.

Behauptung: Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes führe zu erheblichen Zahnproblemen

Bewertung: Falsch

Einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen führe zu erheblichen Zahnproblemen, wird in einem Artikel behauptet. Als Quelle werden Aussagen eines New Yorker Zahnarztes gegenüber dem US-amerikanischen Nachrichtensender Fox News herangezogen. Diverse Vereinigungen von Zahnärzten in Deutschland stellen klar: Das stimmt nicht. Faktencheck vom 23. Oktober.

Behauptung: Eine WHO-Regionaldirektorin habe gesagt, dass es keine zweite Corona-Welle gebe

Bewertung: Fehlender Kontext

Es gebe derzeit keine zweite Corona-Welle – das soll eine Regionaldirektorin der WHO angeblich bei einer Konferenz Mitte Oktober gesagt haben. Das stimmt zwar, ihre Aussage wurde aber aus dem Zusammenhang gerissen. Faktencheck vom 23. Oktober.

Behauptung: US-Forschungsorganisation habe die Wirkungslosigkeit der Corona-Maßnahmen bestätigt

Bewertung: Größtenteils falsch

In einigen Blogs wird die Fachpublikation einer US-Forschungsorganisation irreführend interpretiert: Es wird behauptet, die Forscher hätten die Maßnahmen gegen das Coronavirus für wirkungslos erklärt. Das stimmt nicht. Faktencheck vom 22. Oktober.

Behauptung: Hohe Sterblichkeitsrate sei früher Voraussetzung für Pandemie-Definition der WHO gewesen

Bewertung: Größtenteils falsch

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im März den Ausbruch von Covid-19 zur Pandemie erklärt. Früher sei für das Ausrufen einer Pandemie eine hohe Sterblichkeitsrate Voraussetzung gewesen. Das wird in einem Facebook-Beitrag behauptet. Doch das stimmt nicht: Die Rate hat auch in der älteren Definition keine Rolle gespielt. Faktencheck vom 22. Oktober. 

Behauptung: Merkel, Spahn, Söder und andere Politiker hätten im Oktober bei einem Treffen ohne Gesichtsmasken eng beieinander gestanden

Bewertung: Falsch

Ohne Gesichtsmasken oder Mindestabstand hätten Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere Politiker im Oktober 2020 bei einem Treffen zusammengestanden. Das suggeriert ein Facebook-Beitrag. Die Aufnahme entstand jedoch schon Mitte März 2020, bevor die Maßnahmen beschlossen wurden. Faktencheck vom 21. Oktober.

Behauptung: Die Bundesregierung habe Mitte September einen Immunitätsausweis beschlossen

Bewertung: Falsch

Auf einer Webseite wird behauptet, es wäre Mitte September ein Gesetz beschlossen worden, das die Einführung eines Immunitätsausweises erlaube. Das ist falsch. Diese Idee gab es, sie wurde jedoch schon Anfang Mai aus dem Gesetzentwurf gestrichen und nie umgesetzt. Faktencheck vom 21. Oktober.

Behauptung: Der Corona-Sonderfond sei in Bayern schon 2019 beschlossen worden

Bewertung: Falsch

Ein in den Sozialen Netzwerken verbreiteter Screenshot vom Haushaltsgesetz des Freistaats Bayern 2019/2020 soll beweisen, dass die Bayerische Staatsregierung die Pandemie geplant habe, beziehungsweise schon seit 2019 von der Covid-19-Pandemie gewusst habe. Das stimmt nicht. Der Absatz zum Coronavirus wurde erst im März 2020 nachträglich in das Haushaltsgesetz eingefügt. Faktencheck vom 20. Oktober.

Behauptung: Die WHO habe „zufällig“ zugegeben, dass Covid-19 weniger gefährlich sei als die Grippe

Bewertung: Falsch

Auf Facebook wurde die Behauptung verbreitet, die WHO habe „zufällig“ zugegeben, dass die saisonale Grippe gefährlicher sei als Covid-19. Das stimmt jedoch nicht. Ein WHO-Mitarbeiter hat lediglich bei einer Präsentation den geschätzten Anteil der mit SARS-CoV-2 Infizierten an der Weltbevölkerung genannt. Um die Gefährlichkeit der saisonalen Grippe ging es nicht. Faktencheck vom 20. Oktober.

Behauptung: Das Tragen von Alltagsmasken führe zu Sauerstoffmangel im Gehirn

Bewertung: Größtenteils falsch

Beim Maskentragen käme es zu Sauerstoffmangel im Blut, behauptet eine Frau in einem auf Facebook verbreiteten Video. Durch den Sauerstoffmangel würde das Gehirn geschädigt – besonders bei Kindern und Jugendlichen. Zudem behauptet sie, dass es sich bei Covid-19 nur um eine „mittelschwere Grippe“ handele. Beides stimmt nicht. Faktencheck vom 19. Oktober.

Behauptung: Kinder lägen in Wien im Krankenhaus, weil sie duch das Tragen einer Maske eine Lungenpilzinfektion erlitten hätten

Bewertung: Unbelegt

In Sozialen Netzwerken wird zehntausendfach die Behauptung verbreitet, in Wien lägen Kinder im Krankenhaus, weil sie durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) eine Lungenpilzinfektion erlitten hätten. Wiener Krankenhäuser dementieren das. Laut Experten ist eine solche Infektion durch das Tragen eines MNS zudem nicht möglich. Faktencheck vom 16. Oktober.

Behauptung: Das Tragen von Masken führe bei Kindern vermehrt zu Fällen von Borkenflechte

Bewertung: Unbelegt

Angeblich führt das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen dazu, dass in den Krankenhäusern vermehrt Kinder mit Borkenflechte, einem ansteckenden Hautausschlag, behandelt werden müssten. Das wird auf Facebook behauptet. Belege gibt es dafür jedoch nicht. Faktencheck vom 16. Oktober.

Behauptung: Polizei Berlin rufe Bevölkerung dazu auf, Corona-Verstöße von Gaststätten zu melden

Bewertung: Völlig falsch

Auf Facebook kursiert ein angebliches Flugblatt der Polizei Berlin auf dem sie gemeinsam mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) dazu aufruft, Verstöße von Gaststätten gegen die Corona-Regeln zu melden. Doch das Flugblatt ist eine Fälschung. Faktencheck vom 15. Oktober.

Behauptung: Politiker hätten beim Festakt zum Einheits-Jubiläum die Corona-Regeln nicht befolgt

Bewertung: Größtenteils falsch

Beim Festakt zum Einheits-Jubiläum am 3. Oktober sei von den anwesenden Politikern angeblich der Mindestabstand nicht eingehalten worden und niemand habe eine Maske getragen. Das wird auf Facebook behauptet und stimmt so nicht. Faktencheck vom 14. Oktober 2020.

Behauptung: Covid-19 sei keine gefährliche Krankheit und nur eine „Laborpandemie“

Bewertung: Größtenteils falsch

In einem Video auf Youtube behauptet ein Urologe aus Baden-Württemberg, Covid-19 sei keine gefährliche Krankheit. Vielmehr handele es sich um eine „Laborpandemie“, bei der zwar das Virus, aber keine Krankheit nachgewiesen werde. Seine Behauptungen sind größtenteils falsch und führen in die Irre. Faktencheck vom 13. Oktober.

Behauptung: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte bestätige, dass eine Mund-Nasen-Bedeckung keine Schutzwirkung habe

Bewertung: Teilweise falsch

Welche Schutzwirkung haben Alltagsmasken? Auf diese Frage geht das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in einer Erklärung auf seiner Webseite ein. Doch ein Satz daraus wird in den Sozialen Netzwerken irreführend dargestellt: Das BfArM schreibe, dass Mund-Nasen-Bedeckungen keine Schutzwirkung hätten. Doch das stimmt so pauschal nicht. Faktencheck vom 12. Oktober.

Behauptung: RKI verstoße mit seiner Zählweise von Fällen aufgrund von PCR-Tests gegen das Infektionsschutzgesetz

Bewertung: Größtenteils falsch

Mit einem PCR-Test kann das Virus SARS-CoV-2 nachgewiesen werden. Der Test sagt nicht zwingend aus, dass ein Mensch ansteckend ist. Auf mehreren Internetseiten wird nun behauptet, der Test weise keine Infektionen nach und die Corona-Maßnahmen der Regierung seien deswegen rechtswidrig. Begründet wird dies mit dem Infektionsschutzgesetz, das jedoch falsch interpretiert wird. Faktencheck vom 9. Oktober.

Behauptung: Ein Dokument der Weltbank beweise, dass die Quarantänemaßnahmen bis 2025 andauern

Bewertung: Falsch

Die Quarantänemaßnahmen würden angeblich bis zum 25. März 2025 andauern – das beweise ein Dokument der Weltbank. Doch in dem kursierenden Papier geht es gar nicht um Quarantänemaßnahmen, sondern um ein Hilfsprogramm. Faktencheck vom 9. Oktober.

Behauptung: Ein 13-Jähriger aus Ostfriesland sei gestorben, weil er einen Mund-Nasen-Schutz trug

Bewertung: Falsch

In einigen Beiträgen auf Facebook wird suggeriert, dass ein 13-jähriger Schüler aus Ostfriesland im Schulbus erstickt sei, weil er eine Maske trug. Das ist falsch. Das Bestattungsunternehmen hat das Gerücht dementiert und bittet um Respekt gegenüber der Familie. Faktencheck vom 8. Oktober.

Behauptung: Ein Nasenabstrich beim PCR-Test verursache Entzündungen, Verletzungen oder Krankheiten

Bewertung: Falsch

Eine auf Facebook verbreitete Grafik zeigt den Schädel eines Kindes, bei dem für einen PCR-Test ein Nasenabstrich genommen wird. Sie suggeriert, der Test verursache Entzündungen und Verletzungen. Doch aus medizinischer Sicht ist das nicht möglich. Faktencheck vom 7. Oktober.

Behauptung: Aktuelle Todeszahlen von Covid-19 seien mit älteren Daten zu Grippe vergleichbar

Bewertung: Größtenteils falsch

Auf Facebook werden Todesfälle der Grippewelle 2017/2018 mit aktuellen Todeszahlen von Covid-19 verglichen. Es wird suggeriert, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung von Corona zu stark seien. Doch der Vergleich zwischen Grippe und Corona hinkt. Faktencheck vom 5. Oktober.

Behauptung: In Büchelberg sei eine Schülerin wegen des Tragens einer Maske gestorben

Bewertung: Unbelegt

Eine 13-jährige Schülerin sei Anfang September während einer Fahrt im Schulbus in Büchelberg zusammengebrochen und später verstorben. Die angebliche Todesursache: Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Diese Behauptung kursiert vielfach im Netz. Doch die Todesumstände des Mädchens sind bislang völlig unklar. Faktencheck vom 5. Oktober.

Behauptung: Unter einem Mund-Nasen-Schutz steige die CO2-Konzentration auf einen gesundheitsgefährdenden Wert

Bewertung: Falsch

In einem Video auf Facebook hält eine Frau ein CO2-Messgerät unter ihre Stoffmaske. Dieser Test soll beweisen, dass das Tragen einer Maske angeblich die Gesundheit gefährde. Doch das verwendete Gerät ist nicht dafür ausgelegt, die CO2-Konzentration unter einer Maske zu messen. Faktencheck vom 5. Oktober.

Behauptung: Baby habe Mund-Nasen-Schutz direkt nach der Geburt aufgesetzt bekommen

Bewertung: Völlig falsch

Im Netz kursiert ein Foto eines schreienden Kleinkindes, das einen Mund-Nasen-Schutz trägt. Es wird suggeriert, das Baby habe diesen direkt nach der Geburt aufgesetzt bekommen. Es handelt sich jedoch um ein bearbeitetes Satire-Bild vom Postillon, das von Facebook-Nutzern als echt weiterverbreitet wird. Faktencheck vom 1. Oktober.

Behauptung: 90 Prozent aller positiven Corona-Tests in den USA seien „falsch“

Bewertung: Teilweise falsch

Sind 90 Prozent aller positiven Corona-Tests in den USA „falsch“? Diese Behauptung kursiert im Netz. Sie beruht auf einer irreführenden Interpretation eines Artikels der New York Times. Darin ging es nicht um falsche Testergebnisse, sondern um die Viruslast und die Frage, wann Infizierte ansteckend sind. Faktencheck vom 30. September. 

Behauptung: Drosten habe im Bundestag gesagt, dass er keine Belege für die Wirksamkeit von Alltagsmasken sehe

Bewertung: Teilweise falsch

Hat der Virologe Christian Drosten im Bundestag gesagt, dass er keine Belege für die Wirksamkeit von Alltagsmasken sehe? Nein. Drosten sagte lediglich, es gebe keine Belege dafür, dass das Tragen einer Maske zu einem milderen Krankheitsverlauf bei einer Infektion führen könnte. Faktencheck vom 29. September. 

Behauptung: Bundestag habe seine Mitarbeiter vor Gesundheitsgefahren durch hohe CO2-Werte im Blut gewarnt

Bewertung: Teilweise falsch

In einer Hausmitteilung im Bundestag stand eine Formulierung, die im Internet irreführend interpretiert wurde. Es wird behauptet, der Bundestag hätte Mitarbeiter vor hohen CO2-Werten im Blut durch das Maskentragen „gewarnt“. Doch das war laut einer Sprecherin nicht das Ziel – und für die These selbst gibt es keine Belege. Faktencheck vom 24. September.

Behauptung: Video aus Corona-Behandlungszentrum beweise, dass Pandemie für Medien inszeniert werde

Bewertung: Falsch

Eine junge Frau liegt in einem Krankenhausbett und filmt sich selbst. Das ist in einem Instagram-Video zu sehen, das zahlreiche Nutzer in Sozialen Netzwerken verbreiteten. Das Video soll angeblich beweisen, dass Aufnahmen für ARD oder ZDF inszeniert worden seien, um Panik vor Corona zu schüren. Das ist falsch. Die Frau nahm an einer Übung teil, bei der keine Presse anwesend war. Faktencheck vom 24. September. 

Behauptung: AstraZeneca müsse seinen Impfstoff wegen Nebenwirkungen zurückziehen

Bewertung: Teilweise falsch

Ein Proband einer Studie für einen potenziellen Impfstoff gegen Covid-19 habe schwere gesundheitliche Beschwerden erlitten, wird im Netz behauptet. Deswegen müsse der Hersteller AstraZeneca den Impfstoff zurückziehen. Das stimmt so nicht. Faktencheck vom 21. September.

Behauptung: Polizist habe nach der Corona-Demo gekündigt

Bewertung: Unbelegt

In einer Whatsapp-Nachricht heißt es, ein Polizist sei nach seinem Einsatz beim Corona-Protest am 1. August in Berlin abgemahnt worden und habe im Anschluss gekündigt. Unseren Recherchen zufolge gibt es dafür keine Belege. Der Mann ist laut Polizei weiterhin als Einsatzbeamter in Berlin tätig. Faktencheck vom 21. September.

Behauptung: Daten einer Handelsdatenbank würden beweisen, dass die Corona-Pandemie bereits 2017 geplant wurde

Bewertung: Teilweise falsch

Auf Facebook kursiert die Behauptung, dass bereits 2017 Covid-19-Testkits im Umlauf gewesen seien und es das Virus folglich schon damals gegeben habe. Die Corona-Pandemie sei demnach geplant worden. Ein Verweis auf eine weltweite Handelsdatenbank soll das beweisen. Die Produktinformationen darin führten in die Irre – und wurden mittlerweile korrigiert. Faktencheck vom 17. September. 

Behauptung: Vergleich Todeszahlen und Fälle von Influenza mit dem neuartigen Coronavirus; eine Million Menschen seien durch Corona arbeitslos geworden; die Suizidrate gestiegen

Bewertung: Teilweise falsch

In einer Grafik, die auf Facebook geteilt wird, werden Todesfälle durch Grippeviren mit den Todesfällen durch das neuartige Coronavirus verglichen. Es entsteht der Eindruck, dass sich die Zahlen auf Deutschland beziehen – gemeint ist jedoch Österreich. Die Angaben sind zudem nicht alle korrekt und der Vergleich nicht sinnvoll. Es wird außerdem behauptet, eine Million Menschen seien wegen der Corona-Krise arbeitslos und die Suizidrate sei gestiegen; dies ist falsch beziehungsweise unbelegt. Faktencheck vom 15. September.

Behauptung: Markus Söder habe Kritikern der Corona-Maßnahmen in Tweet mit Gefängnis gedroht

Bewertung: Völlig falsch

Auf Facebook wird ein angeblicher Twitter-Beitrag von Markus Söder verbreitet. Es entsteht der Eindruck, er habe darin Kritikern der Corona-Maßnahmen mit harten Strafen gedroht. Doch bei dem Tweet handelt es sich um eine Fälschung. Faktencheck vom 14. September.

Behauptung: Polizei dürfe auf Corona-Infizierte schießen, wenn sie sich nicht an die Quarantäne halten

Bewertung: Größtenteils falsch

Im Internet verbreitet sich ein Ausschnitt eines SWR-Artikels. Darin wurde suggeriert, Polizisten dürften Gebrauch von einer Schusswaffe machen, wenn eine SARS-CoV-2-infizierte Person das Haus verlasse. Das ist falsch. Der SWR hat den Text inzwischen überarbeitet. Faktencheck vom 11. September.

Behauptung: Die Maßnahmen gegen Covid-19 hätten wenig bis keine Effekt, Zahlen seien falsch

Bewertung: Teilweise falsch

In einem viralen Video auf Youtube mit dem Titel „Die Zerstörung des Corona-Hypes“ behauptet ein Psychologiestudent aus Ulm unter anderem, dass die Maßnahmen gegen Covid-19 wenig bis keinen Effekt hatten. Er will mit Fakten überzeugen. Doch die Berechnungen, die er anstellt, stellen teils Daten falsch dar. Der einstündige Film ist dadurch irreführend. Faktencheck vom 9. September.

Behauptung: In den USA seien nur sechs Prozent der Corona-Toten an Covid-19 gestorben, die US-Gesundheitsbehörde habe die Todesfallzahlen um 94 Prozent nach unten korrigiert

Bewertung: Größtenteils falsch

In Sozialen Netzwerken und Artikeln verbreitet sich die Behauptung, nur sechs Prozent der Corona-Toten in den USA seien an Covid-19 gestorben und die USA hätten ihre Corona-Todesfallzahlen um 94 Prozent nach unten korrigiert. Das ist falsch. Das ist falsch. Die Prozentzahl bezieht sich lediglich auf die Anzahl derjenigen, die ohne weitere Vorerkrankung verstorben sind. Die US-Gesundheitsbehörde hat keine Todesfallzahlen korrigiert. 94 Prozent der Corona-Toten hatten mindestens eine weitere Vorerkrankung, das schließt Covid-19 aber nicht als Todesursache aus. Faktenchecks vom 7. September und vom 9. September.

Behauptung: Schweizer Bundesamt für Gesundheit belege, dass PCR-Tests keine Infektion mit SARS-CoV-2 nachweisen würden

Bewertung: Teilweise falsch

In Sozialen Netzwerken und Blogs wird ein Satz aus einem Merkblatt des Bundesamts für Gesundheit in der Schweiz verbreitet. Angeblich belege dieser, dass PCR-Tests keine Infektion mit SARS-CoV-2 nachweisen können. Die Aussage wurde jedoch falsch interpretiert. Faktencheck vom 4. September.

Behauptung: Schwangere habe ihr Ungeborenes nach einem Polizeieinsatz bei der Corona-Demo in Berlin verloren

Bewertung: Unbelegt

Auf Facebook wird behauptet, eine schwangere Frau sei von Polizeibeamten „niedergeknüppelt“ worden. Daraufhin sei sie ins Krankenhaus eingeliefert worden, in dem das Kind verstorben sei. Diese Aussagen sind falsch. Für den Tod des Kindes gibt es zudem keine Belege. Faktencheck 4. September.

Behauptung: Karl Lauterbach hat gesagt, das Tragen einer Maske werde bald für immer gesetzlich verankert

Bewertung: Unbelegt

Auf Facebook wird behauptet, Karl Lauterbach habe gesagt, dass Kinder frühzeitig an das Tragen einer Maske gewöhnt werden müssten, da dies bald für immer gesetzlich verankert sein würde. Unsere Recherchen ergeben: Für dieses angebliche Zitat gibt es keine Belege. Faktencheck vom 4. September.

Behauptung: Angela Merkel sagte, man müsse Pleiten und Insolvenzen wegen der Corona-Maßnahmen hinnehmen

Bewertung: Falsch

Angela Merkel wird ein falsches Zitat zugeschrieben: Angeblich habe sie in der Bundespressekonferenz am 28. August gesagt, dass Pleiten und Insolvenzen hingenommen werden müssten, bis ein Impfstoff gegen Covid-19 verfügbar ist. Das stimmt nicht. Faktencheck vom 4. September.

Behauptung: Herstellern von Impfstoffen wird für potenzielle Nebenwirkungen eine Haftungsfreistellung gewährt

Bewertung: Größtenteils falsch

Im Netz kursiert die Behauptung, Hersteller von Impfstoffen gegen Covid-19 könnten bei potenziellen Nebenwirkungen nicht rechtlich belangt werden. Das stimmt nicht. Für die EU gilt in einem konkreten Fall des Herstellers AstraZeneca: In den Vorverträgen mit der Kommission wird lediglich verhandelt, dass AstraZeneca bei möglichen Klagen finanzielle Unterstützung der jeweiligen Länder erhält. Faktencheck vom 4. September.

Behauptung: Deutsche Ärzte werden extra bezahlt, wenn sie als Todesursache Covid-19 eintragen

Bewertung: Falsch

In Sozialen Netzwerken wird behauptet: Trägt ein Arzt Covid-19 als Todesursache im Totenschein ein, werde er dafür extra bezahlt. Diese Behauptung ist falsch. Unsere Recherchen haben ergeben, dass Ärzte in Deutschland dadurch keinen finanziellen Vorteil haben. Faktencheck vom 4. September.

Behauptungen zu den Corona-Protesten am 29. und 30. August 2020 in Berlin:

  1. In Berlin haben am 29. August vier Millionen Menschen demonstriert. – Bewertung: Falsch
  2. Eine Frau starb nach ihrer Festnahme auf dem Weg zur Dienststelle, weil sie von der Polizei geschlagen wurde. – Bewertung: Falsch.
  3. Ein Video zeigt, wie die Polizei eine schwangere Frau am 29. August zu Boden drückt. – Bewertung: Größtenteils richtig. Der Vorfall war allerdings am 30. August.
  4. Das ZDF veröffentlichte versehentlich einen Bericht, in dem die Proteste am 29. August als gewalttätig bezeichnet wurden, schon am Tag zuvor. – Bewertung: Teilweise falsch.  Der ZDF-Bericht hatte ein falsches Datum, war aber nicht über die Demo am 29. August.
  5. Die Bundeswehr schickte Panzer zur Demo nach Berlin. – Bewertung: Falsch.
  6. Ein Mann wurde an der Siegessäule durch Polizeigewalt verletzt. – Bewertung: Unbelegt.

Behauptung: Christian Drosten entlarve sich mit Interview-Aussagen selbst; er handele aus finanziellen Interessen

Bewertung: Größtenteils falsch

In einem Video wurde ein Interview mit dem Virologen Christian Drosten so geschnitten, dass seine Aussagen verzerrt werden. Seine Sätze werden aus dem Kontext gerissen. Dadurch entsteht der Eindruck, Drosten handle aus eigennützigen Gründen. Tatsächlich hatte der Virologe genau das jedoch in dem Interview bestritten. Faktencheck vom 31. August. 

Behauptung: Die Bild habe eine Statistikerin zitiert: „Jeder zweite positive Corona-Test ist falsch“

Bewertung: Größtenteils richtig

Auf Facebook kursiert eine angebliche Bild-Schlagzeile zu falsch-positiven Corona-Tests. Die Schlagzeile ist echt – das Titelblatt ist jedoch so nie in Druck gegangen. Die Schlagzeile führt zudem in die Irre: Die Statistikerin wies auf eine mathematische Besonderheit hin, die jedoch nicht belegt, dass „jeder zweite positive Corona-Test“¡ falsch ist. Faktencheck vom 31. August.

Behauptung: Seit April seien keine neuen Covid-19-Fälle nachgewiesen worden

Bewertung: Größtenteils falsch

Seit Mitte April wurden angeblich keine neuen Covid-19-Fälle mehr nachgewiesen. Das behauptet der rechte Blogger Billy Six auf Facebook und bezieht sich dabei auf eine Stichprobe des Robert-Koch-Institutes. Diese Behauptung ist größtenteils falsch. Faktencheck vom 31. August. 

Behauptung: US-Behörde habe bestätigt, dass 5G eine Covid-19-Erkrankung verursachen kann

Bewertung: Größtenteils falsch

In einem Blog-Artikel wird behauptet, die US-Gesundheitsbehörde habe bestätigt, dass 5G-Strahlung eine Covid-19-Erkrankung verursachen könne. Dabei wird auf eine angebliche Studie verwiesen. Die Behauptungen sind größtenteils falsch. Die einzige nachgewiesene Wirkung von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern ist eine Erwärmung des Körpergewebes. Faktencheck vom 31. August. 

Behauptung: Der Einsatz von Chlordioxid sei ein „fulminanter Sieg gegen Corona“

Bewertung: Teilweise falsch

Auf Facebook wird behauptet, der Einsatz von Chlordioxid gegen Covid-19 sei ein „fulminanter Sieg gegen Corona“. Boliviens Senat habe zudem ein Gesetz zur Verwendung von Chlordioxid gegen Corona genehmigt. Die Behauptungen führen in die Irre; Chlordioxid ist kein Medikament gegen Covid-19. Faktencheck vom 28. August.

Behauptung: IWF und die WHO hätten Belarus keine 92 Millionen Dollar für einen „Lockdown“ angeboten

Bewertung: Größtenteils falsch

Der Internationale Währungsfonds und die Weltgesundheitsorganisation hätten den Präsidenten von Belarus, Alexander Lukaschenko, mit „Bestechungsgeld“ zu einem „Lockdown“ überreden wollen, wird in diversen Online-Berichten behauptet. Für eine Bestechung gibt es keine Belege – nur für einen Kredit der Weltbank. Faktencheck vom 27. August.

Behauptung: Es gebe einen Zusammenhang zwischen 5G und dem Coronavirus und 5G sei gesundheitsgefährdend

Bewertung: Falsch

In einem Blogartikel werden zahlreiche Behauptungen über den Zusammenhang zwischen 5G und dem Coronavirus aufgestellt. Doch es gibt keine wissenschaftlichen Belege für eine Korrelation – und 5G ist nach aktuellem Wissensstand nicht gesundheitsgefährdend. Faktencheck vom 27. August.

Behauptung: 5G führe zu Blutgerinnung und Sauerstoffmangel

Bewertung: Falsch

In einem Blogartikel werden zahlreiche Behauptungen über den Zusammenhang zwischen 5G und dem Coronavirus aufgestellt. Doch es gibt keine wissenschaftlichen Belege für eine Korrelation – und 5G ist nach aktuellem Wissensstand nicht gesundheitsgefährdend. Blutgerinnungsstörungen und Sauerstoffmangel sind jedoch Komplikationen, die im Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen auftreten können. Faktencheck vom 27. August.

Behauptung: Der Körper übersäuere beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes

Bewertung: Falsch

In einem Facebook-Video misst ein Mann mit einem CO2-Messgerät angeblich den Kohlenstoffdioxid-Gehalt unter einem Mund-Nasen-Schutz. Der Test soll beweisen, dass man darunter zu viel CO2 einatme und der Körper dadurch übersäure. Die Behauptungen sind falsch – und der Test macht laut der Aussage eines Experten keinen Sinn. Faktencheck vom 26. August.

Behauptung: 90 Prozent aller Operationen während der Corona-Pandemie seien verschoben worden

Bewertung: Unbelegt

Neun von zehn notwendigen Operationen in Deutschland seien wegen der Corona-Maßnahmen im März und April verschoben worden, wird auf Instagram behauptet. Außerdem seien infolgedessen bis zu 125.000 Menschen gestorben oder würden noch sterben. Dafür gibt es keine Belege. Faktencheck vom 26. August.

Behauptung: Das RKI habe seit Wochen kein SARS-CoV-2 nachgewiesen

Bewertung: Teilweise falsch

In den Sozialen Medien kursiert ein Bild, aus dem angeblich hervorgehen soll, dass das Robert-Koch-Institut „seit Wochen“ in Deutschland kein SARS-CoV-2 nachgewiesen habe. Das ist irreführend: Das Bild stammt aus dem Sentinel-Bericht, der sich lediglich auf freiwillig eingereichte Stichproben aus etwa 100 Arztpraxen bezieht. Faktencheck vom 19. August. 

Behauptung: Fotos zeigen Hautausschläge im Gesicht durch das Tragen von Masken

Bewertung: Größtenteils falsch

Bild-Collagen auf Facebook zeigen Personen mit Abdrücken und Hautausschlägen im Gesicht. Ursache sei das Tragen von Masken gewesen, wird behauptet. Unser Faktencheck ergibt jedoch: Die meisten Fotos stehen in keinem Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie. Manche Fotos wurden zudem manipuliert. Faktencheck vom 19. August. 

Behauptung: Masken seien gesundheitsschädlich

Bewertung: Teilweise falsch

Derzeit kursiert auf Facebook ein Text einer angeblichen OP-Schwester. Die zentrale Behauptung: Masken seien gesundheitsschädlich. Einige Aussagen sind falsch oder stark verkürzt. Ein Beitrag enthält zudem ein Foto. Es wurde aus dem Kontext gerissen und nachträglich bearbeitet. Faktencheck vom 19. August. 

Behauptung: Influenza-Sterbefälle wurden als Corona-Tote gezählt

Bewertung: Größtenteils falsch

In den Sozialen Medien kursiert die Behauptung, dass alle Influenza-Sterbefälle in diesem Jahr als Coronavirus-Fälle gezählt worden seien. RKI und Statistisches Bundesamt widersprechen großteils. Ein dazu geteiltes Diagramm führt in zudem die Irre. Faktencheck vom 18. August. 

Behauptungen: Masken bringen nichts, PCR-Tests sind meistens falsch-positiv, beim Covid-19-Impfstoff wird man gentechnisch manipuliert

Bewertung: Teilweise falsch

Die Gruppierung „Ärzte für Aufklärung“ hat Anfang August eine Videokonferenz auf Youtube veröffentlicht. Ein Ausschnitt des Videos kursiert nun in den Sozialen Netzwerken. Er enthält teils irreführende Behauptungen zu Gesichtsmasken, PCR-Tests und einem möglichen Covid-19-Impfstoff. Faktencheck vom 18. August. 

Behauptung: Kölner Diakonie sucht Fachkräfte, um Kinder zur Quarantäne aus ihren Familien zu holen

Bewertung: Falsch

Im Netz kursiert die Behauptung, eine Diakonie aus Köln suche angeblich Fachkräfte, um Eltern bei Verdacht auf eine Corona-Infektion ihre Kinder wegzunehmen. Dabei wird auf eine Stellenanzeige der Diakonie Michaelshoven verwiesen. Diese stellte jedoch klar: Die Ausschreibung wurde missverstanden. Faktencheck vom 17. August. 

Behauptungen über gefälschte Todes- und Infektionszahlen in den USA und angebliche Aussagen von Gesundheitsbehörden und Politikern

Bewertung: Größtenteils falsch

Angeblich gefälschte Todes- und Infektionszahlen, Handlungsanweisungen zum Tragen von Masken und die Übertragbarkeit von Covid-19 über Oberflächen: In einem Blog-Artikel werden zahlreiche Behauptungen über Äußerungen von US-Experten aufgestellt, die falsch sind oder in falschem Kontext wiedergegeben werden. Faktencheck vom 17. August. 

Behauptungen: Coronavirus ist nicht tödlich, es gibt keine spezifischen Antikörper, einen Impfstoff zu entwickeln ist unmöglich

Bewertung: Falsch

In mehreren Blog-Artikeln und Facebook-Beiträgen werden Behauptungen eines bulgarischen Pathologen verbreitet: Niemand sei durch das Coronavirus gestorben, es gebe keine Covid-19-spezifischen Antikörper und es sei unmöglich, einen Impfstoff gegen Covid-19 zu entwickeln. Diese Behauptungen sind falsch. Faktencheck vom 14. August. 

Behauptung: Eine Grafik auf der Webseite des World Economic Forum beweist, dass die Pandemie geplant war

Bewertung: Falsch

In einem Video auf Youtube wird behauptet, Informationen auf der Webseite des Weltwirtschaftsforums seien Beweise, dass die Corona-Pandemie geplant gewesen sei. Außerdem zeigten sie den Plan einer Weltregierung, für Menschenzucht und die Steuerung des freien Willens. Die Schlussfolgerungen, die in dem Video gezogen werden, sind alle falsch. Faktencheck vom 13. August. 

Behauptung: Ein Foto zeigt Bundespräsident Steinmeier in Südtirol ohne Abstand oder Maske

Bewertung: Richtig

Mehrere Webseiten veröffentlichten kürzlich ein Foto, auf dem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier inmitten mehrerer Menschen ohne Abstand oder Maske zu sehen ist. Das Foto entstand tatsächlich kürzlich in Südtirol – Steinmeier entschuldigte sich dafür. Faktencheck vom 7. August.

Behauptung: Bei einer klinischen Studie zum Impfstoff mRNA-1273 wurde jeder fünfte Proband ernsthaft krank

Bewertung: Teilweise falsch

Einer der Impfstoffe gegen SARS-CoV-2, der derzeit an Menschen getestet wird, ist der Impfstoff mRNA-1273. In einem Artikel wird in der Überschrift behauptet, dass 20 Prozent der Probanden der Studie „ernsthaft krank“ geworden seien. Der Text lässt aber wesentlichen Kontext weg. Richtig ist: Die 20 Prozent bezogen sich auf die Kohorte der Probanden, die die stärkste Dosierung erhielten: Von 15 waren drei von stärkeren Nebenwirkungen betroffen. An der Studie nahmen aber 45 Menschen teil. Insgesamt zeigten vier von 45 Personen Symptome wie Übelkeit oder Kopfschmerzen. Faktencheck vom 7. August. 

Behauptung: Die EU hat eine Ausnahmeregelung für einen mRNA-Impfstoff mit genmanipulierten Organismen erlassen

Bewertung: Größtenteils falsch

Hat die EU mit einer Ausnahmegenehmigung einen mRNA-Impfstoff „mit genmanipulierten Organismen” gegen Covid-19 erlaubt, wie derzeit in Sozialen Netzwerken behauptet wird? Nein. Bei dem Erlass geht es nicht um mRNA-Impfstoffe. Genetisch veränderte Organismen enthalten sie auch nicht.Faktencheck vom 5. August. 

Behauptungen über Teilnehmerzahlen bei der Anti-Corona-Demonstration in Berlin am 1. August

Bewertung: Falsch

Am Samstag, 1. August, protestierten in Berlin Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. Über die Zahl der Teilnehmer an der Demonstration und der anschließenden Kundgebung gibt es in Sozialen Netzwerken unterschiedliche Angaben. Manche behaupten, es seien 500.000 gewesen, manche sprechen von 1,3 Millionen. Andere Aussagen lauten, die Polizei habe selbst 800.000 Menschen bestätigt oder eine Zahl von 3,5 Millionen getwittert. Das ist falsch. Die Polizei sprach von maximal 20.000 Menschen, und die viel höhere Zahlen sind nicht plausibel. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 3. August.

Behauptung: In den USA wurden zehntausende Menschen fälschlich als Covid-19-Tote gezählt

Bewertung: Unbelegt

In einem Artikel wird spekuliert, die Aufregung um das Coronavirus sei „ein riesiger Fake“. Denn in den USA könnten zehntausende Menschen fälschlich als Covid-19-Todesfälle deklariert worden sein. Damit solle die Sterberate angeblich „künstlich nach oben getrieben werden“. Für diese Schlussfolgerung gibt es keine Belege. Die offizielle Zählweise der Todesfälle in den USA widerspricht der Behauptung, die Zahlen werden regelmäßig mit den Angaben auf den Totenscheinen aktualisiert und korrigiert. Hier entlang zum Faktencheck vom 31. Juli.

Behauptung: Corona-Tests führen zu einer Schädigung der Blut-Hirn-Schranke

Bewertung: Falsch

In mehreren Facebook-Beiträgen wird behauptet, der Corona-Test schädige die Blut-Hirn-Schranke und könne zu Infektionen im Gehirn führen. Durch den Abstrich für den sogenannten PCR-Test kann es zu keinen Verletzungen kommen. Dass das Einführen des Stäbchens schmerzhaft sein kann, liegt an der Empfindlichkeit der Nasenschleimhaut. Unser Faktencheck dazu vom 30. Juli.

Behauptung: Medien haben die Corona-Partys auf Mallorca erfunden und sind Schuld an der Verschärfung der Maskenpflicht; die Schinkenstraße und die Strände waren leer, der Bierkönig geschlossen

Bewertung: Teilweise falsch

Wurde in Mallorcas Partymeilen wirklich ohne Einhaltung der Corona-Regeln gefeiert? Einige Leute behaupten auf Facebook, es habe keine Partys in Palma de Mallorca gegeben und die Medien würden lügen. Das ist falsch.  Zahlreiche Touristen feierten in der Nacht vom 10. auf den 11. Juli in der sogenannten „Bierstraße“ – das belegen Aufnahmen, und darüber berichteten die Medien. Die Verschärfung der Maskenpflicht war schon vorher, am 9. Juli, angekündigt worden. Kritik müssen sich einige Medien dennoch gefallen lassen. Denn zum Teil wurden nicht gekennzeichnete Archivbilder von überfüllten Stränden verwendet. Die Strände sind aber tatsächlich derzeit fast leer. Faktencheck vom 22. Juli.

Behauptung: Medien verwendeten ein nicht-gekennzeichnetes Archivbild für aktuelle Berichterstattung über Mallorca

Bewertung: Richtig

In den Sozialen Netzwerken kursiert ein Foto eines überfüllten Strandes auf Mallorca. Es soll von den Nachrichtenseiten Focus-Online und Welt.de für die aktuelle Berichterstattung über Partys ohne Abstand verwendet worden sein, obwohl es veraltet ist. Das ist richtig – das Archivbild wurde nicht gekennzeichnet. Faktencheck vom 22. Juli 2020.

Behauptung: Die US-Regierung unter Obama finanzierte ein Forschungslabor in Wuhan mit 3,7 Millionen Dollar

Bewertung: Größtenteils falsch

In einem Blog-Artikel wird behauptet, ein Labor in Wuhan sei von der US-Regierung unter Barack Obama 2015 mit 3,7 Millionen US-Dollar finanziell unterstützt worden. Das ist falsch. An das Institut sind rund 600.000 US-Dollar geflossen – über mehrere Jahre, ein Teil davon während der Amtszeit von Donald Trump. Faktencheck vom 21. Juli 2020.

Irreführende Behauptungen zu vermissten Kindern und Verstorbenen seit Beginn der Corona-Krise im Umlauf

Bewertung: Größtenteils falsch

3.354 Covid-19-Tote und 924.000 verschwundene Kinder im selben Zeitraum ­– auf einem Foto-Beitrag auf Facebook wird diese Behauptung seit Anfang Juli verbreitet. Wie unser Faktencheck vom 20. Juli zeigt, sind die beiden Behauptungen größtenteils falsch. Es sind bislang deutlich mehr Menschen an Covid-19 verstorben. Wie viele Kinder seit Beginn der Pandemie weltweit verschwunden sind, ist nicht belegbar – aber für Deutschland ist die Zahl von mehr als 900.000 als vermisst gemeldeten Kindern laut Bundeskriminalamt falsch.

Behauptung: Die WHO hat bestätigt, dass Infizierte ohne Symptome das Coronavirus nicht übertragen können

Bewertung: Falsch

In Sozialen Netzwerken kursieren Beiträge, in denen behauptet wird, die WHO habe verkündet, Covid-19-Infizierte ohne Symptome könnten das Virus nicht auf andere übertragen. Das ist falsch. Eine Aussage einer WHO-Epidemiologin sorgte für ein Missverständnis. Sie sagte, dass asymptomatische Personen das Virus nach bisherigen Erkenntnissen „selten“ übertragen. Gemeint sind damit Infizierte, die nie Symptome entwickeln. Wichtig ist jedoch, dass Menschen ansteckend sein können, bevor sie Symptome zeigen. Faktencheck vom 17. Juli.

Behauptung: Das ZDF lügt – Moderator spricht von 130 Millionen Corona-Toten in den USA

Bewertung: Teilweise falsch

Auf Facebook wird ein Versprecher eines Nachrichtenmoderators in mehreren Beiträgen erwähnt und als vorsätzliche Lüge dargestellt. Dass sich der Sprecher noch in derselben Sendung korrigiert hat, wird unterschlagen. Faktencheck vom 16. Juli.

Behauptung: Fotos zeigen Angela Merkel ohne Maske oder Abstand bei der Abstimmung der CDU zur Frauenquote

Bewertung: Falsch

In den Sozialen Netzwerken kursieren angeblich aktuelle Fotos von Angela Merkel, auf denen sie ohne Mund-Nasen-Schutz bei einer CDU-Abstimmung zur Frauenquote sitzt. Dabei ist sie umgeben von Menschen, die ebenfalls keine Maske tragen. Die Fotos stammen jedoch nicht von der Abstimmung Anfang Juli. Dort war Merkel gar nicht anwesend.Faktencheck vom 16. Juli.

Behauptung: Grafik mit angeblichen Todesraten für Länder zeigt, dass die Sterblichkeit durch Corona nicht dramatisch ist

Bewertung: Teilweise falsch

In einem Facebook-Beitrag wird suggeriert, die Zahlen der an Covid-19 Verstorbenen würden weniger dramatisch wirken, wenn prozentuale Anteile anstatt der absoluten Zahlen betrachtet werden. Die angebliche Berechnung der Sterblichkeitsrate in dem Beitrag führt jedoch in die Irre. Sie berechnet sich nicht aus dem Anteil der Verstorbenen an der Bevölkerung, sondern am Anteil der Verstorbenen an den Infizierten. Faktencheck vom 16. Juli.

Behauptung: Arbeitgeber müssen bis zum 31. Juli 2021 den Impfschutz ihrer Mitarbeiter nachweisen

Bewertung: Größtenteils falsch

Auf Facebook wird behauptet, bis 31. Juli 2021 müssten alle Arbeitgeber nachweisen, dass ihre Angestellten geimpft sind. Dazu wurde ein angeblicher Patientenbrief eines Arztes aus Parsberg geteilt, in dem behauptet wird, eine künftige SARS-CoV-2-Impfung würde in das menschliche Erbgut eingreifen. Der Brief jedoch ist gefälscht und es müssen auch nicht alle Arbeitgeber bis Juli 2021 den Impfschutz ihrer Mitarbeiter nachweisen. Faktencheck vom 14. Juli.

Behauptung: Ärzte und Krankenschwestern in Frankreich legen aus Protest gegen den „Corona-Schwindel“ ihre Kittel ab

Bewertung: Teilweise falsch

Auf Facebook wurde ein Video geteilt, auf dem Menschen weiße Kittel auf den Boden werfen. Angeblich sind darin Ärzte zu sehen, die in Frankreich gegen den „Corona-Schwindel“ protestieren. Das ist teilweise falsch. Es sind zwar Ärzte, aber das Video entstand schon vor der Corona-Pandemie. Hier der Faktencheck vom 13. Juli.

Behauptung: Markus Söder will Ärzten, die nicht gegen Corona impfen, die Zulassung entziehen

Bewertung: Teilweise falsch

Auf einer Webseite wird der Eindruck erweckt, dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Ärzten die Zulassung entziehen möchte, die ihre Patienten nicht gegen das Coronavirus impfen wollen. Er bezog sich jedoch auf Ärzte, die sich allgemein gegen Impfungen aussprechen – und zum Beispiel falsche Bescheinigungen ausstellen, damit jemand die Masern-Impfpflicht umgehen kann. Faktencheck vom 10. Juli.

Behauptung: Ein Foto zeigt, wie Angela Merkel und Ursula von der Leyen sich nicht an die Abstandsregeln halten

Bewertung: Falsch

Immer wieder kursieren im Netz Bilder von Politikern, auf denen diese sich angeblich nicht an die Corona-Abstandsregeln halten. Oft handelt es sich um alte Aufnahmen – so auch bei einem Treffen von Angela Merkel und Ursula von der Leyen. Das Bild, auf dem sie eingehakt ein Gebäude verlassen, entstand im Januar. Mehr lesen Sie hier in unserem Faktencheck vom 10. Juli.

Behauptung: Das RKI bestätigt eine Sterblichkeitsrate von 0,01 Prozent in Deutschland

Bewertung: Falsch

In einem Online-Artikel wird behauptet, ein Lagebericht des Robert-Koch-Instituts mache deutlich, dass Covid-19 keine Gefahr darstelle. Das RKI habe bestätigt, dass die Sterblichkeitsrate in Deutschland 0,01 Prozent betrage. Die Behauptung ist falsch. Hier entlang zum vollständigen Faktencheck vom 9. Juli.

Behauptung: Merkel und Macron haben sich am 29. Juni die Hand geschüttelt

Bewertung: Falsch

Auf Facebook kursiert ein Foto, auf dem Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron sich die Hände schütteln und keinen Sicherheitsabstand einhalten. Laut der Bildunterschrift soll das Foto sei am 29. Juni entstanden sein. Das ist falsch. Das Foto wurde im Januar aufgenommen. Unser Faktencheck vom 8. Juli.

Behauptung: Aldi Süd ruft zum Verzicht auf tierische Produkte auf, weil deren Konsum Pandemien fördert

Bewertung: Teilweise falsch

Auf einem Aushang mit dem Aldi-Süd-Logo steht, 80 Prozent aller Pandemien hätten ihren Ursprung in der Tierindustrie. Deswegen solle man beim Einkauf auf tierische Produkte verzichten. Der Aushang ist eine Fälschung – die Behauptungen darauf über den Konsum tierischer Produkte und den Ausbruch von Krankheiten sind aber teilweise richtig. Hier lesen Sie den Faktencheck vom 8. Juli.

Behauptung eines angeblichen WDR-Mitarbeiters: Am 8. Juli kommt ein „zweiter Lockdown“, deshalb muss der WDR jetzt von hohen Corona-Fallzahlen berichten

Bewertung: Falsch

Eine Person, die angibt, beim WDR zu arbeiten, behauptet im Netz: Am 8. Juli werde ein neuer Lockdown verhängt, und der Sender habe deshalb Anweisungen erhalten, von hohen Corona-Fallzahlen zu berichten. Nach Aussage des WDR und des Bundesgesundheitsministeriums handelt es sich um eine Falschinformation. Unklar ist, ob die Person, die sie ursprünglich verbreitet hat, tatsächlich beim WDR arbeitet. Hier entlang zum vollständigen Faktencheck vom 8. Juli.

Behauptung: Medien haben eine große Demonstration von Schaustellern anlässlich der Corona-Krise unterschlagen

Bewertung: Falsch

In einem Facebook-Beitrag wird behauptet, eine Demonstration von Schaustellern in Berlin wäre in der medialen Berichterstattung nicht berücksichtigt worden. Das ist falsch. Zahlreiche Medien berichteten über die Aktion. Hier finden Sie den Faktencheck vom 7. Juli.

Behauptung: PCR-Tests können positiv auf Coronaviren von Nutztieren reagieren

Bewertung: Falsch

Stecken hinter der großen Anzahl an Corona-Infizierten in Schlachthöfen falsche Testergebnisse? Unter anderem in Sozialen Netzwerken wird aktuell behauptet, dass dafür eine Kreuzreaktionen auf andere Coronaviren verantwortlich sei, zum Beispiel von Rindern. Das ist falsch. Nach übereinstimmender Aussage mehrerer Experten sind die Coronaviren von Nutztieren genetisch zu verschieden von SARS-CoV-2, als dass der PCR-Test positiv auf sie reagieren könnte. Hier lesen Sie den vollständigen Faktencheck vom 3. Juli.

Behauptung: Medien verbreiten mit dem Foto einer Puppe Angst vor Corona

Bewertung: Unbelegt

In Sozialen Netzwerken wird ein Foto verbreitet, das den Transport einer Puppe auf einer Rettungsliege zeigt. Facebook-Nutzer behaupten, Medien würden mit diesem Foto Angst vor dem Coronavirus schüren. Es gibt jedoch keine Belege dafür, dass Medien das Foto verbreiten. Das Foto findet sich lediglich in Sozialen Netzwerken und wird dort von Privatnutzern verbreitet. Es gibt keine Hinweise, wann und wo es entstanden sein könnte. Es ist aber möglich, dass es eine medizinische Übung zeigt. Lesen Sie hier unseren Faktencheck vom 3. Juli.

Behauptung: Die WHO empfahl „völlig unspezifische“ Corona-Tests

Bewertung: Größtenteils falsch

In einem Online-Artikel wird behauptet, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe empfohlen, bei Corona-Tests nur auf ein „unspezifisches“ Gen zu testen. Dieses komme auch bei anderen Coronaviren vor. Damit seien vermutlich weltweit Menschen positiv getestet worden, die gar nicht mit SARS-CoV-2 infiziert seien. CORRECTIV hat das überprüft: Es stimmt, dass die WHO sagte, in Ausnahmefällen sei es ausreichend, nur auf ein Zielgen des Coronavirus zu testen, statt zwei. Falsch ist jedoch die Schlussfolgerung, die Tests seien deshalb „völlig unspezifisch“. Denn die PCR-Tests können außer auf SARS-CoV-2 nur auf das erste SARS-Virus oder einige eng verwandte Fledermausviren reagieren. Und diese kommen aktuell nicht beim Menschen vor. Lesen Sie hier unseren ganzen Faktencheck vom 2. Juli.

Behauptung: Es gab einen Tag lang keine neuen Todesfälle in Schweden

Bewertung: Teilweise falsch

In Schweden habe es einen Tag lang keine neuen Corona-Todesfälle gegeben, wird in mehreren Artikeln behauptet. Tatsächlich haben die schwedischen Behörden Ende Mai für 24 Stunden keine neuen Fälle gemeldet – es gab aber Nachmeldungen. Dass die Zahlen sich noch ändern können, wird in den Berichten nicht erwähnt. Das macht sie irreführend. Hier entlang zum Faktencheck vom 1. Juli.

Behauptung: Der Bundestag hat beschlossen, die Corona-Maßnahmen bis 2022 zu verlängern

Bewertung: Größtenteils falsch

Facebook-Nutzer verbreiten am 25. und 29. Juni die Behauptung, der Bundestag habe beschlossen, die Corona-Maßnahmen bis Ende März 2022 zu verlängern. Manche schreiben auch, der Bundestag habe die „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ aufgehoben, aber mit einem neu verabschiedeten Gesetz dafür gesorgt, dass die Rechtsverordnungen und Anordnungen im Infektionssschutzgesetz weiterhin in Kraft bleiben. Das alles stimmt nicht. Es gibt einen Antrag und einen Gesetzentwurf der FDP-Fraktion im Bundestag, der etwas Ähnliches anstrebt. Dieser wurde im Bundestag diskutiert und zur weiteren Beratung an den Gesundheitsausschuss überwiesen – es wurde nichts beschlossen. Zudem enthält der Entwurf keine Verlängerung aller Corona-Rechtsverordnungen und Anordnungen auf Bundesebene, sondern sieht vor, dass einzelne Verordnungen, die sich auf Ausbildungen in Gesundheitsberufen beziehen, bis spätestens 31. März 2022 befristet werden könnten.  Lesen Sie hier und hier unsere beiden Faktenchecks vom 30. Juni.

Behauptung: Ursula von der Leyen hat Arbeitnehmer dazu aufgerufen, für die Wirtschaft auf ihren Lohn zu verzichten

Bewertung: Falsch

Auf Facebook verbreitet sich im Juni ein Beitrag mit der Behauptung, die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, wolle angeblich, dass Arbeitnehmer aus Solidarität für die geschwächte Wirtschaft auf ihren Lohn verzichten. Doch alles an dem Facebook-Beitrag ist falsch. Ursula von der Leyen hat nie gesagt, dass die Europäer auf ihren Lohn verzichten sollten, um die Wirtschaft in der Corona-Krise zu unterstützen. Der Text stammt außerdem nicht, wie behauptet, von Focus Online – der angebliche Screenshot ist eine Fälschung. Die angebliche Quelle ist eine gefälschte Nachrichtenseite. Lesen Sie hier den vollständigen Faktencheck vom 26. Juni.

Behauptung: Die Corona-Warn-App greift auf persönliche Kontaktdaten zu

Bewertung: Falsch

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung greife auf die gespeicherten Kontakte der App-Nutzer zu, wird in einem Facebook-Beitrag vom 16. Juni behauptet. Die Daten würden zur Identifizierung und zum Tracking von Personen genutzt. Das ist falsch. Nach Angaben von Experten und der Bundesregierung speichert oder versendet die Corona-Warn-App weder personenbezogene Daten der Nutzer der App, noch ihrer gespeicherten Kontakte. Lesen Sie hier den vollständigen Faktencheck vom 25. Juni.

Behauptung: Das Coronavirus ist tatsächlich ein Bakterium, das Thrombosen auslöst

Bewertung: Falsch

Weltweit kursiert aktuell die virale Behauptung, das neue Coronavirus SARS CoV-2 sei eigentlich ein Bakterium und kein Virus. Die Patienten würden an nichts anderem als an Thrombosen sterben und Italien habe das Virus besiegt. Diese und weitere Behauptungen sind falsch. Wir erklären, warum – im Faktencheck vom 24. Juni.

Behauptung: Aufnahmen von N-TV zeigen, dass Angela Merkel die Ministerpräsidenten am 17. Juni ohne Abstand und Masken empfangen hat

Bewertung: Größtenteils falsch

Nutzer auf Facebook behaupten, Bundeskanzlerin Angela Merkel habe die Ministerpräsidenten im Kanzleramt am 17. Juni ohne Sicherheitsabstand und Masken empfangen. Das Bild, das diese Unterstellung stützen soll, entstand allerdings am 12. März. Aktuelle Bilder des Treffens vom 17. Juni zeigen, dass der Abstand eingehalten wurde – Merkel trägt darauf keine Maske, andere Politikerinnen und Politiker jedoch schon. Hier entlang zum Faktencheck vom 24. Juni.

Behauptung: Ein Foto eines Impfstoffes für Hunde von 2001 zeigt, dass es Corona schon vor 20 Jahren gab

Bewertung: Falsch

Das Foto einer Impfdosis für Hunde gegen Coronaviren führen Nutzer in Sozialen Netzwerken als Beweis heran, dass das aktuelle Coronavirus schon lange bekannt sei. Das ist falsch. Die Familie der Coronaviren kennen Wissenschaftler schon seit den 60er-Jahren. Hier lesen Sie den Faktencheck vom 24. Juni.

Behauptung: Die Suizidrate ist während der Corona-Maßnahmen um 300 Prozent gestiegen

Bewertung: Unbelegt

Mehrere Webseiten behaupten, die Suizide seien seit Beginn der Corona-Maßnahmen „um 300 Prozent“ gestiegen. Das ist eine irreführende Darstellung. Die Aussage stützt sich lediglich auf eine Auswertung von Einsatzcodes der Rettungsstellen in Berlin. Diese können die Zahl der Suizide nicht zuverlässig abbilden, da der Einsatzcode lediglich die Einschätzung der Person wiedergibt, die den Notruf gewählt hat. Um 300 Prozent gestiegen sind zudem nicht alle Notrufe wegen mutmaßlich suizidaler Handlungen, sondern lediglich ein einziger Code für Sprünge aus mehr als zehn Metern Höhe. Betrachtet man alle Notrufe, sind die Zahlen von Januar bis April 2020 im Vergleich zum selben Zeitraum 2019 tatsächlich gesunken. Hier entlang zum Faktencheck vom 23. Juni.

Behauptung von Sucharit Bhakdi: Impfungen gegen Corona sind sinnlos, weil das Virus mutieren kann

Bewertung: Unbelegt

In einem Interview stellt der Mediziner Sucharit Bhakdi unbelegte und falsche Behauptungen auf. Unter anderem sagt er, dass in Deutschland und Italien kein Patient ohne Vorerkrankung an Covid-19 gestorben sei. Und die Entwicklung eines Impfstoffes werde scheitern,  weil das Coronavirus mutieren könne. Das Paul-Ehrlich-Institut widerspricht jedoch: Auch Grippeviren würden sich regelmäßig verändern, dennoch könne man Impfstoffe gegen sie produzieren. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 19. Juni.

Behauptung: Chlordioxid hat 100 Corona-Patienten in vier Tagen geheilt; Covid-19 ist keine Lungenkrankheit; 88 Prozent der beatmeten Patienten sterben

Bewertung: Größtenteils falsch

Chlordioxid heile Covid-19-Patienten – das sei das Ergebnis einer Studie aus Ecuador, wird in einem Blog-Artikel behauptet. Die Publikation ist allerdings nicht seriös, ihr angeblicher Autor ist kein Wissenschaftler und zudem als Mitglied der Chlordioxid-Szene bekannt. Auch vier weitere Behauptungen in dem Text sind falsch oder irreführend. Covid-19 ist primär eine Lungenkrankheit, eine Beatmung ist oft lebensnotwendig. Die Studie, aus der die Zahl der 88 Prozent gestorbenen Patienten angeblich stammt, wurde falsch zitiert. Hier lesen Sie unseren Faktencheck vom 18. Juni.

Behauptung: Spanien hat seine Todesfallzahlen von über 26.000 auf 2.000 korrigiert

Bewertung: Falsch

Auf Facebook wird behauptet, Spanien habe die Zahl der am Coronavirus gestorbenen Menschen „von über 26.000 auf 2.000“ revidiert. Das ist falsch. Spanien hat die Statistik am 25. Mai nicht auf 2.000, sondern um 2.000 nach unten korrigiert. Hier entlang zum Faktencheck vom 16. Juni.

Behauptung: Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, dass es keine Übersterblichkeit durch Covid-19 in Deutschland gibt und der Lockdown nicht gerechtfertigt ist

Bewertung: Teilweise falsch

Youtuber Samuel Eckert argumentiert anhand von Zahlen des Statistischen Bundesamts, dass 2020 in Deutschland trotz Corona nicht mehr Menschen starben als in den Vorjahren. Relevant für die Berechnung der Übersterblichkeit ist jedoch der Zeitraum, in dem es Todesfälle durch Covid-19 gab, nicht das ganze bisherige Jahr. Das bestätigte uns das Bundesamt auf Nachfrage. Im April lagen die Sterbefallzahlen deutlich über dem Durchschnitt. Zudem müssen die Auswirkungen der unterdurchschnittlichen Grippewelle dieser Saison berücksichtigt werden. Hier geht’s zum Faktencheck vom 12. Juni.

Behauptung: Die WHO hat ihre Meinung zu Schutzmasken aus Stoff geändert und erklärt nun, sie könnten das Risiko einer Infektion erhöhen

Bewertung: Größtenteils falsch

In einem Online-Artikel wird behauptet, die WHO habe ihren Standpunkt bezüglich Masken aus Stoff geändert, weil sie angeblich das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus erhöhen können. Das wurde von der WHO so nicht kommuniziert. Richtig ist: Die WHO empfiehlt nun anders als zuvor das Tragen von Stoffmasken auch im Alltag, betont allerdings, dass dies nur als Ergänzung zu anderen Maßnahmen wie Abstandhalten und Händewaschen dient. Außerdem müssten die Masken korrekt getragen werden und idealerweise aus drei Schichten bestehen. Hier geht es zum Faktencheck vom 12. Juni.

Behauptung: Studie eines Biologen von der Universität Barcelona belegt Korrelation von 5G und Coronavirus-Ausbrüchen

Bewertung: Größtenteils falsch

Eine „Studie“ belege, dass der Mobilfunkstandard 5G eine Rolle bei der Corona-Pandemie spiele, wird in einem Artikel behauptet. Das stimmt nicht. Die Veröffentlichung, um die es geht, ist weder eine offizielle Studie, noch arbeitet der Autor als Biologe an der Universität von Barcelona. Die Auswertung enthält zahlreiche Ungereimtheiten und schaut sich nur eine kleine Zahl Länder an. Die angebliche örtliche Übereinstimmung von 5G-Masten und hohen Covid-19-Fallzahlen hält der genauen Betrachtung nicht stand. So hat Brasilien sehr viele Infizierte und Todesfälle, aber kaum 5G – insbesondere gibt es den neuen Mobilfunkstandard nicht in den Teilen des Landes, wo die Zahl der Infizierten in Relation zur Bevölkerung am höchsten ist. Hier finden Sie den vollständigen Faktencheck vom 8. Juni.

Behauptung: Die niedrigen Prozentzahlen der „aktuell Infizierten“ zeigen, dass die Pandemie vorbei oder nicht gefährlich ist

Bewertung: Unbelegt

Auf Facebook wurde eine Auflistung angeblicher Zahlen zu „aktuell Infizierten“ in den Bundesländern geteilt. Sie bewegen sich in Bezug auf die Bevölkerungszahl unter null Prozent. Als Quelle wird das Robert-Koch-Institut angegeben. Die Zahl der aktuell Infizierten wird jedoch gar nicht erhoben und kann auch nicht zuverlässig berechnet werden. Denn dafür müsste man die Zahl der Genesenen von den Gesamtinfektionen in den Bundesländern abziehen. Diese Fälle werden jedoch nicht offiziell gemeldet; bei dem Wert handelt es sich nur um eine grobe Schätzung. Hier entlang zum Faktencheck vom 5. Juni.

Behauptung: Ein Foto, auf dem eine Frau einen Leichensack mit einer Hand trägt, zeigt, dass die Corona-Pandemie ein Schwindel ist

Bewertung: Teilweise falsch

Auf Facebook wurde ein Foto von angeblichen Leichensäcken geteilt, die auf einem Fußweg aufgereiht liegen. Eine Frau trägt mit einer Hand einen davon weg. Nutzer leiten daraus ab, dass sich in den Säcken nicht wirklich Leichen befinden können und die Pandemie deshalb ein „Schwindel“ sei. Unsere Recherche zeigt jedoch: Die Säcke waren Teil einer symbolischen Protestaktion in Miami. Deshalb waren es natürlich keine echten Leichensäcke, eine Täuschung der Öffentlichkeit liegt aber nicht vor. Hier finden Sie den Faktencheck vom 2. Juni.

Behauptung: Masken fördern Atemwegserkrankungen und schwächen das Immunsystem

Bewertung: Teilweise falsch

Seit Wochen wird im Netz behauptet, dass das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen gesundheitsschädlich sei. Auf Facebook kursiert nun ein Beitrag, in dem es heißt: Masken schwächten das Immunsystem, weil sie Pilzen, Viren und Bakterien den Zugang zum Körper verwehrten. Im Widerspruch dazu steht die zweite Behauptung desselben Beitrag: Die Masken förderten Atemwegserkrankungen, weil durch sie Keime in die Lunge gelangen würden. Die Behauptungen sind teils falsch, teils unbelegt. Hier gibt’s den vollständigen Faktencheck vom 28. Mai.

Behauptung: Sachsen droht Eltern bei Verstoß gegen Corona-Regeln (Unterschrift einer Gesundheitsbestätigung) mit „Kindesentzug“

Bewertung: Größtenteils richtig

Im Netz kursiert die Behauptung, das sächsische Kultusministerium habe Eltern mit „Kindesentzug“ gedroht, wenn verpflichtende Unterschriften einer Gesundheitsbestätigung für die Schule fehlen. Das stimmt großteils – das Ministerium spricht von einer „unglücklichen Formulierung“. Hier entlang zum Faktencheck vom 27. Mai.

Behauptung: Bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Gera drohte eine Polizistin mit dem Einsatz der „Waffe“

Bewertung: Falsch

Bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Gera habe eine Polizistin mit dem Einsatz der Waffe gedroht, behaupten Nutzer auf Facebook und Youtube. Tatsächlich ist die Aussage der Frau in dem Video schwer zu verstehen. Sie drohte, Pfefferspray („Pfeffer“) einzusetzen. Hier finden Sie den Faktencheck vom 27. Mai.

Behauptung: Ein Foto zeigt eine Benachrichtigungskarte vom „WHO-Impfteam“

Bewertung: Satire / Völlig falsch

Auf Whatsapp und Twitter macht ein Foto einer Benachrichtigungskarte die Runde, die angeblich von der WHO stammt. Die Karte verbindet mehrere Verschwörungstheorien miteinander und ist vermutlich als Satire gedacht, wird aber offenbar auch missverstanden. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 26. Mai.

Behauptung: Bill Gates hat gesagt, er investiere in Impfungen, weil sie ihm einen Gewinn von 2.000 Prozent einbringen

Bewertung: Größtenteils falsch

In der Telegram-Gruppe „QAnons Channel Germany“ wird ein aus dem Kontext gerissenes Zitat von Bill Gates verbreitet. Angeblich habe er in einem Interview verraten, er wolle alle Menschen impfen und so einen Gewinn von 2.000 Prozent machen. Das Zitat ist irreführend verkürzt. Gates sprach vom sozialen und wirtschaftlichen Mehrwert, den Gesundheitshilfe habe, weil sie Leben rette. Hier geht’s zum Faktencheck vom 26. Mai.

Behauptung: Nach Abstrich von einer getragenen Maske wachsen Keime in einer Petrischale, das ist der Beleg, dass sie gesundheitsschädlich ist

Bewertung: Teilweise falsch

Auf Facebook kursiert ein Foto einer Petrischale voller Keime. Es soll beweisen, dass ein Mundschutz der Gesundheit schade – angeblich wurde ein Abstrich von der Innenseite der Maske nach einer siebenstündigen Zugfahrt genommen und die Schale in einen Brutschrank gestellt. Im Text zu dem Beitrag werden Symptome beschrieben, die nach dem Tragen angeblich auftreten sollen, darunter Atemnot durch zu viel eingeatmetes CO2, ein Gerstenkorn am Auge und Hautprobleme. Die Behauptungen sind teils unbelegt, teils falsch. Bakterien im Mund sind zum Beispiel völlig normal; laut Experten würde die Petrischale auch so aussehen, wenn man hinein spucken würde. Hier entlang zum Faktencheck vom 26. Mai.

Behauptungen zum Tragen von Mundschutz: Man atmet CO2 ein, nimmt weniger Sauerstoff auf, mangelnde Belüftung der Lunge fördert Lungenkrankheiten. Die Maske verkeimt und kann keine Viren zurückhalten

Bewertung: Teilweise falsch

In den Sozialen Netzwerken verbreitet sich ein Flyer, der vor angeblichen Gesundheitsgefahren beim Tragen von Masken warnt. Die Behauptungen darin sind falsch oder stark verkürzt dargestellt. Der Autor des Papiers zweifelt die Existenz des Coronavirus generell an, sagt er gegenüber CORRECTIV. Hier finden Sie den vollständigen Faktencheck vom 25. Mai.

Behauptung: Maske Tragen ist für Kinder gefährlich, es droht eine Atemlähmung

Bewertung: Falsch

Auf einem in den Sozialen Netzwerken geteilten Bild wird behauptet, dass Mundschutz für Kinder gefährlich sei. Er sei für Kinder unter zwölf Jahren ungeeignet und für Kinder unter sechs Jahren gefährlich. Sie könnten den CO2-Ausstoß nicht kontrollieren und würden nicht merken, wenn sie zu wenig Luft einatmen würden. Zudem führe das wiederholte Einatmen von CO2 zu Atemlähmung. Diese Behauptungen sind falsch. Hier geht’s zum Faktencheck vom 21. Mai.

Behauptung: Die Polizei Dresden hat sich der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen angeschlossen

Bewertung: Falsch

Auf Facebook und Youtube kursieren Bilder, die angeblich zeigen sollen, wie sich Polizisten einem Montagsspaziergang gegen die Corona-Maßnahmen angeschlossen haben. Das ist falsch. Es handelte sich um einen Polizeieinsatz, der die Versammlung begleitete. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 20. Mai.

Behauptung: Bill Gates hat zugegeben, mit 700.000 „Impfschäden“ zu rechnen und hinterließ 490.000 gelähmte Kinder in Indien

Bewertung: Größtenteils falsch

Der Arzt Michael Spitzbart schreibt auf Facebook und Instagram, Bill Gates habe zugegeben, dass er mit 700.000 Impfschäden durch einen Covid-19-Impfstoff rechne. Zudem habe er in Indien nach einer „Impfaktion“ 490.000 gelähmte Kinder hinterlassen. Unser Faktencheck zeigt: Die erste Behauptung ist teilweise falsch, die zweite komplett falsch. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 20. Mai.

Behauptung: In SARS-CoV-2 wurden im Labor Sequenzen von HIV eingefügt

Bewertung: Größtenteils falsch

Immer wieder wird eine Behauptung des Virologen Luc Montagnier als angeblicher Beleg dafür herangezogen, dass das Coronavirus in einem Labor hergestellt wurde. Zuletzt schrieb die Seite Sputnik-News am 18. April darüber. Montagnier sagte, das Virus enthalte Gen-Sequenzen von HIV. Zahlreiche Wissenschaftler haben diese Behauptung jedoch widerlegt. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 20. Mai.

Falsche Behauptungen über Bill Gates, RKI, Corona-Tote und Corona-Sterblichkeit im Youtube-Video von „Coach Cecil“

Bewertung: Größtenteils falsch

In einem Video stellt der Youtuber „Coach Cecil“ zahlreiche Behauptungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auf. Viele davon sind falsch oder unbelegt: Er behauptet beispielsweise,  Bill Gates sei der Hauptsponsor der WHO. Das ist teilweise falsch. Zudem sagt er, Rechtsmediziner Püschel habe „bis zum heutigen Tag“ nicht einen Corona-Fall obduziert, der an und nicht mit Corona gestorben ist – das stimmt jedoch nicht. Auch hat das RKI Apotheken kein Verbot ausgesprochen, Antikörpertests zu verkaufen. Am 19. Mai stellte Cecil das Video auf seinem Kanal auf privat. Bis zu diesem Zeitpunkt war es mehr als 839.000 Mal geklickt worden. Andere Kanäle verbreiten das Video weiterhin. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 19. Mai.

Behauptungen über angebliche „Impfverbrechen“ von Bill Gates im Faktencheck

Bewertung: Größtenteils falsch

Im Windschatten der Debatten um das Coronavirus verbreiten sich altbekannte Vorwürfe gegen Bill Gates und seine Stiftung. Das Ziel: Angst vor Impfungen zu schüren. Die von uns geprüften Geschichten über angebliche Impfschäden in Indien oder Afrika sind jedoch falsch oder unbelegt. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 18. Mai.

Behauptungen in Kettenbrief: China ist von dem Coronavirus wirtschaftlich nicht betroffen, das Virus sei nie in Peking oder Shanghai angekommen, China hat das Virus erschaffen, um davon zu profitieren

Bewertung: Größtenteils falsch

Auf Whatsapp wird ein Kettenbrief geteilt, in dem suggeriert wird, die chinesische Wirtschaft profitiere vom neuartigen Coronavirus. Viele der Behauptungen, mit denen das belegt werden soll, sind falsch oder ohne Belege. So zeigt unser Faktencheck, dass es in Peking und Shanghai Covid-19-Fälle gab und gibt. Zudem hat auch der chinesische Markt unter dem Coronavirus gelitten. Für das Gerücht, das Virus sei künstlich erschaffen worden, gibt es bisher keine Belege. Zahlreiche Wissenschaftler haben dieser These aber bereits widersprochen. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 15. Mai.

Behauptung: Video zeigt aktuelle Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Chemnitz

Bewertung: Falsch

In einem Facebook-Beitrag vom 6. Mai wird suggeriert, ein Video zeige eine aktuelle Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Chemnitz. Das ist falsch: Das Video ist von September 2018 und zeigt Proteste, unter anderem von rechtsextremen Gruppen, wegen des tödlichen Angriffs auf Daniel H.. Das hat uns die Polizei in Sachsen bestätigt. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 15. Mai.

Behauptung: Die USA setzen jetzt auf alternative Mittel wie Chlordioxid, Hydroxychloroquin oder Azithromycin statt Impfungen

Bewertung: Größtenteils falsch

Die Behauptung ist irreführend und gefährlich. Es wird in den USA weiterhin nach einem Impfstoff gesucht. Chlordioxid ist ein Desinfektions- und Bleichmittel und für Menschen giftig; es stimmt nicht, dass es offiziell für den Einsatz gegen Covid-19 geprüft wird. Richtig ist, dass in den USA Malaria-Medikamente wie Hydroxychloroquin getestet werden, sie sind aber nicht für diese Nutzung zugelassen und ihre Sicherheit und Wirksamkeit gegen Covid-19 ist nicht bestätigt. Die Behörden raten dringend davon ab, die Medikamente eigenmächtig einzunehmen oder mit dem Antiobiotikum Azithromycin zu kombinieren; Herzrhythmusstörungen könnten die Folge sein. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 14. Mai.

Behauptung des italienischen Politikers Vittorio Sgarbi: 96 Prozent der Covid-19 Patienten starben an anderen Ursachen

Bewertung: Unbelegt

Der italienische Politiker Vittorio Sgarbi behauptete in einer Rede, dass von 25.000 verstorbenen Corona-Patienten in Italien 96 Prozent eigentlich an anderen Ursachen gestorben wären. Diese Argumentation basiert jedoch auf einem Trugschluss. Die Studie, auf die Sgarbi sich offenbar bezieht, besagt lediglich, dass 96 Prozent der Patienten eine Vorerkrankung hatten. Am häufigsten waren dabei Bluthochdruck und Diabetes. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 13. Mai. (Am 12. Juni haben wir dazu noch einen weiteren Artikel veröffentlicht.)

Behauptung: Das Standbild eines aktuellen Videos zeigt Merkel, Scholz und Söder bei einem Treffen ohne Masken und Mindestabstand

Bewertung: Falsch

Auf Whatsapp und Facebook kursiert Anfang Mai das Standbild eines angeblich aktuellen Videos, auf dem sich Markus Söder und Olaf Scholz die Hand geben. Angela Merkel steht dicht daneben. Die Aufnahmen stammen jedoch aus dem Jahr 2019.  Der Nachrichtensender von Welt hatte die Aufnahmen zwar am 2. Mai 2020 ausgestrahlt. Auf Anfrage teilt uns eine Sprecherin aber mit, dass es sich um Archivaufnahmen handelte und entschuldigte sich dafür, dass dies in dem Beitrag nicht kenntlich gemacht wurde. Das Video ist mittlerweile entfernt worden. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 8. Mai.

Behauptungen in einem Video von Ken Jebsen, unter anderem zur Finanzierung der WHO, Bill Gates, einer Impfpflicht und Festnahmen bei Demos in Berlin

Bewertung: Teilweise falsch

In einem millionenfach aufgerufenen Youtube-Video verbreitet der Blogger Ken Jebsen (KenFM) am 4. Mai neben Verschwörungstheorien – die nicht anhand von Fakten überprüfbar sind – auch falsche Behauptungen über das Handeln der Polizei, Bill Gates, die WHO und eine angeblich geplante Impfpflicht. So behauptet er, dass eine Stiftung von Bill Gates zu mehr als 80 Prozent die WHO finanziere. Das stimmt nicht. Zudem will man in Deutschland laut Bundesgesundheitsministerium auch keine Impfpflicht durch die Hintertür einführen. Die Polizei Berlin erklärt uns außerdem, dass Personen auf Demos in der Hauptstadt dann entfernt oder festgenommen wurden, wenn es sich um nicht genehmigte Veranstaltungen handelte. Die Grundgesetzbücher hätten damit nichts zu tun. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 8. Mai.

Behauptung: Bei der Trauerfeier einer „Clan-Familie“ im April durften zahlreiche Menschen eng gedrängt zusammenstehen – den Corona-Regeln zum Trotz

Bewertung: Größtenteils falsch

Ein Beitrag auf Facebook erweckt den Eindruck, im April hätten zahlreiche Menschen bei der Trauerfeier einer „Clan-Familie“ dicht an dicht gestanden – ohne sich an die Corona-Regeln zu halten. Es wurde aber ein Foto von 2018 verwendet. Die Polizei achtete bei der Beerdigung im April auf Einhaltung der Abstandsregeln: So gab es eine genaue Teilnehmerliste und die Trauernden wurden in Gruppen mit maximal 20 Personen eingeteilt, die den Friedhof nur nacheinander betreten durften. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 6. Mai.

Behauptungen in einem Facebook-Beitrag, unter anderem zur Sterblichkeitsrate von Covid-19, zu Zahlen des RKI, Vergleiche mit Influenza-Saison und Behauptungen über osteuropäische Erntehelfer

Bewertung: Größtenteils falsch

Auf Facebook kursiert seit 15. April ein Beitrag, der mit den Worten „So, ihr Vögel aus Berlin“ beginnt. Darin wird behauptet, dass die Bundesregierung übertriebene Maßnahmen gegen das Coronavirus auf einer falschen Grundlage ergriffen habe. Viele der Behauptungen, die das belegen sollen, sind jedoch falsch: So hat das RKI – anders als behauptet – nie von bis zu einer Million möglichen Corona-Toten in Deutschland gesprochen und in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis sind wesentlich mehr Intensivbetten belegt, als die in dem Beitrag genannten einstelligen Prozentzahlen. Zur Sterblichkeitsrate von Covid-19 gibt es sehr unterschiedliche Angaben. Das Coronavirus und die Corona-Pandemie lassen sich nicht so einfach mit den Grippewellen der vergangenen Jahre vergleichen – schon gar nicht anhand der Toten. Zudem ist die Sterberate bei Corona-Infizierten in Schweden nach aktuellen Angaben deutlich höher als in Deutschland und nicht, wie behauptet, nur „unwesentlich höher“. Auch Behauptungen zu osteuropäischen Erntehelfern, zu Aussagen von Angela Merkel und die Vergleiche mit anderen europäischen Ländern sind teils irreführend. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 6. Mai.

Behauptung: Der japanische Immunologe Tasuku Honjo bestätigt, dass das Coronavirus „nicht natürlich“ ist

Bewertung: Falsch

Tasuku Honjo hat diese Aussage nie getätigt und der Behauptung öffentlich widersprochen. Wissenschaftler betonen schon seit Monaten, das Virus sei in der Natur entstanden. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 5. Mai.

Behauptung: Nikotin hilft gegen Coronaviren

Bewertung: Unbelegt

Auf Facebook verbreitet sich die Behauptung, Nikotin verhindere die Ausbreitung von Coronaviren im Körper. Aus diesem Grund würden Raucher „fast nie“ an Covid-19 erkranken. Dafür gibt es keine Belege. Die französische Studie, auf die sich die Behauptung bezieht, ist nicht beweiskräftig. Anderen Studien zufolge könnten Raucher sogar eine explizite Risikogruppe sein. Hier geht’s zum Faktencheck vom 5. Mai.

Behauptung: Ein Schaubild zeigt, um wieviel Prozent sich die Ansteckungsgefahr durch das Tragen von Masken verringert

Bewertung: Unbelegt

Eine Grafik soll veranschaulichen, um wie viel Prozent sich das Ansteckungsrisiko mit Covid-19 verringert, wenn Menschen Masken tragen. Für die konkreten Zahlen, die auf dem Bild gezeigt werden, gibt es jedoch keine Belege. Zudem ist unklar, welche Art von Masken gemeint ist. Experten sind der Ansicht, dass auch ein selbstgenähter Mundschutz helfen kann – um wieviel Prozent er das Risiko verringert, ist aber unklar. Hier geht es zum Faktencheck vom 4. Mai.

Behauptung: Die Stadt Dortmund erlaubt eine Ramadan-Feier mit 50.000 Muslimen

Bewertung: Größtenteils falsch

Ein Facebook-Beitrag verbreitet am 10. April die Behauptung, in Dortmund finde anlässlich des Ramadan eine Veranstaltung mit 50.000 Teilnehmern statt – trotz Corona-Maßnahmen. Das ist falsch. Die Veranstaltung ist abgesagt. Das haben die Stadt Dortmund und der Veranstalter öffentlich kommuniziert. Hier geht es zum Faktencheck vom 2. Mai.

Behauptung: Vergleich von weltweiten Todeszahlen durch Covid-19 mit denen durch Malaria, Alkohol oder Verkehrsunfälle zeigt, dass die Zahl gering ist

Bewertung: Unbelegt

In einem Bild, das auf Facebook und Whatsapp verbreitet wird, werden Sterbefälle durch Covid-19 weltweit mit anderen Todesursachen verglichen. Dieser Vergleich ist jedoch irreführend. Die Zahlen für die anderen Todesursachen sind entweder stark veraltet oder völlig unbelegt. Zudem lassen sie sich auch methodisch nicht vergleichen. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 2. Mai.

Behauptung: Das Infektionsrisiko, an Covid-19 zu erkranken, steigt mit dem Tragen einer Maske

Bewertung: Größtenteils falsch

In einem Video auf Youtube behauptet ein junger Sanitäter namens Philipp Stehling, das Tragen eines selbstgenähten Mundschutzes sei gefährlich und sinnlos. Dafür führt er einige Studien an, deren Ergebnisse er allerdings falsch wiedergibt. Hier zum Faktencheck vom 30. April.

Behauptung: Räuber verteilen an Haustüren Masken, die in Betäubungsmittel getränkt sind, um Leute auszurauben

Bewertung: Falsch

Auf Whatsapp und Facebook kursiert im April ein Kettenbrief, in dem vor Kriminellen gewarnt wird, die in der Corona-Krise angeblich Masken mit Betäubungsmittel verteilen, um Leute auszurauben. Die Polizeibehörden in Deutschland haben dazu bisher keine Erkenntnisse. Der Text kursierte zuvor schon in Großbritannien und Spanien. Auch dort gab es laut den Behörden bisher keine solchen Vorfälle. Dennoch warnt die Polizei vor Trickbetrügern in Deutschland, die die Corona-Pandemie auf unterschiedliche Weise ausnutzen wollen. Hier geht es zum gesamten Faktencheck vom 29. April.

Behauptung in Whatsapp-Kettenbrief: Aspirin kann Covid-19 heilen und alle Patienten sterben an einer Thrombose

Bewertung: Größtenteils falsch

In einem auf Whatsapp geteilten Kettenbrief wird behauptet, wegen eines Diagnosefehlers sei die Krankheit Covid-19 weltweit falsch behandelt worden. Mit den Worten „ULTIMA HORA, DIE LETZTE STUNDE“ beginnt der Brief. Weder Beatmungsgeräte noch Intensivstationen seien zur Behandlung nötig. Stattdessen sei der richtige Weg, erkrankte Patienten mit Antibiotika, entzündungshemmenden und gerinnungshemmenden Medikamenten zu behandeln. Autopsien in Italien hätten gezeigt, dass Covid-19 Patienten nicht an Lungenentzündung, sondern an einer Thrombose sterben würden. Außerdem belege der Fall einer mexikanischen Familie in den USA eine Heilung durch Aspirin-Tabletten mit Honig und Zitronensaft. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 28. April.

Behauptung: Der CDU-Politiker Rudolf Henke will Kinder von der Polizei für Zwangsimpfungen abholen lassen

Bewertung: Falsch

Auf Facebook wird am 26. April ein Videoausschnitt geteilt, der suggeriert, der Bundestagsabgeordnete Rudolf Henke (CDU) wolle die Polizei zu Impfverweigerern nach Hause schicken und die Kinder zur Zwangsimpfung mitnehmen. Das Video ist jedoch von 2019 und manipulativ geschnitten. Henke sagte eigentlich das genaue Gegenteil, nämlich,  dass der Gesetzentwurf keine Abholung von Kindern durch die Polizei vorsehe. Zwangsimpfungen sind nach dem Masernschutzgesetz nicht möglich. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 28. April.

Behauptung: Für Muslime gelten die Regeln des Kontaktverbots nicht, das zeigt ein Fall in Berlin Anfang April

Bewertung: Teilweise falsch

In Berlin erschienen 300 Menschen zu einem symbolischen Gebetsruf – mutmaßlich wegen eines Missverständnisses. Der Vorfall wird nun jedoch in einem Artikel als angeblicher Beleg präsentiert, dass für Muslime in Corona-Zeiten andere Regeln gelten. Die Berliner Polizei betont, es gebe keine Ausnahmen für bestimmte Religionen. Das Ganze beruhte offenbar auf einem Missverständnis; die Moschee hatte die Menschen vorab aufgefordert, nicht persönlich zum Gebet zu erscheinen. Die Polizei rechnete nach eigenen Angaben deshalb nicht mit einer Versammlung und hatte nicht genügend Personal vor Ort, um Personalien für Bußgelder aufzunehmen. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 27. April.

Behauptung: Seit es Corona gibt, stirbt niemand mehr an Herzinfarkten oder Krebs

Bewertung: Falsch

Covid-19 ist – anders als auf einem Sharepic auf Facebook behauptet wird – aktuell nicht die einzige Todesursache in Deutschland. Wie uns die Deutsche Gesellschaft für Rechtsmedizin bestätigte, sterben Menschen auch weiterhin aus allen möglichen Gründen. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 27. April.

Behauptung: Beim Tragen eines Mundschutzes atmet man zu viel CO2 ein

Bewertung: Größtenteils falsch

Auf einem tausendfach auf Facebook geteilten Bild wird vor dem Tragen einer Maske gewarnt – da man damit angeblich zu viel CO2 einatme. Außerdem entstehe beim Tragen Feuchtigkeit in der Lunge, wodurch sich dort Keime vermehren könnten. Diese Behauptungen sind größtenteils falsch. Die Studie, auf die sich die Aussage zu CO2 bezieht, ist von 2005, beschäftigte sich mit zwei OP-Masken-Modellen und ist inzwischen überholt. OP-Masken müssen in Deutschland zertifiziert sein. Im Einsatz gegen die Corona-Pandemie sind noch zwei weitere Maskenarten, auch sie sind nicht gefährlich. Sie sollten nur korrekt benutzt werden, denn wird die Maske feucht, können sich im Mundbereich Bakterien vermehren. Mit Viren in der Lunge hat das allerdings nichts zu tun. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 24. April.

Behauptung: Es gibt keine Beweise für Existenz des neuartigen Coronavirus

Bewertung: Teilweise falsch

Der Musiker Xavier Naidoo kritisiert im Verlauf eines Videos das Vorgehen der deutschen Regierung. Man nehme in Kauf, dass Menschen sterben. „Wir müssen so machen, als gäbe es eine tödliche Pandemie“, sagt Naidoo dann. Und: „Bringt uns verdammt nochmal Beweise, dass dieses Ding echt ist.“ Damit impliziert der Musiker, dass es angeblich keine Pandemie gebe und das neuartige Coronavirus nicht echt sei. Man müsse sich jetzt „wehren“, sagt Naidoo weiter. Naidoo lässt dabei zentralen Kontext aus: Es gibt etliche wissenschaftliche und teils jahrzehntealte Erkenntnisse zu Coronaviren – und mittlerweile hunderte detaillierte Studien zum neuen Virus SARS-CoV-2 und der daraus resultierenden Lungenerkrankung Covid-19. Dazu kommen die Forschungsergebnisse einzelner Virologen und Epidemiologen. Hier geht’s zum Faktencheck vom 24. April.

Behauptung: Auch Infizierte, die zum Beispiel durch einen Unfall oder Suizid sterben, zählen als Covid-19-Todesfälle

Bewertung: Richtig

Das Robert-Koch-Institut bestätigt auf Nachfrage, dass alle Verstorbenen, bei denen zuvor die Diagnose Covid-19 gestellt wurde, in die Statistik zum Coronavirus aufgenommen werden. Damit solle verhindert werden, dass die Fälle untererfasst werden. Der Fall eines gewaltsamen Todes sei so selten, dass die Statistik dadurch nicht verzerrt werde, so eine Sprecherin. Zum vollständigen Faktencheck geht es hier.

Behauptung: Der „Lockdown“ der Regierung war unnötig und unwirksam, weil die Reproduktionszahl des Coronavirus schon zuvor auf 1 gesunken war und nicht weiter sank, außerdem ist die Corona-Welle am Abklingen

Bewertung: Teilweise falsch

Der Finanzwissenschaftler Stefan Homburg behauptet in einem viralen Youtube-Interview am 17. April, der „Lockdown“ der Regierung sei unnötig und unwirksam gewesen. Er führt das auf die Reproduktionszahl des Virus zurück. Zudem habe das Robert-Koch-Institut mit Zahlen zu möglichen Corona-Todeszahlen Angst geschürt. Die Corona-Welle sei außerdem in ganz Europa am Abklingen. Allein anhand des R-Wertes könne man jedoch keine Prognosen treffen, sagt das Robert-Koch-Institut. Auch sonst greift die Argumentation von Stefan Homburg zu kurz. Hier geht es zum gesamten Faktencheck vom 22. April.

Behauptung: Deutschland lehnt jegliche Hilfe aus China zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ab

Bewertung: Falsch

In einem Artikel von RT Deutsch, dem Ableger des russischen Auslandssenders RT, wird behauptet, Deutschland lehne jegliche Hilfe aus China zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ab. Das ist falsch. Die Bundesministerien wollen Hilfsgüter aus China in Deutschland verteilen, teilen sie auf Anfrage von CORRECTIV mit. Zudem wurde eine „Luftbrücke“ zwischen China und Deutschland eingerichtet. Hier geht es zum gesamten Faktencheck vom 20. April.

Behauptung: Das Coronavirus überlebt bei Hitze nicht länger als vier Minuten

Bewertung: Unbelegt

In einem Artikel werden Behauptungen zum Coronavirus in Bezug auf das Wetter aufgestellt. Es wird ein Virologe zitiert, der brasilianischen Medien sagte, das Virus könne in heißem Klima nicht überleben. Diese Aussage ist jedoch schon Monate alt; inzwischen ist klar, dass sich SARS-CoV-2 auch in warmen Ländern verbreitet. Dazu, wie viel Hitze das Virus generell aushält, gibt es erste Laborstudien – eine kam zu dem Ergebnis, dass das Virus bei einer Umgebungstemperatur von 70 Grad nach fünf Minuten inaktiviert wurde. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 20. April.

Behauptung: Es gab 25.000 Grippetote in der Saison 2017/18, im Vergleich dazu aber bisher nur 3.000 Corona-Tote

Bewertung: Teilweise falsch

Auf Facebook wird die Zahl der Grippetoten in der Saison 2017/18 mit den bisherigen Corona-Todesfällen verglichen und damit impliziert, dass Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie übertrieben seien. Die Todeszahlen werden aber ganz unterschiedlich erhoben: Während laut RKI aktuell jeder als Corona-Toter zählt, der in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung stand und stirbt, basiert die Zahl der Grippetoten auf statistischen Schätzungen. Hier geht es zum gesamten Faktencheck vom 19. April.

Behauptung: In Mannheim stand eine große Gruppe Flüchtlinge bei einer Verlegung eng zusammen – allen Corona-Maßnahmen zum Trotz

Bewertung: Größtenteils richtig

Auf Facebook wird am 9. April behauptet, in Mannheim habe eine große Gruppe Migranten bei einem Transport eng beieinander gestanden – den Corona-Maßnahmen zum Trotz. Dazu wird ein Foto verbreitet, das die Szene zeigen soll. Es stimmt, dass dort an diesem Morgen 42 Flüchtlinge von einer Erstaufnahmeeinrichtung in andere Stadt- und Landkreise verlegt wurden. Es gab laut Behörden aber Maßnahmen zum Infektionsschutz, die von Sicherheitspersonal überwacht wurden. Die Verlegung selbst diente laut Behörden ebenfalls dem Zweck, die Belegung in der Einrichtung zu „entzerren“, und damit den Infektionsschutz zu erhöhen. Hier geht es zum gesamten Faktencheck vom 18. April.

Behauptung: Wer gegen Grippe geimpft ist, hat ein höheres Risiko, an Covid-19 zu erkranken

Bewertung: Falsch

Im Netz und in Messenger-Diensten wie Whatsapp kursiert die Behauptung, eine Grippeimpfung erhöhe das Risiko einer Erkrankung an der Lungenkrankheit Covid-19. CORRECTIV hat darüber mit dem Robert-Koch-Institut gesprochen. „Gerade im Kontext der Covid-19-Pandemie – der Anfang der Covid-19-Epidemie fiel in die Grippewelle – war es essentiell, dass die Risikogruppen gegen Grippe geimpft waren, um schwere Influenza-Verläufe zu verhindern und Engpässe in Krankenhäusern (u. a. bei Intensivbetten, Beatmungsplätzen) zu vermeiden.“ Die Behauptung ist demnach falsch. Hier geht es zum gesamten Faktencheck vom 17. April.

Behauptung: Ein Rechtsmediziner hat gesagt, dass nie ein gesunder Mensch am Coronavirus gestorben sei und alle Verstorbenen zuvor an schweren inneren Erkrankungen litten

Bewertung: Größtenteils falsch

Klaus Püschel, Rechtsmediziner aus Hamburg, macht in verschiedenen Interviews auf sich aufmerksam. Seine Kernthese: Man müsse von den Toten lernen. Er obduzierte zahlreiche Menschen, die die Diagnose Covid-19 bekommen hatten. Dabei fiel ihm zwar auf, dass die Menschen Vorerkrankungen  – auch solche, die sie zu Lebzeiten nicht kannten – hatten, er sagte aber nicht, dass „nie“ ein gesunder Mensch am Coronavirus verstorben sei. Den gesamten Faktencheck vom 17. April gibt es hier zum Nachlesen.

Behauptung: 2018 gab es mehr als 25.000 Tote durch die Grippe, 2020 hingegen nur knapp 400

Bewertung: Teilweise falsch

Auf Facebook wird behauptet, es habe 2020 nur 411 Grippetote gegeben. Dem wird eine Zahl von 2018 gegenüber gestellt: Damals seien es 25.100 Grippetote gewesen. Das stimmt so nicht. Die aufgeführten Zahlen lassen sich nicht miteinander vergleichen, weil sie unterschiedlich erfasst wurden. Trotzdem verlief die Grippewelle dieses Jahr milder als sonst, mutmaßlich auch aufgrund der Einschränkungen wegen des Coronavirus SARS-CoV-2. Sie wurde vorzeitig für beendet erklärt. Die vollständige Erklärung gibt es in unserem Artikel vom 16. April.

Behauptung: Die Bundesregierung zahlt eine Prämie für das Zuhause bleiben während der Corona-Pandemie

Bewertung: Völlig falsch

Bei Facebook wird die Behauptung geteilt, dass die Bundesregierung einmalig Geld an Menschen auszahle, die zu Hause bleiben und somit dazu beitragen, dass sich das Coronavirus nicht so schnell ausbreitet. Das ist frei erfunden. In keinem Maßnahmenkatalog der Regierung sind solche Zahlungen zu finden. Zum vollständigen Check vom 16. April geht es hier.

Behauptungen von Andres Bircher, darunter: Heiße Bäder und Schwitzkuren helfen gegen das Coronavirus; das Immunsystem verdoppelt seine Kraft mit jedem Grad Fieber

Bewertung: größtenteils falsch

In einem auf Youtube hochgeladenen Video des Schweizer Fernsehsenders QS24 behauptet Ganzheitsmediziner Andres Bircher in einem Interview, dass sich das Coronavirus durch hypothermische Bäder behandeln lasse. Außerdem würde die Anwendung von Sonnenschutzcreme die Bildung von Vitamin D verhindern, das Immunsystem verdopple mit jedem Grad Fieber seine Abwehrkraft und Grippeimpfungen wirken angeblich nicht, weil das Virus bei der Herstellung des Impfstoffs verändert werde. All diese Behauptungen sind zumindest teilweise falsch. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 16. April.

Behauptung: Die Netflix-Serie „My Secret, Terrius“ sagte 2018 die Corona-Pandemie voraus

Bewertung: größtenteils falsch

In einem Facebook-Post berichtet ein Mann, er habe „herausgefunden“, dass in der Handlung einer asiatischen Fernsehserie, die auf Netflix verfügbar ist, Parallelen zur aktuellen Corona-Pandemie auftauchen. Das liegt daran, dass verschiedene Coronavirus-Stämme häufig ähnliche Symptome verursachen. Die fiktive Erkrankung ist keine Vorhersage. Zum Beispiel hat sie in der Serie auch eine Todesrate von 90 Prozent – das passt nicht zu SARS-CoV-2. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 15. April.

Behauptung: Die Lebensmittelversorgung in Deutschland ist gefährdet

Bewertung: größtenteils falsch

In einem Whatsapp-Kettenbrief wird behauptet, die Lebensmittelversorgung in Deutschland sei gefährdet, man solle sich mit Lebensmitteln eindecken. Die Information stamme angeblich aus einer geschlossenen Sitzung der Bundesregierung. Das Landwirtschaftsministerium dementiert das und spricht von einer „Falschmeldung“. Die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln liege bei mehr als 100 Prozent. Dies bestätigte uns auch der Bauernverband. Zwar fehlen Erntehelfer, zahlreiche Maßnahmen sollen jedoch sicherstellen, dass die Lebensmittelversorgung nicht gefährdet wird. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 14. April.

Behauptung: Bayern streicht seine Soforthilfen für Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern

Bewertung: teilweise falsch

Auf einem Blog wird behauptet, das Land Bayern zahle keine Soforthilfen mehr an Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern. Diese Behauptung ist irreführend. Bayern zahlt Fördermittel des Bundes an die kleinen Betriebe aus – und diese liegen höher als das, was das Bundesland zuvor zahlte. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 14. April.

Behauptungen von Rolf Kron, darunter: Coronaviren sind nur harmlose Schnupfenviren, Vitamin D schützt 800 Mal mehr vor Grippe als eine Impfung

Bewertung: größtenteils falsch

Rolf Kron, Impfkritiker und Homöopath, behauptet in einem Youtubevideo vom 10. März, der „Hype“ um das neuartige Coronavirus sei schnell vorbei und die Maßnahmen übertrieben. Desinfektionsmittel verspreche schon seit Jahren Schutz vor Coronaviren, die im Grunde nichts anderes als harmlose Schnupfenviren seien. Zudem schütze Vitamin D 800 Mal besser gegen Grippe als eine Impfung. Seine Aussagen sind größtenteils falsch oder es gibt nach jetzigem Stand der Forschung keine Belege dafür. Hier geht es zum Faktencheck vom 8. April.

Behauptung: 30 bis 50 Prozent der PCR-Tests auf Corona-Infektionen sind falsch positiv

Bewertung: falsch

In mehreren Youtube-Videos wird behauptet, dass PCR-Tests zum Nachweis von Corona-Infektionen in 30 bis 50 Prozent der Fälle falsche Ergebnisse lieferten. Das Ausmaß der Pandemie werde deshalb überschätzt. Der Virologe Christian Drosten hat den Aussagen bereits öffentlich widersprochen. Hier geht es zum Faktencheck vom 7. April.

Behauptung von Michael Spitzbart: Das Coronavirus ist nicht schlimmer als Grippeviren

Bewertung: teilweise falsch

Der Arzt Michael Spitzbart vergleicht das neuartige Coronavirus auf Facebook und Instagram mit dem Grippevirus. Seine Behauptung: Beide Virentypen seien ähnlich gefährlich. Seine Argumente sind jedoch zum Teil irreführend. Denn für Vergleiche mit dem Grippevirus oder Schätzungen zur Sterblichkeitsrate ist die Datenlage rund um das neuartige Coronavirus noch nicht ausreichend. Hier geht es zum Faktencheck vom 3. April.

Behauptungen: Corona-Infizierte haben keine laufende Nase, Coronaviren sterben bei 26 Grad ab, meistens stecke man sich durch das Berühren von Oberflächen an

Bewertung: größtenteils falsch

In einem Kettenbrief, der am 11. März auf Facebook veröffentlicht wird, werden angebliche Tipps eines italienischen Arztes zum Coronavirus zusammengefasst. Darunter, dass Corona-Infizierten keine laufende Nase hätten, die Coronaviren bei 26 bis 27 Grad absterben würden und man sich am Ehesten durch das Berühren von Türklinken oder anderen Oberflächen anstecke. Auch auf Whatsapp wird der Kettenbrief verbreitet. Die verschiedenen Behauptungen sind größtenteils falsch. Hier geht es zum Faktencheck vom 3. April.

Behauptung: Rechter Blogger Billy Six filmt sich in angeblich menschenleerer Charité-Untersuchungsstelle und behauptet, es gebe keine Coronavirus-Patienten in DRK-Klinik

Bewertung: größtenteils falsch

In einem Video, das in Sozialen Netzwerken derzeit stark verbreitet wird, ist der bekannte rechte Blogger Billy Six zu sehen – unter anderem filmt er angeblich in der Charité-Untersuchungsstelle für Coronavirus-Verdachtsfälle. Das stimmt nicht; sein Video führt in die Irre. Hier zum Faktencheck vom 3. April.

Behauptung: Aussage der Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner zu Corona-Maßnahmen für Erntehelfern beweise, dass Asylbewerber monatlich mehr Geld als Rentner hätten

Bewertung: falsch

In einem Whatsapp-Kettenbrief wird behauptet, eine Aussage der Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner im ZDF zu Erntehelfern beweise, dass Asylbewerber mehr als 1.100 Euro im Monat hätten. Rentner hätten dagegen nur 600 Euro. Diese Schlussfolgerungen sind falsch. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 3. April.

Behauptungen von Stefan Hockertz: Covid-19 ist nicht gefährlicher als eine Grippe, nur fünf Prozent der Bevölkerung sind gefährdet, hohe Zahlen in Italien sind auf Krankenhauskeime und Luftverschmutzung zurückzuführen

Bewertung: teilweise falsch

Der Immunologe Stefan Hockertz behauptete in einem Radiointerview, das neuartige Coronavirus sei nicht gefährlicher als die Grippe, die Reaktion der Politik sei maßlos und überzogen. Der Mitschnitt verbreitet sich rasant, vor allem auf Whatsapp. Seine Behauptungen sind jedoch teilweise irreführend. So sind die Todeszahlen von Covid-19 und der Grippe aktuell nicht vergleichbar. Die Risikogruppen (Raucher, Menschen über 60) umfassen nicht nur fünf Prozent der Bevölkerung. Die Studie zu Krankenhauskeimen belegt nicht Hockertz’ These – und es gibt keine Belege, dass Feinstaub die Verbreitung von Viren begünstigt. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 2. April.

Behauptung: Medien verwenden dieselben Bilder für Krankenhäuser in Italien und USA – das ist der Beweis, dass sie über Covid-19 lügen

Bewertung: teilweise falsch

Tatsächlich hat der US-Sender CBS News Aufnahmen aus einem Krankenhaus in Bergamo, Italien, fälschlich in einer Sendung am 25. März für einen Bericht über New York verwendet. Gegenüber US-Medien nannte ein Sprecher es einen „Bearbeitungsfehler“. Die Schlussfolgerung, die manche Nutzer ziehen – dass die Aufnahmen insgesamt gefälscht oder alt seien – ist aber falsch. Die Bilder entstanden vor kurzem in Bergamo und zeigen die Überlastung der Klinik durch die Corona-Pandemie. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 2. April.

Behauptung: Die ARD verwendete Fotos von Särgen aus dem Jahr 2014 in der aktuellen Coronavirus-Berichterstattung

Bewertung: unbelegt

In mehreren Facebook-Beiträgen werfen Nutzer der ARD vor, sie habe Bilder von Särgen aus dem Jahr 2014 in aktuellen Beiträgen über das Coronavirus genutzt. Dafür gibt es jedoch weder Belege noch irgendwelche Hinweise. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 2. April.

Behauptung: 100 Gramm Alkohol am Tag desinfizieren den Rachenraum und helfen gegen eine Corona-Infektion

Bewertung: völlig falsch

In einer Meldung, die auf Whatsapp kursiert, wird behauptet, ein erhöhter Alkoholkonsum helfe, Coronaviren im Mund- und Rachenraum abzutöten. Man sollte mindestens fünf Bier trinken. Mit dem Logo des Robert-Koch-Instituts wird suggeriert, diese Empfehlung stamme von offizieller Stelle. Das ist falsch. Alkohol zu trinken verhindert keine Infektion mit SARS-CoV-2. Alkohol macht das Immunsystem sogar anfälliger für Erkrankungen. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 1. April.

Behauptung: Das Coronavirus ist eine Biowaffe; dahinter stecken die USA, denn sie sind von dem Virus nicht betroffen

Bewertung: größtenteils falsch

Der ehemalige AfD-Politiker Wolfgang Gedeon suggerierte in einer Rede im baden-württembergischen Landtag, beim neuartigen Coronavirus könnte es sich um eine US-amerikanische Biowaffe aus dem Labor handeln. Die Wissenschaft und Experten widersprechen; das Virus habe seinen Ursprung in der Natur. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 1. April.

Behauptung: In Hongkong haben Menschen wegen des Coronavirus einen 5G-Mast zerstört

Bewertung: falsch

Eine Whatsapp-Nachricht behauptet, in Hongkong würden Menschen aktuell 5G-Masten abreißen, weil sie im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehen würden. Das ist falsch. Das Video zeigt Protestierende in Hongkong im August 2019 – lange vor dem Ausbruch von SARS-CoV-2. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 1. April.

Behauptung: Mit Klicks auf ein Video des Sängers Roby Facchinetti spendet man an ein Krankenhaus in Bergamo

Bewertung: größtenteils falsch

In einem Whatsapp-Kettenbrief wird ein Link zum Lied „Rinascerò, Rinascerai“ von Roby Facchinetti auf Youtube verbreitet.  Es wird behauptet, mit jedem Klick auf das Video werde Geld an ein Krankenhaus in Bergamo gespendet, denn der italienische Sänger habe die Rechte an das Hospital übertragen. Das ist falsch. Facchinetti will die Erlöse, die er mit dem Lied erzielt, spenden. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 1. April

Behauptung: Angela Merkel wusste schon 2013 von der aktuellen Pandemie

Bewertung: falsch

Ein Artikel von MZW-News behauptet, das Coronavirus sei absichtlich freigesetzt worden – die Bundeskanzlerin habe davon seit 2013 gewusst. Das ist falsch. Bei dem Dokument, auf das sich der Artikel bezieht, handelt es sich um eine öffentliche Risikoanalyse, in der es darum geht, wie gut Deutschland auf eine Epidemie vorbereitet wäre. Das Szenario wurde mit einem hypothetischen Erreger namens „Modi-SARS“ durchgespielt, der sich in wichtigen Punkten von SARS-CoV-2 unterscheidet. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 31. März.

Behauptungen in Video: Schuhe und Kleidung muss man draußen ausziehen und mit Wäschedesinfektionsmittel waschen; das Virus haftet bis zu neun Stunden am Boden und verbreitet sich über den Wind

Bewertung: unbelegt

Auf Whatsapp und Facebook kursiert ein Video einer Frau, die sich nach eigener Aussage in Italien befindet und Handlungsanweisungen an Deutsche gibt. Ihre Behauptungen sind irreführend oder unbelegt. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 27. März.

Behauptungen in Whatsapp-Sprachnachricht zu Vitamin D, Erkrankungen von Kindern, Virus-Mutation, Temperaturempfindlichkeit des Virus, Triage und 5G

Bewertung: größtenteils falsch

In einer Sprachnachricht stellt eine unbekannte Frau Behauptungen über das Coronavirus und Covid-19 auf. Sie gibt unter anderem Tipps, wie man sich angeblich gegen die Krankheit schützen kann. Die Aussagen sind falsch oder unbelegt. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 27. März.

Behauptung: In China ist nun auch noch das Hantavirus ausgebrochen.

Bewertung: falsch

In einem Artikel der Deutschen Wirtschaftsnachrichten wurde behauptet, in China sei „nun auch das Hantavirus ausgebrochen“. Es gebe einen „ersten Toten“. Das Virus ist in China jedoch eine bekannte, endemische Krankheit mit etwa 100 Toten jedes Jahr. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 27. März.

Behauptung: In Leipzig durfte man sich nur noch fünf Kilometer von seinem Wohnort entfernen.

Bewertung: richtig

Die Ausgangsbeschränkungen in Sachsen sehen vor, dass man sich nur im Umfeld seiner Wohnung aufhalten darf. Es gab eine Handlungsanweisung an die Polizei, die den Radius auf fünf Kilometer festlegte. Diese wurde jedoch nur einen Tag lang umgesetzt und dann wieder aufgehoben, weil sie für Verwirrung sorgte. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 27. März.

Behauptung: Focus Online hat berichtet, dass Supermärkte nur noch montags und freitags geöffnet haben

Bewertung: völlig falsch

Der Focus-Online-Artikel ist eine Fälschung. Die großen Supermarktketten haben ganz normal geöffnet. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 26. März.

Behauptung: Die Stadt Görlitz nutzt die Ablenkung durch das Coronavirus, um heimlich Asylbewerber ankommen zu lassen

Bewertung: größtenteils falsch

Am 10. März kamen regulär 23 Asylbewerber aus Erstaufnahmeeinrichtungen nach Görlitz. Dies geschah weder heimlich noch in der Nacht. Laut Landratsamt Görlitz werden regelmäßig Personen nach dem Königsteiner Schlüssel auf die Städte aufgeteilt. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 25. März.

Behauptung: Die Türkei hat Italien mit 200.000 Masken und anderen medizinischen Geräten geholfen, aber niemand nimmt davon Kenntnis

Bewertung: teilweise falsch

Hier fehlt Kontext. Italien hatte 200.000 Masken bei einer türkischen Firma gekauft. Da die Ausfuhr von Schutzausrüstung jedoch seit dem 4. März in der Türkei genehmigungspflichtig ist, steckte die Lieferung mehr als zwei Wochen im Zoll fest. Die beiden Länder sprachen sich schließlich ab und der Export wurde genehmigt. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 25. März.

Behauptung: Vitamin C tötet Viren zuverlässig ab

Bewertung: unbelegt

Es gibt keine Belege, dass Vitamin C Viren tötet oder gegen das aktuelle Coronavirus hilft. Generell ist Vitamin C gut für das Immunsystem des Menschen, es ist laut Experten aber nicht nötig, es in höheren Dosen einzunehmen. Eine gesunde Ernährung reicht dafür meist aus. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 24. März.

Behauptung: Es laufen Menschen in Schutzanzügen herum und geben sich als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes aus

Bewertung: richtig

Mehrere Polizeidienststellen berichten, dass Betrüger versuchen, die Corona-Krise auszunutzen. Sie warnen vor Personen, die sich am Telefon oder an der Haustür als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgeben. Problematisch ist, dass eine Meldung auf Whatsapp, die vor dieser Masche warnt, keine konkrete Ortsangabe enthält. So ist unklar, worauf sie sich bezieht. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 24. März.

Behauptung: Fünf Helikopter versprühen nachts Desinfektionsmittel in Deutschland

Bewertung: falsch

Auf Whatsapp und Facebook wird verbreitet, dass „heute Abend ab 23:30 Uhr“ Fenster und Türen geschlossen sein sollten, da Helikopter Desinfektionsmittel versprühen würden. Es handelt sich um eine Falschmeldung, wie die Polizei in München und Wien und das Bundesinnenministerium bestätigen. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 24. März.

Behauptung: Während der Corona-Krise marschieren 37.000 US-Soldaten in Europa ein; darüber wird nicht berichtet; die Soldaten sind immun gegen das Virus

Bewertung: größtenteils falsch

Die Behauptung ist stark irreführend. Es wird angedeutet, dass eine Art geheime Invasion stattfindet. Die Aussagen beziehen sich jedoch auf das Nato-Manöver „Defender Europe 20“, das bereits im Januar begonnen hat und über das zahlreiche Medien in Deutschland berichteten. Daran nehmen insgesamt 29.000 US-Soldaten teil. Das Manöver wurde zudem wegen des Coronavirus unterbrochen. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 20. März.

Behauptung: Asylbewerber dürfen weiter nach Deutschland einreisen und werden nicht auf Coronavirus getestet

Bewertung: teilweise falsch

Schutzsuchende dürfen unter bestimmten Umständen weiterhin nach Deutschland kommen, sie sind allerdings nicht die einzige Gruppe, die die Grenze noch passieren darf. Zudem sollen sie gesundheitlich durchgecheckt werden. Die Resettlement-Programme sind vorerst ausgesetzt worden. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 20. März.

Behauptung: Ein Foto von Särgen zeigt die Situation in Italien durch das Coronavirus

Bewertung: falsch

In mehreren Beiträgen auf Facebook wird ein Foto mit vielen Särgen geteilt und behauptet, es zeige die derzeitige Situation in Italien, wo viele Menschen durch das neuartige Coronavirus gestorben sind. Das ist jedoch falsch. Das Foto entstand schon 2013 und zeigt die Särge der Flüchtlinge und Migranten, die bei einem Schiffsunglück vor Lampedusa ums Leben kamen. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 20. März.

Behauptung: Alle Jobcenter schließen ab dem 18. März

Bewertung: größtenteils richtig

In einem Artikel wird behauptet, ab dem 18. März seien sämtliche Jobcenter und Arbeitsagenturen geschlossen. Schuld daran sei das neuartige Coronavirus. Richtig ist: Es soll keine persönlichen Termine mehr geben, für Notfälle gibt es aber eine Kontaktmöglichkeit vor Ort. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 18. März.

Behauptung: Es wurde ein „Geheimplan“ der Regierung von 2012 entdeckt, der die aktuelle Coronavirus-Pandemie vorhersagte

Bewertung: teilweise falsch

Anders als die Seite Wallstreet-Online behauptete, gibt es keinen geheimen Plan, sondern eine öffentliche Risikoanalyse, die dem Bundestag vorgelegt wurde. Darin wurde 2012 anhand einer fiktiven Coronavirus-Art eine Pandemie hypothetisch durchgespielt. Die Details weichen von der aktuellen Pandemie durch SARS-CoV-2 ab. Es handelte sich nicht um eine „Vorhersage“; Risikoanalysen sollen der Überprüfung dienen, ob Deutschland auf solche Situationen vorbereitet ist. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 18. März.

Behauptung: Ibuprofen verschlimmert die Krankheit oder beschleunigt die Ausbreitung des Coronavirus

Bewertung: unbelegt

Eine Whatsapp-Sprachnachricht verbreitet in der zweiten Märzwoche eine erfundene Geschichte: Die Uniklinik in Wien habe nachgewiesen, dass Ibuprofen die Infektion mit dem Coronavirus verschlimmere. Das stimmt so nicht: Am 14. März veröffentlicht die Uniklinik eine Stellungnahme und spricht von „Fake News“. Die Frage nach möglichen Auswirkungen des Schmerzmittels ist aber ungeklärt, es gibt viele Experten, die von einer Einnahme abraten und vor möglichen negativen Folgen warnen. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 16. März.

Behauptung: Luft anhalten funktioniert als Selbsttest, Wasser trinken hilft gegen eine Infektion und Fibrose tritt nach nur wenigen Tagen auf (Whatsapp-Kettenbrief)

Bewertung: falsch

Sie tauchte Anfang März in den USA, in Asien und auch Deutschland auf: eine Nachricht mit angeblichen Tipps, wie man sich vor dem neuen Coronavirus schützt. Unzählige Menschen leiten die Hinweise auf Whatsapp weiter. Sie sind jedoch falsch. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 16. März.

Behauptung: Das neuartige Coronavirus ist schon lange bekannt, weil der Name auf Desinfektionsmitteln steht

Bewertung: falsch

Auf älteren Flaschen von Desinfektionsmitteln ist zu lesen, dass es gegen Coronaviren wirksam sei. Daraus leiten Facebook-Nutzer ab, dass das neuartige Coronavirus schon lange bekannt sei. Auf die Viren-Familie trifft das zu, auf die aktuelle Pandemie nicht. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 13. März.

Behauptung: Ein Video zeigt eine Aldi-Filiale, die von einer Menschenmasse wegen des Coronavirus gestürmt wird

Bewertung: falsch

Auf Tiktok wird am 29. Februar ein Video hochgeladen. Es soll eine Menschenmasse zeigen, die angeblich in Angst vor einer Coronavirus-Pandemie eine Aldi-Filiale stürmt. Auch bei Facebook ist der Clip in diesem Kontext zu finden. CORRECTIV hat recherchiert: Das Video ist schon mehrere Jahre alt und zeigt eine Aldi-Filiale in Kiel. Dort gab es einen Sonderverkauf von Laptops. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 5. März.

Behauptung: Deutschland hat Schutzausrüstung nach China geschickt, kurz bevor sich das Coronavirus hier ausbreitete

Bewertung: richtig

In einem Artikel vom 29. Februar wird behauptet, Außenminister Heiko Maas habe medizinische Schutzausrüstung an China verschenkt, kurz bevor das Coronavirus sich in Europa auszubreiten begann. Das Auswärtige Amt hat uns das bestätigt. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 5. März.

Behauptung: Das Coronavirus gefährdet Haustiere stärker als Menschen

Bewertung: unbelegt

Das Coronavirus gefährde Hunde und Katzen mehr als Menschen, wird im Titel eines Artikels behauptet, der am 29. Februar bei der Frankfurter Neuen Presse veröffentlicht wurde. Dafür gibt es bisher keine Hinweise. Zwar übertragen sich manche Coronaviren auf Haustiere – ob das auch für SARS-CoV-2 gilt, ist aber Anfang März noch unklar. Es gibt bis dato keine Hinweise, dass das Virus von Haustieren auf Menschen übertragen wurde. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 4. März. 

Behauptung: Ein Hund in Hongkong hat sich mit dem Coronavirus infiziert

Bewertung: größtenteils richtig

Am 28. Februar wird in mehreren Artikeln behauptet, ein Hund habe sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Tatsächlich ist in Hongkong laut Behörden ein Hund schwach positiv auf die Viruskrankheit getestet worden. Er zeigte aber keine Symptome. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 4. März.

Behauptung: WHO hat Hinweise, dass Coronavirus über Lebensmittel übertragen wird

Bewertung: teilweise falsch

Gibt es neue Erkenntnisse zur Übertragung des Coronavirus Covid-19 durch Lebensmittel? Das deutet ein Artikel von Medizin Heute vom 24. Februar an und führt damit in die Irre. Der Text gibt einen Lagebericht der WHO falsch wieder. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 27. Februar.

Behauptung: Afrikanische Migranten werden eine Coronavirus-Epidemie in Deutschland auslösen

Bewertung: unbelegt

In einem Text des Deutschland-Kuriers wird am 10. Februar behauptet, Migranten aus Afrika könnten eine Coronavirus-Epidemie in Deutschland auslösen. Dafür gab es zum damaligen Zeitpunkt keine Hinweise. Experten waren allerdings schon besorgt, dass sich das Virus in Afrika ausbreiten könnte. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 14. Februar.

Behauptung: Chinesische Behörden fordern, Haustiere zu schlachten 

Bewertung: teilweise falsch

Ein angeblicher Aufruf verschiedener chinesischer Behörden soll das Töten von Haustieren zum Schutz vor der Verbreitung des neuen Coronavirus fordern. Das wird in einem Artikel vom 4. Februar behauptet. Wir konnten aber nur einen Aufruf finden, in dem es um Straßentiere geht. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 14. Februar.

Behauptung: Chinesische Busfahrer trugen bei Evakuierten-Transport keine Schutzmasken und handelten damit fahrlässig

Bewertung: größtenteils richtig

In einem Facebook-Beitrag werden am 31. Januar mehrere Fotos eines Transports englischer Staatsbürger, die aus dem chinesischen Wuhan evakuiert wurden, gezeigt. Die Fahrer der Busse trugen keine Schutzmasken. Die Fotos sind echt, ihnen fehlt aber Kontext: Schutzmasken waren laut dem englischen Gesundheitsministerium nicht notwendig, es seien genügend Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 7. Februar.

Behauptung: Die Einnahme von Chlordioxid hilft gegen das neuartige Coronavirus

Bewertung: falsch

Auf mehreren Webseiten wird Chlordioxid als Heilmittel für das neue Coronavirus beworben. Am 28. und 29. Januar, sowie am 1. Februar erscheinen Artikel dazu. Chlordioxid schalte das Virus aus, wenn man es in einer Lösung trinke. Diese Behauptung ist falsch und gefährlich: Chlordioxid ist gesundheitsschädlich. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 7. Februar.

Behauptung: 5G ist Schuld an Todesfällen durch das neuartige Coronavirus

Bewertung: falsch

Die Webseite Connectiv Events spekuliert am 27. Januar, dass die Todesfälle durch das neue Coronavirus in Wuhan auch einem von „5G verursachten Zellabbau“ zugeschrieben werden könnten – die Strahlung könne zu „grippeähnlichen Symptomen“ führen. Das stimmt nicht. Die Todesfälle hatten nichts mit 5G zu tun. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 30. Januar.

Behauptung: Bill Gates hat ein Patent auf das neuartige Coronavirus und sagte einen Ausbruch mit 65 Millionen Toten vorher

Bewertung: größtenteils falsch

Über das neuartige Coronavirus kursiert das Gerücht, es sei bereits patentiert. Manche meinen daher, das Virus sei von „Eliten“ kreiert. Oder Bill Gates habe etwas damit zu tun. Am 23. Januar wird ein Artikel dazu veröffentlicht. Das stimmt nicht: Zwar gibt es bestehende Patente, allerdings für andere Arten von Coronaviren. Nicht für jenes, das in China ausbrach. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 28. Januar.

Behauptungen in einem Video: Das neuartige Coronavirus ist gefährlicher als das alte SARS-Virus, es handelt sich um eine Pandemie, Ärzte können Betroffenen nicht helfen und haben schon Mitte Januar empfohlen, Wuhan abzuriegeln

Bewertung: teilweise falsch

Am 23. Januar wird ein alarmierendes Youtube-Video über das Coronavirus in China veröffentlicht. Es geht viral und wird auch über Whatsapp verbreitet. Viele der Behauptungen sind übertrieben oder falsch und führen deshalb in die Irre. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 28. Januar.

Behauptung: Das neuartige Coronavirus ist auf einem Markt mit exotischen Tieren in Wuhan ausgebrochen

Bewertung: unbelegt

Als das neue Coronavirus im Dezember in China ausbrach, war der vermeintliche Ursprung schnell ausgemacht: der Huanan Seafood Market in Wuhan. Das behaupteten am 24. und 25. Januar zumindest mehrere Medien. Auf dem Markt wurden auch exotische Tiere verkauft. Zum Zeitpunkt unserer Recherche war nicht sicher, ob sich das Virus wirklich nur von dem Markt aus verbreitete. Hier geht es zum vollständigen Faktencheck vom 28. Januar.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert. Weitere Tipps für Interessierte und Journalisten für den richtigen Umgang mit dem Coronavirus gibt es hier.

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